Jubiläum
28.11.2025

80 Jahre Guter Rat: Ein Magazin schreibt Geschichte

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Von praktischen Nähtipps der Nachkriegszeit über Orientierungshilfe nach der Wende bis zu Steuertipps im digitalen Zeitalter. Gegründet 1945, hat sich die Zeitschrift stets neu erfunden und bleibt bis heute eine feste Größe, besonders im Osten Deutschlands. 

Hier blicken wir zurück auf die Highlights, Meilensteine und besten Tipps aus 80 Jahren Guter Rat

1945: Die Geburtsstunde eines Klassikers 

Am 21. November 1945 war es so weit: Ein Mitarbeiter des Leipziger Verlags Otto Beyer erhielt die Genehmigung der sowjetischen Besatzungsmacht, eine neue Zeitschrift zu veröffentlichen. Der Name: „Guter Rat für Haus und Kleid". Nach Überlieferungen unterstützte ihn bei der Genehmigung wohl eine Flasche mit Hochprozentigem. Prost! Guter Rat kam auf den Markt! 

Die erste Ausgabe richtete sich an Frauen, die in der Nachkriegszeit mit knappen Ressourcen haushalten mussten. Die Themen waren praktisch und lebensnah: „Wie näh ich aus alten Vorhängen Kinderkleidung?", "Was kann ich aus Petersilienwurzeln kochen?" oder "Wie setzt man einen Ofen vorm Winter wieder instand?". Eine Titelgeschichte lautete:  „Vaters Uniform hängt noch im Schrank: Wir arbeiten daraus Kostüme, Jacken, Röcke". 

Heiß begehrt und “Bückware” zu DDR-Zeiten 

In der DDR wurde Guter Rat zu einem unverzichtbaren Begleiter für viele Haushalte. Als unpolitisches Magazin blieb es weitgehend von Zensur verschont, war jedoch so beliebt, dass es oft nur mit guten Beziehungen erhältlich war – wer jemanden im Geschäft kannte, hatte Glück, wenn er die begehrte Zeitschrift als „Bückware" unter der Ladentheke ergattern konnte. 

Ab 1946 erschien das Magazin unter dem Dach des "Verlag für die Frau", dem bedeutendsten Mode- und Ratgeberverlag der DDR. In den 1970er-Jahren wandelte sich das Magazin hin zu einer geschlechtsneutraleren Ausrichtung: Neben Nähtipps gab es nun auch Bauanleitungen für Möbel und Einrichtungsgegenstände.  

Nach dem Mauerfall: Orientierung in einer neuen Welt

Die Wiedervereinigung brachte große Veränderungen mit sich und warf unzählige Fragen auf – guter Rat war in dieser Zeit sprichwörtlich teuer. Guter Rat wurde zum unverzichtbaren Ratgeber für Ostdeutsche, die sich in der neuen Marktwirtschaft zurechtfinden mussten. Mit einem Redaktionsteam, das die Bedürfnisse seiner Leser:innen genau kannte, konnte sich das Magazin gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten. 

Die Themen dieser Zeit waren geprägt von Unsicherheiten: „Was passiert mit unseren Eheverträgen?", „Was wird aus unseren Renten?" oder „Wie funktioniert Arbeitslosengeld?" – Guter Rat lieferte die wichtigen Antworten. Das merkten auch bald die Leserinnen und Leser im Westen Deutschlands. Und so mauserte sich der Gute Rat vom Ratgebermagazin für die Ostdeutschen schnell zum exzellenten Ratgeber in allen Lebenslagen im ganzen Land und zur führenden gesamtdeutschen Verbraucherzeitschrift. 

Heute: Für jede Lebenslage ein guter Tipp 

Auch im Jahr 2025 bleibt Guter Rat ein verlässlicher Begleiter. Ob Gesundheitstipps während der Corona-Pandemie, Steuerratgeber wie "Holen Sie sich Ihr Geld zurück!" oder Inspiration für den nächsten Urlaub mit Artikeln wie "Günstige Traumziele im Pauschalpaket" – das Magazin trifft den Nerv der Zeit.


„Seit nunmehr 80 Jahren ist Guter Rat auf dem Zeitschriftenmarkt, hat sich gewandelt von einer Frauen-Illustrierten über das Magazin der Mangelwirtschaft in der DDR bis hin zur deutschlandweit erfolgreichen Wirtschafts- und Verbraucherzeitschrift. Seit 2002 gehört Guter Rat zum BurdaVerlag und seit 2016 habe ich selbst die große Ehre und Freude, diese Zeitschrift gemeinsam mit meinem Expertenteam zu gestalten. Guter Rat ist relevant wie eh und je – für jede Lebenslage gibt es den passenden Ratschlag."

Stefan Kobus, Chefredakteur Guter Rat und SuperIllu


 

Autor:in
Jana Niebuhr
Praktikantin Brand PR
jana.niebuhr@burda.com
Ansprechpartner:in
Verena Bücher
Senior PR Manager
verena.buecher@burda.com
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