Startup Grind
12.06.2017

Digitale Frauenpower

Startup Grind
12.06.2017

Digitale Frauenpower

Harte Arbeit, ein langer Atem und eine brillante Idee: Das sind die Grundzutaten für ein erfolgreiches Startup. Tanja zu Waldeck, COO bei BurdaForward, hat vor zehn Jahren das Elternportal Netmoms gegründet. Bei der globalen Eventreihe und IBC-Kooperation Startup Grind, einem Event- und Networking-Format, bei dem erfolgreiche Gründer von ihrem Weg erzählen, teilte Tanja zu Waldeck in der Burda Bar ihre persönlichen Erfahrungen als Gründerin.

Ich habe mich mit ihr am Rande der Veranstaltung unter anderem über Native Advertising, Editorial Content und Influencer im Netz unterhalten. Was hat sich in den letzten zehn Jahren verändert und wo stehen wir heute?

Tanja, Du hast promoviert, sechs Jahre bei McKinsey gearbeitet, ein erfolgreiches Startup gegründet und danach einen Millionen-Exit hingelegt. Du bist vierfache Mutter und nun COO bei BurdaForward, einem der größten digitalen Publishing- und Vermarktungshäuser Deutschlands. Viele wären nur mit einer dieser Aufgaben ausreichend beschäftigt – Du scheinst alles mit Leichtigkeit zu bewältigen. Was treibt Dich an, wo tankst Du Deine Energie und wer war Deine größte Stütze?

Den größten Antrieb geben mir Ziele, die mich herausfordern und an die ich voll und ganz glaube. Dazu muss ein Team kommen, mit dem ich gerne an diesen Zielen tüftele – dann gerne auch Tag und Nacht. Energie und Abstand gibt mir dann meine Familie. Sie hilft mir den Kopf freizubekommen und klar zu sehen, was am Ende wirklich wichtig ist. Nach einem Wochenende mit meinem Mann und Kindern bin ich dann wieder voller Energie für die nächsten Herausforderungen.

Als Du vor zehn Jahren Netmoms gegründet hast, gab es zu dem Thema „Elternschaft“ nur Plattformen mit Editorial Content. Du hast eine Art Facebook für Eltern geschaffen und Dich danach in Deiner Karriere intensiv mit dem Thema Native Advertising beschäftigt. Welche Rolle spielen heute Editorial Content, Werbung und Influencer auf Social-Media?

Die Grenzen zwischen Editorial Content und Inhalten von Influencern, Experten und Nutzern sind inzwischen viel fließender. Wichtig ist allein, was den Nutzern den größten Wert mit sich bringt. Social Media und insbesondere Facebook stellt dabei das wichtigste für eine Person zusammen – egal aus welchen Quellen.

Das ist auf der einen Seite total spannend, auf der anderen Seite natürlich auch total gefährlich. Wir Publisher sind hier gefragt neben personalisierten Inhalten auch einen Gegenpart einzunehmen und Menschen die wichtigsten Nachrichten und Informationen verfügbar zu machen, unabhängig von ihren gewählten Filtern.

Am Anfang von Netmoms wurde Deine Seite von Google abgestraft und war zeitweise nicht mehr im Suchindex gelistet. Du musstest am eigenen Leib erfahren, wie wichtig SEO und Google für den Erfolg einer Webseite sind. Heute, 10 Jahre und etliche Google-Algorithmus-Updates später, sieht das Internet ganz anders aus. Kann man sich von Google überhaupt unabhängig machen und welche Rolle spielt SEO tatsächlich?

Google ist für fast alle Publisher und Angebote im Netz ein Haupt-Traffic-Lieferant. Man kann natürlich daneben mit Traffic über Facebook und andere Social Media Plattformen wie Instragram und Pinterest auch andere Quellen aufbauen. Besonders wichtig ist aber auch der Aufbau von Produkten, zum Beispiel Apps, die man selbst in der Hand hat. Nicht jedes Angebot schafft das. Wir sind daher sehr stolz auf unsere großen und erfolgreichen Apps wie zum Beispiel der Focus Online-App oder der Finanzen100 -App.

Mit Netmoms hast Du in nur acht Monaten die größte deutsche Online-Community für Eltern gegründet. Damals steckte Facebook noch in den Kinderschuhen und Instagram war noch nicht erfunden. Würdest Du sagen, dass es heute einfacher ist, User zu mobilisieren oder findet mit den vielen verschiedenen Plattformen eine Übersättigung des Marktes statt, die Online-Plattformen zum Umdenken zwingt?

Zum Zeitpunkt der Netmoms-Gründung gab es mehr Chancen über bezahlbares Online Marketing, zum Beispiel Google Ads, schnell zu wachsen. Das ist heute eindeutig schwieriger. Auf der anderen Seite gibt es heute noch viel mehr unterschiedliche Social Media-Kanäle als 2007. Der Markt verändert sich und die Chancen, die man nutzen kann, verändern sich.

Das ist ja das Schöne und das Schreckliche am Internet. Man muss sich alle paar Monate verändern, bekommt aber auch alle paar Monate neue Chancen.

 

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