Blue Ocean
06.11.2017

„Fack ju Göhte“ startet bei Blue Ocean

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06.11.2017

„Fack ju Göhte“ startet bei Blue Ocean

Der dritte Teil des Erfolgfilms „Fack Ju Göhte 3“ läuft in den deutschen Kinos. Blue Ocean Entertainment bringt das offizielle Magazin zum Film mit Elyas M’Barek aka Zeki Müller und seiner Chaostruppe an den Kiosk. Wir sprachen mit Blue Ocean-Chefredakteur Simon Peter über das neueste Produkt und die dahinterliegende Strategie:

Herr Peter, haben Sie alle Teile von Fack ju Göhte angeschaut?´

Ja, selbstverständlich. Ich bin zwar nicht mehr so wirklich Kernzielgruppe, will bei derartigen Massenphänomenen aber mitreden können. Teil 1 habe ich noch lange ignoriert, als der Film dann aber fünf Millionen Besucher in die Kinos gelockt hatte, wollte ich mir schon mal anschauen, was da so hypt. Als dann Teil 2 anlief, bin ich am Premierentag aus der Mittagspause fast nicht mehr ins Büro zurückgekommen. Neben unserem Verlag ist gleich ein Kino und die Jugendlichen standen zu Hunderten dicht gedrängt auf dem Vorplatz. Mittags um 13.30 Uhr! Ganz so eilig hatte ich es nicht, den Film zu sehen, aber in Woche 2 habe ich mir den Spaß nach einem anstrengenden Arbeitstag dann auch gegönnt. Aber keine Sorge: Ich habe in meinem Leben auch „Faust 1“ und „Faust 2“ gelesen. Und „Die Leiden des jungen Werthers“.

Blue Ocean Entertainment ist der Marktführer im Segment der Kinderzeitschriften. Hauptsächlich punkten Sie doch mit Zeitschriften rund um Lego, Playmobil oder Lillifee. Wie kamen Sie auf die Idee, ein Filmmagazin zu verlegen und dann noch für einen Film, der sich an Teenager und noch ältere Zielgruppen richtet?

Da kamen zwei Dinge zusammen. Zum einen ist die Marke „Fack Ju Göhte“ gigantisch. Die ersten beiden Filme belegen hinter zwei Produktionen von Bully Herbig und „Otto – der Film“ nach verkauften Kinotickets die Plätze 4 und 5 in der Bestenliste deutscher Filmproduktionen seit 1968. Zusammen haben „Fack Ju Göhte“ und „Fack Ju Göhte 2“ 2013 und 2015 unglaubliche 15 Millionen Zuschauer in die Kinos gezogen. Zum anderen war da schon länger die Idee, ein Printprodukt aus einem ungeschnittenen Bogen mit einem lebensgroßen Poster zu machen - ohne Schneiden, ohne Kleben, ohne monatelanges Warten auf ergänzende Teile. Mit der Ankündigung von „Fack Ju Göhte 3“ fügte sich im Frühjahr dann alles zusammen: eine zugkräftige Marke und mit Herrn Müller alias Elyas M’Barek ein passender Posterheld. Und auch wenn unser „Fack Ju Göhte“-Magazin sicher auch einige Kinder und viele junge Frauen anspricht, so sind die Kernzielgruppe des Produktes doch Jugendliche. Und denen liefern wir im zuletzt doch arg gebeutelteten Jugendprintmarkt eine echte Innovation!

Lohnt sich so ein Testlauf überhaupt und  sind noch weitere Ausgaben geplant?

Primär hat die Sache vor allen Dingen mal Spaß gemacht. Ich habe selten so viele Menschen so oft bei der Arbeit beherzt und laut „Fack“ sagen hören. Mit einem Lächeln im Gesicht! Was das Käufmännische angeht, so haben wir das Projekt weites gehend mit Bordmitteln realisiert. Außerdem ist das Magazin wie gesagt eine spannende Feuertaufe für eine innovative Konzeptidee. Jetzt sind wir gespannt, ob das Magazin Erfolg hat. Dann sehen wir weiter. Geplant sind weitere Ausgaben zunächst allerdings nicht.

