DLDsummer
18.06.2016

10 Thesen vom DLDsummer

DLDsummer
18.06.2016

10 Thesen vom DLDsummer

Bei DLDsummer versammelten sich am 16. und 17. Juni rund 500 Vordenker und Visionäre im Münchner Haus der Kunst, um über die Auswirkungen der Digitalisierung auf alle gesellschaftlich relevanten Bereiche zu diskutieren. Wir haben die zehn spannendsten Thesen der über 50 internationalen Speaker gesammelt:

1. Joe Kaeser, Siemens: „Die Digitalisierung hat zur Folge, dass das Segment mittelständischer Unternehmen immer weiter schrumpft – und schließlich ganz verschwindet!“

2. Hildegard Wortmann, BMW: „Der technologische Wandel vollzieht sich im Eiltempo: Die Veränderungen, die uns in den nächsten zehn Jahren bevorstehen, sind gleichzusetzen mit den Veränderungen der vergangenen 30 Jahre.“ 

3. Michael Hallek, Universitätsklinikum Köln: „Die Fluchtursache der Zukunft wird nicht Krieg, sondern Krebs sein. Wir müssen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um Daten zu strukturieren, zu verstehen und am Ende dem Menschen zu helfen.“

4. Lin Sebastian Kayser, Hyperganic: „Bisher konsumieren wir die Ressourcen unserer Erde. In Zukunft können wir sie vielleicht mithilfe innovativer 3D-Drucker selbst ausdrucken!“

5. Alexander Del Toro Barba, VisualVest: „Ziel der Finanzbranche ist es, Klienten künftig an ihrem Gesicht zu erkennen und die Bezahlung automatisch über biometrische Merkmale abzuwickeln. In fünf Jahren werden Karten zur Identifikation von Kunden der Vergangenheit angehören.“ 

6. Eran Eden, MeMed: „Ein hoher Anteil der Antibiotika wird heute zu Unrecht verschrieben. Das kostet Milliarden und führt zu Antibiotikaresistenzen. Ein Bluttest kann mit Hilfe von Proteinen herausfinden, ob es sich um eine Virus- oder eine bakterielle Infektion handelt. In zahlreichen Studien konnte der Test virale Infektionen in mehr als 90 Prozent der Fälle richtig bestimmen.“

7. Gadi Amit, NewDealDesign: „Das Design von Technologien darf nicht die Technik und den Einzelnen im Auge haben, sondern muss sich auch mit der sozialen Dimension des menschlichen Lebens auseinandersetzen. Geschäftsmodelle wie Carsharing scheitern nicht am Einzelnen oder an der Technik, sondern daran, dass ein Vater nicht will, dass seine Tochter mit einem wildfremden Mann nach Hause fährt.“ 

8. Robin Farmanfarmaian, Singularity Universität: „Künstliche Intelligenz und Robotik werden in unserem Gesundheitssystem eine zentrale Rolle spielen. In einigen Jahren tragen Drohnen Medizin aus und unterstützen so Krankenwägen bei Notfalleinsätzen.“ 

9. Niko Mohr, McKinsey: „Es gibt vier zentrale Punkte, die eine ‚smarte Stadt‘, wie wir sie anstreben, ausmachen: eine klassische Infrastruktur; die Verbindung verschiedener Technologien und Infrastrukturen; Intelligenz, also Daten darüber, wie eine Stadt beispielsweise im Verkehr funktioniert; und intelligente Services, die aus dem Datenpool heraus Anwendungen für die ‚smarte Stadt‘ fischen.“ 

10. Deon Newman, IBM Watson: „Künstliche Intelligenz kann Daten strukturieren, die der Mensch nicht erfassen kann – das wird große Auswirkungen auf Wirtschaft, Medizin und unseren Alltag haben.“ 

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