Marktforschung
25.04.2022

B4p trends: So wohnen die Deutschen

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Beim Thema Wohnen geht es den Deutschen um viel mehr als nur um Einrichten und Dekorieren – für fast drei Viertel der Menschen sind die eigenen vier Wände ein Spiegel ihrer Persönlichkeit. Dies ist nur ein Ergebnis aus dem neuen b4p-Trendreport „Wohnen und New Living“ der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK). Die Forscherinnen und Forscher beleuchten die verschiedenen Aspekte des Wohnens und Lebens und beantworten die Frage: Wie wohnen die Deutschen? Eine Umfrage unter Burda-Leser:innen liefert ebenfalls Einblicke in das Thema Home & Living.

Alternative Wohnkonzepte

Das Thema Nachhaltigkeit sorgt bei den Menschen auch im Bereich Wohnen für eine Verschiebung der Prioritäten – zumindest theoretisch: Dabei geht es zum einen um den Platzverbrauch und die damit einhergehende Naturverdrängung durch Wohnraum und zum anderen um alternative Wohnkonzepte wie Tiny Houses oder Wohngemeinschaften. Mit 55 Prozent interessieren sich mehr als die Hälfte aller Deutschen für solche alternativen Wohnansätze. Bei den Jüngeren sind es sogar ganze 70 Prozent, doch auch die Älteren sind mit 45 Prozent dem Thema definitiv nicht abgeneigt.

In der Praxis sieht es dann allerdings noch etwas anders aus: Fragt man konkret nach, welche Veränderungen des Wohnens man sich vorstellen könne, zeigt sich: Die Vorlieben sind immer noch recht konservativ. Aus einer Wohnung in ein Haus zu ziehen, kann sich knapp die Hälfte der Menschen sehr gut vorstellen. Von der Stadt aufs Land zu ziehen ist mit 38 Prozent ebenfalls ein breit gestreuter Wunsch. Wenn es um die Größe des Wohnraums geht, ist die Richtung klar: größer. Den Wohnraum deutlich zu vergrößern, können sich 22 Prozent der Menschen sehr gut vorstellen, ihn deutlich zu verkleinern nur 6 Prozent, und zwar quer über alle Zielgruppen – selbst die, die schon die größte Wohnfläche haben, wollen sie nicht kleiner machen.

Digitale Aufwertung des Wohnraums

Durch die Corona-Pandemie hat das Wohnen und Arbeiten in den eigenen vier Wänden deutlich an Stellenwert gewonnen, fast 60 Prozent der Befragten verbringen mehr Zeit daheim. Mit diesem Bedeutungsgewinn ging auch eine weitere Digitalisierung mit Smart-Home-Technologien einher. Grundsätzlich interessieren sich 44 Prozent der Deutschen für die neuen Möglichkeiten, insbesondere die Jüngeren (59 Prozent). Bei den Älteren hingegen besitzen 65 Prozent gar kein Smart Home Gerät. Die beliebtesten technischen Gadgets sind auch weiterhin Entertainment-Funktionen wie Musik- und Licht-Steuerung, gefolgt von Geräten wie Saugrobotern oder einer Heizungssteuerung.

Wohnen als neues Hobby

Doch die Menschen investieren nicht nur in Sachen Technik in die eigenen vier Wände: Sehr viele der Befragten planen, sich in den nächsten zwölf Monaten etwas für die Wohnung anzuschaffen. Insgesamt 55 Prozent – und sogar 72 Prozent der Jüngeren – sagen, dass es ihnen Spaß macht, neue Möbel zu kaufen. Ebenso beschäftigen sich viele gerne mit Einrichtung und Wohnungsdekoration. Am meisten werden eher unkomplizierte Dinge wie neue Dekoration und Accessoires angeschafft, aber auch Kleinmöbel sind in der Planung. Immerhin ein Drittel aller Befragten plant die Anschaffung von größeren Möbeln.

Und wie wollen Burda-Leser:innen in Zukunft wohnen?

76 Prozent ist es durch die Corona-Pandemie noch wichtiger als zuvor, ein Zuhause zu haben, in dem sie sich wohlfühlen*. Das ergibt eine Umfrage unter 1.618 Leser:innen der Burda-Medien, die von der Burda-internen Marktforschungseinheit Media Market Insights im Rahmen des „Medienpanel by Burda“, unter Verantwortung von Tanja Seiter (Director Media Research) erhoben wurde. Doch wie genau planen die Leser:innen in Zukunft zu wohnen? Ähnlich den Ergebnissen aus dem b4p-Trendreport, ist die Nähe zur Natur für viele Leser:innen ein zentrales Kriterium: 36 Prozent wollen in Zukunft gerne im Grünen wohnen. Unabhängig davon, wo das neue Zuhause liegt, ist fast der Hälfte (44 Prozent) der Befragten ein schneller Internetanschluss in ihrem zukünftigen Zuhause wichtig. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit und des sozialen Umfelds ist unter den Top 10 Merkmalen eines neuen Zuhauses für Burda-Leser:innen: 37 Prozent wollen auf eine energiesparende Bauweise achten und 36 Prozent legen Wert auf eine gute und enge Nachbarschaft.

Burda-Leser:innen sehen Wohneigentum als persönliche Zukunftssicherung

Die persönlichen Wohnträume durch den Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung zu verwirklichen ist für viele Burda-Leser:innen ein Thema: 60 Prozent beschäftigen sich seit Corona ernsthaft mit dem Haus- oder Wohnungskauf. 68 Prozent sehen Wohneigentum als Altersvorsorge oder eine grundsätzliche Investition in die persönliche Zukunftssicherung. Obwohl 41 Prozent sagen, dass Wohneigentum für sie nach der Erfahrung mit Corona deutlich attraktiver geworden ist, sieht ein genauso großer Anteil auch die Schwierigkeiten der aktuellen Lage auf dem Markt: Aufgrund der hohen Preise für Immobilien und die Gefahr einer möglichen Blase, möchten sich aktuell 41 Prozent kein Wohneigentum leisten.

Die b4p-Trends-Studie gibt es ab sofort hier zum kostenlosen Download.

Über die GIK

Unter dem Dach der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) haben sich die fünf Medienhäuser Axel Springer, Bauer Media Group, Funke  Mediengruppe, Gruner + Jahr und Hubert Burda Media zusammengeschlossen. Sie betreiben gemeinsam die crossmedialen Markt-Media-Studien best for planning (b4p) und best for tracking (b4t), um Kunden und Marktpartnern Daten für ihre Werbeplanung zur Verfügung zu stellen und den Einsatz von Werbemitteln zu evaluieren.

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*Quelle: Medienpanel by Burda, Januar 2022, Basis: n=1.618

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Die eigenen vier Wände als Spiegel der Persönlichkeit: Beim Wohnen geht es um viel mehr als Einrichten und Dekorieren, (c) Shutterstock

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