Planen Sie weitere Experimente im Bereich Filmmagazine?

Ja und nein. Mit „Fack Ju Göhte“ verlassen wir kurzzeitig unsere Kernzielgruppe Kinder Richtung Jugendliche und junge Erwachsene, ich denke aber, dass das bis auf weiteres im wahrsten Sinne des Wortes ein Sonderheft bleiben wird. Magazine zu Filmen machen wir generell aber sehr regelmäßig und sehr erfolgreich – und werden dies natürlich auch weiterhin tun. Nur eben speziell für Kinder. In diesem Jahr haben wir zum Beispiel schon Zeitschriften zum Bibi & Tina-Movie gemacht wie auch zu Ostwind, Power Rangers, dem Schlümpfe-Film sowie natürlich zu den beiden Lego-Filmen. Das Magazin zu The Lego Batman Movie haben wir knapp an die 100.000 Mal verkauft, vom Heft zu The Lego Ninjago Movie werden wir sicher über 150.000 Exemplare absetzen. 

Was gibt es sonst an neuen Projekten bei Blue Ocean?

Unser Girls-Bereich hat gerade Maggie & Bianca gestartet, ein Magazin zu einer temperamentvollen italienischen TV-Serie auf dem Disney Channel. Außerdem haben unsere Damen noch ein sehr spannendes Projekt aus der Taufe gehoben, das am 2. November erstmals in die Zeitschriftenregale wandert: unser christliches Kindermagazin Die kleine Himmelspost. Einen ersten Unterstützer für dieses ökumenisch angelegte Magazin konnten sie dafür im Bonifatiuswerk finden, das im Spätsommer eine Testausgabe im Direktvertrieb in Kirchengemeinden bekannt gemacht hat. Weitere Förderer, auch von evangelischer Seite, sind gewünscht und werden folgen. Ein großartiges Projekt! Wieder ein ganz anderes Thema kommt im Herbst von unserem Boys-Team:  Im November wird es erstmals ein Magazinprodukt zur Zusammenarbeit unserer beider langjährigen Lizenzpartner Playmobil und Dreamworks geben: Playmobil Dragons erscheint als Sonderheft - und schon jetzt steht fest, dass es auch 2018 von uns ein Sonderheft zu diesem Gemeinschaftsthema geben wird, das die erfolgreiche TV-Serie in eine Spielwelt verwandelt. Und wo wir bei Playmobil sind: Unser Mädchenmagazin Playmobil Pink - 2012 ursprünglich als One-Shot gestartet und dann über vier auf zuletzt sechs Ausgaben pro Jahr in 2016 und 2017 gewachsen - erscheint ab 2018 neunmal im Jahr.

Blue Ocean schreibt mit seinen Magazinen Erfolgsgeschichte, der Umsatz liegt bei rund 60 Millionen Euro. Wo sehen und planen Sie das weitere Wachstum?

Zunächst einmal sehen wir uns mit unserem sehr gesunden und weiter wachsendem Produktportfolio großartig aufgestellt. Bei Magazinen wie Trading Cards kommen die zurzeit zugkräftigsten Produkte für Kinder von Blue Ocean. Generell hat uns unser Vertrieb MZV gerade bestätigt: Blue Ocean ist der Marktführer für Kinderzeitschriften in Deutschland! Diese Spitzenposition werden wir festigen und ausbauen. Und bei unserem internationalen Geschäft stehen wir vor spannenden nächsten Schritten. Nachdem unsere Lego-Magazine ja seit Jahren in Zusammenarbeit mit Partnerverlagen sehr erfolgreich in fast ganz Europa erscheinen, haben wir uns in 2017 nach China gewagt und sind auch dort erfolgreich. 2018 geht es dann auf die amerikanischen Kontinente. Unsere Geschäftsführung und unsere Auslandsabteilung arbeiten gerade final daran, unsere Magazine im nächsten Jahr auch in Brasilien, Mexiko und den USA an den Start zu bringen.

 

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