Unsere Bilanz

 

Hubert Burda Media erstellt seit 2019 detaillierte Bilanzen, um die Treibhausgasemissionen der Unternehmensgruppe darzustellen.

Rahmen der Berechnung

Seit dem Jahr 2020 wird jährlich eine Unternehmensbilanz von Hubert Burda Media rückwirkend für das vergangene Jahr berechnet. Unser Basisjahr ist demnach das Jahr 2019. Dabei werden alle Treibhasgasemissionen, d.h. nicht nur CO2, sondern bspw. auch Methan und die Fluorgase berechnet. Dies wird in CO2e, d.h. in CO2-Äquivalenten, dargestellt.

Hierbei wird nach dem internationalen Standard, dem Greenhouse Gas Protocol, für einen Corporate Carbon Footprint (Unternehmensbilanz) vorgegangen. Das Greenhouse Gas Protocol ist ein Bilanzierungsstandard, nach dem 90% der Fortune 500 Companies ihre Emissionen berechnen. Grundsätzlich versucht das Protocol einen Standard zu einheitlichen Kategorien wie z.B. Geschäftsreisen & Strom vorzugeben.

Es werden alle drei Arten von Scopes (1-3) mit einberechnet, die von einem Unternehmen verursacht werden. Dazu gehören die direkten und die indirekt verursachten Emissionen. Zu Scope 1 gehören bspw. die Emissionen, die durch die Produktion von Strom und Wärme in unserer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage verursacht werden. Scope 2 beinhaltet z.B. die Emissionen, die durch die Energie, die wir von Dritten beziehen, verursacht werden. Und Scope 3 umfasst bspw. die Emissionen, die durch unser Pendeln, die Geschäftsreisen oder auch das Essen in der Kantine verursacht werden.

Unsere CO2e-Bilanzen enthalten die Emissionen sämtlicher inländischer Gesellschaften, an denen der Konzern Hubert Burda Media zu mehr als 50% beteiligt ist. Eine Erweiterung auf ausländische Gesellschaften soll bis Ende des Jahres 2022 erfolgen.

HBM unterteilt seine Emissionen in vier verschiedene Bereiche: Papier, Druck, Logistik Konsumentenprodukte (Commerce) und Büro. Da die Bilanz nach dem Greenhouse Gas Protocol erstellt wird (weitere Hinweise siehe unten), kommt außerdem noch ein verpflichtender Aufschlag von zehn Prozent hinzu.

Überblick Gesamtemissionen

Im Jahr 2021 lagen die Gesamtemissionen von Hubert Burda Media bei 162.159 Tonnen CO2e. Im Vergleich zum Basisjahr 2019 entspricht dies einem Rückgang von rund acht Prozent, während sich die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr (2020) um elf Prozent erhöht haben. Dieser Anstieg ist vor allem auf den Rückgang des Coronaeffektes und einen Anstieg der Emissionen durch genutzte Papiere zurückzuführen.

Abbildung 1: Entwicklung CO2e-Emissionen 2019-2021 (Quelle: HBM Nachhaltigkeitstool, Stand: 13.09.2022)

Überblick Emissionen je Bereiche & Kategorien

Den größten Anteil an Emissionen macht das Papier aus, das HBM für seine Printpublikationen nutzt: Im Jahr 2021 betragen die zugehörigen CO2e-Emissionen 67.594t (bzw. 42% am Gesamtergebnis). Durch den Druck entstehen CO2e-Emissionen in Höhe von 59.233t (37%). Deutlich niedriger liegen die Emissionen durch die Logistik für Konsumentenprodukte (10.172t/ 6%) und Büro (10.418t/ 6%).

Im Vorjahres-Vergleich zu 2020 stiegen in 2021 die Emissionen in allen Kategorien außer Büro an. Am stärksten war die absolute Erhöhung beim Papier, da Papierarten mit im Vergleich schlechterem ökologischem Fußabdruck genutzt werden mussten. Dieser Umstand ist in der aktuellen Situation schwer vermeidbar.

Abbildung 2: Entwicklung CO2e-Emissionen 2019-2021 je Bereiche (Quelle: HBM Nachhaltigkeitstool, Stand: 13.09.2022)

Emissionen nach Scopes

Ergänzend zur internen Kategorisierung unterscheidet das Greenhouse Gas Protocol drei verschiedene Scopes (1-3) an Emissionen. Scope 1 umfasst bei HBM vor allem die direkten Emissionen aus Wärme im Tiefdruck. Scope 2 beinhaltet die indirekten Emissionen aus genutztem Strom und anderer Energie. Scope 3 umfasst alle anderen Arten von Emissionen, etwa die im Arbeitsalltag anfallenden weiteren Emissionen im Büro oder für Materialien.

Die durch HBM verursachten CO2e-Emissionen entfallen demnach zu rund 26% auf Scope 1, zu 4% auf Scope 2 und zu 70% auf Scope 3.

Abbildung 3: Entwicklung CO2e-Emissionen 2019-2021 je Scope 1-3 (Quelle: HBM Nachhaltigkeitstool, Stand: 13.09.2022)

Das Besondere unserer Bilanz

Die Bilanzen werden durch interne Experten in Zusammenarbeit mit den relevanten Unternehmensbereichen eigenständig erstellt. Das getting better-Team besteht mittlerweile aus fünf Kollegen aus dem Corporate Development Team. Zusätzlich wurde mit 184 Personen gesprochen, um diese Bilanzen zu erheben.

Der Vorteil dieser Inhouse-Expertise: Maßnahmen zur CO2e-Reduktion können zielgerichtet abgeleitet werden, weil das Team das gesamte Unternehmen und die Prozesse sehr genau kennt und versteht. Dabei arbeiten wir so wenig wie möglich mit Durchschnittswerten und Annahmen, um für unser Unternehmen die bestmögliche Bilanz zu berechnen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Zudem ist durch das Aufhängen von getting better im Corporate Development-Team sichergestellt, dass das Thema direkt am Vorstand platziert ist.

Zusätzlich wurde unsere Bilanz von ClimatePartner auditiert, um die Kompensationsziele zu bestimmen.

Die standardisierte Bilanz ist dabei nur ein Teil der umfassenden Bemühungen, die Hubert Burda Media und vor allem BurdaDruck schon seit den Neunzigerjahren unternehmen, um entsprechend der Unternehmenswerte nachhaltig zu agieren.

Image © Dave Hoevler, Unsplash