Bloom & Wild
29.04.2024

Blumen zum Muttertag verschicken – ohne schlechtes Gewissen

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Den Liebsten zaubert jede:r gerne ein Lächeln auf die Lippen. Und wie ist es leichter als mit einem schönen Strauß Blumen? Gerade für den näherkommenden Vater- (9. Mai) und Muttertag (12. Mai) bietet er sich als Geschenk an. Auch wenn man nicht persönlich vorbeischaut. Schließlich können Blumen einfach online bestellt und zum Wunschtermin geliefert werden. Aber geht das überhaupt, ohne seinen ökologischen Fußabdruck rapide zu erhöhen?  

Augen auf bei der Blumenhändlerwahl 

Wie bei jeder Entscheidung lohnt es sich bei der Wahl des Lieferdienstes eine kurze Recherche voranzustellen. Es gibt viele Faktoren, die darauf einzahlen, ob Blumen nachhaltig sind oder nicht. Dazu gehören der Herkunftsort und wie sie dort gezüchtet wurden. Zudem spielen die Konditionen, unter denen Züchter:innen arbeiten, der Transport und das Thema Vorausplanung eine Rolle. Wir haben uns das am Beispiel Bloom & Wild, einem Portfoliounternehmen des Wachstumskapitalgebers Burda Principal Investments, genauer angeschaut. 

Wo kommen die Blumen her ...  

Wer überzeugt ist, dass die Rose oder das Löwenmäulchen möglichst einen kurzen Weg zurückzulegen hat, bis sie bei den Empfänger:innen ankommen, dem erklärt Aron Gelbard, Gründer und CEO des Online-Blumenlieferdienstes Bloom & Wild: „Der CO2-Fußabdruck einer Blume, die in einem wärmeren Klima gezüchtet und eingeflogen wird, ist zwischen vier- bis sechsmal niedriger als der Anbau ähnlicher Blumen in europäischen Gewächshäusern, die mit fossilen Brennstoffen beheizt werden.” Im Gegensatz zu anderen Händlern kauft Bloom & Wild seine Blumen direkt bei den Züchter:innen, von wo aus sie dann zu ihrem Zielort versendet werden. Damit umgeht das Unternehmen bis zu sechs Stationen, die eine Blume zurücklegen würde, bis sie in einem lokalen Geschäft zum Verkauf stünde. Durch den direkten Kontakt zu den Züchter:innen kann Bloom & Wild diesen auch dabei helfen, nachhaltiger zu werden: Sie unterstützen diese beispielsweise mit Tools, zum Messen des CO2-Fußabdrucks und Guidelines für einen nachhaltigeren Anbau. Außerdem zahlt der Online-Lieferdienst Prämien an Arbeiter:innen von Fairtrade-zertifizierten Farmen und unterstützt so gleichzeitig deren Mitarbeiter:innen und Gemeinden. Dieses Geld wird direkt an Arbeitergenossenschaften gezahlt und von diesen verwaltet. Eingesetzt wird das Geld für Bildung, Gesundheit und andere Initiativen. 

... und wie kommen die Blumen bei ihren Empfänger:innen an? 

Kurz gesagt: Gut verpackt in einem Karton. Dieser ist wie sämtliches Verpackungsmaterial in seinem Inneren recyclebar. Geschenkbänder, Grußkarten und Verpackungskartons bestehen aus recyceltem Material und in Summe produziert Bloom & Wild mit der Verpackung keinen Restmüll. Emissionen, die darüber hinaus anfallen, werden kompensiert.  

Was haben Lilien mit Daten und Analysen zu tun? 

Das Thema „Forecasting” spielt bei Bloom & Wild eine wichtige Rolle: „Mit intelligenten Datenteams und -tools können wir den Überschuss auf ein Minimum reduzieren. Das ist ein wichtiger Nachhaltigkeitsaspekt in einer Branche, in der der Überschuss bis zu 40 % betragen kann“, erklärt Aron. „Wie bei jeder Vorhersage liegen wir nicht immer zu 100% richtig. Aber unser monatliches Ziel liegt bei 95%.“ Kombiniert mit ihren kurzen Lieferketten kann Bloom & Wild so den Überschuss deutlich reduzieren. Und wenn doch mal Blumen überbleiben? „Dann ist es unser Ziel, dass sie nicht auf der Mülldeponie landen. Stattdessen veranstalten wir beispielsweise einen Öko-Verkauf oder spenden die Reste für wohltätige Zwecke.” 

Außerdem werden alle Sträuße auf Basis eines Kohlenstoffbudgets entworfen. Dafür berechnet Bloom & Wild die CO2-Emissionen jedes verwendeten Blumenstiels und addiert diese zu den Emissionen der Lieferung. „Wir nutzen diese Budgets, um unseren CO2-Fußabdruck Jahr für Jahr zu verringern”, erklärt Aron. Darüber hinaus gibt es Fairtrade Bouquets, die zu 100% aus Fairtrade Blumen gebunden werden.  

Was ist nun nachhaltig und was nicht? Mehr Transparenz mit B Corp 

Aber wer hat Zeit (und Lust), stundenlang bezüglich all dieser Faktoren zu recherchieren? Eigentlich sollte eine Online-Blumenbestellung ja nicht länger dauern, als zum Blumenhändler seines Vertrauens in der Stadt zu gehen. Die B Corp Zertifizierung ist ein Tool, welches das Ganze vereinfacht: Sie ist eine globale Bewegung von Unternehmen, die alle ihr Bestes tun, um die Welt nachhaltig zu verändern. Das B steht für 'benefit for all', also Nutzen für alle. Seit Kurzem ist Bloom & Wild mit der B Corp international zertifiziert und zeigt damit, dass sie sich für die Menschen und den Planeten stark machen.   

Erreicht hat Bloom & Wild das mit Bravour: „Um sich für den B Corp-Status zu qualifizieren, werden für alle Bereiche der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens Punkte vergeben und die Gesamtpunktzahl muss über 80 liegen. Wir sind stolz darauf, eine Punktzahl von 106,5 erreicht zu haben!” Im Bewerbungsprozess war jedes einzelne Team involviert, was ihn zu einer enormen Gemeinschaftsleistung mache, wie Aron beschreibt. “Es war toll zu sehen, dass es eine echte intrinsische Motivation in unseren Teams gibt, an der Nachhaltigkeit zu arbeiten.” 

Und diese lässt nach bestandener Zertifizierung nicht nach: Alle Teams arbeiten anhand von Quartalszielen daran, die unternehmensweiten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. 

Weitere Informationen zur B Corp und der Nachhaltigkeitsstrategie von Bloom & Wild gibt es hier.

 

 

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