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Bunte
13.11.2017

70 Jahre Bunte

Bunte
13.11.2017

70 Jahre Bunte

Am Freitag, den 10. November, fand auf Einladung von Vorstand Philipp Welte ein Editor’s Lunch anlässlich des Jubiläums von Bunte statt. Europas größtes People-Magazin feiert 2018 sieben Jahrzehnte Leidenschaft für Menschen.

Bei der Veranstaltung in München wurde der 335 Seiten starke Bildband „Bunte Republik Deutschland“ präsentiert, den die ehemalige Chefredakteurin, Patricia Riekel, als Herausgeberin maßgeblich gestaltet hat. An dem Mittagessen nahmen neben Verleger Hubert Burda, Burda-Vorstand Paul-Bernhard Kallen, Geschäftsführern und Chefredakteuren auch prominente Weggefährten wie Uschi Glas, Axel Milberg und Nina Eichinger teil.

Philipp Welte, der 1998 als Geschäftsführer zu Bunte kam, würdigte die über 1.000 Ausgaben von Bunte, die Patricia Riekel in 20 Jahren gemacht hat und die über 681 Millionen Mal verkauft wurden. Ihr Nachfolger, Robert Pölzer, sei ebenfalls ein „leidenschaftlicher und brillianter Blattmacher, der den Erfolg von Bunte weiterschreibt."


Bunte ist heute das mit Abstand erfolgreichste und wirtschaftlich stabilste aktuelle Magazin in Deutschland – der wahre Blue Chip auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt, und der ist der härteste der Welt. Das People-Magazin verkauft pro Woche knapp eine halbe Million Exemplare. Über 4 Millionen Menschen lesen wöchentlich BunteBunte hat auf Facebook mehr als eine Million Fans. Und Bunte.de ist mit über 8 Millionen Nutzern und 33 Millionen Visits die führende digitale Destination für Frauen in Deutschland. Bunte ist dadurch ein Synonym für erfolgreichen People-Journalismus im 21. Jahrhundert."

Philipp Welte, Vorstand


Hubert Burda würdigte in einer emotionalen Rede seinen Vater, den legendären Senator Franz Burda, der den Grundstein für den heutigen Bunte-Erfolg legte. In der Nachkriegszeit suchte sein Vater neue Aufträge und bemühte sich um die Lizenz für ein Magazin namens „Das Ufer“. „Mein Vater musste bei der französischen Kommandantur vorsprechen, um die Genehmigung dafür zu bekommen. Dass er sehr gut französisch sprach, half natürlich und der zuständige General Schmittlein und er wurden schnell Freunde.“ Und aus dem „Ufer“, das eine Art Erziehungsprogramm sein sollte, wurde ein lebensbejahendes Magazin. „Mein Vater erkannte schnell, dass die Menschen sich nach dem Krieg nach Unterhaltung und bunten Geschichten sehnten und nannte die 1948 gegründete Illustrierte 1954 in Bunte um."

Ein kreatives Vorbild für Hubert Burda war der Künstler Andy Warhol, der einst in Offenburg ein Porträt von Aenne und Franz Burda machte.


„Mich interessierte Warhols Pop-Art, in der er Werbung und Medien und Kunst zusammenbrachte. Warhol hat verstanden, was Lifestyle bedeutet. Mit seinem Magazin 'Interview' war er auch Verleger. Und Lifestyle ist einer der größten Märkte für Burda. Mit Andy Warhol kam quasi der Lifestyle von New York in die Bunte.“

Hubert Burda, Verleger


Hubert Burda erinnerte sich in seiner Rede an die Zeit von 1976 bis 1986, in der er selbst Bunte-Chefredakteur war und Menschen wie Udo Jürgens, Mireille Matthieu und Uschi Glas berühmt machte: „Anfangs dachten alle, 'Was will das Büble’, aber ich habe mich durchgesetzt. Und wenn ich zurückblicke, gibt es keinen schöneren Job als Chefredakteur.“ Und er betonte: „Ohne das, was der Senator gemacht hat, stünde ich heute nicht hier!“

Was damals galt, gilt heute auch noch. So erklärte Hubert Burda das Bunte-Erfolgskonzept mit Verweis auf den Netflix-Gründer Reid Hastings. Der sagte: „Du musst den Content machen, mit dem die Leute gerne ihre Zeit verbringen“.

Das Geheimnis dahinter beschreibt auch Georg Franck, Autor des Buches: „Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“. Daraus stammen die folgenden Sätze, die für Hubert Burda wichtig sind: „Was ist angenehmer als die wohlwollende Zuwendung anderer Menschen, was wohliger als ihre teilnehmende Einfühlsamkeit, was wirkt so inspirierend wie begeisterte Zuhörer, was ist so fesselnd wie das Fesseln ihrer Sinne. Was gibt es aufregenderes als einen Saal von gespannter Blicke, was hinreißenderes als der Beifall, der einem entgegen tost. Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen. Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über der Macht, darum verblasst der Reichtum neben der Prominenz.“

Bunte hat viele Prominente über Jahre hinweg begleitet, wie Patricia Riekel, die das Magazin 1997 bis 2016 führte, erzählt. Sie berichtete von der Entstehungsgeschichte der Bunte-Chronik. „Es gab 3.500 Bunte-Ausgaben, nicht digitalisiert, darunter Folianten aus den 50ern, die schon völlig vergilbt und eingerissen waren. Und in jeder Bunte waren 20 große und 30 kleine, spannende Geschichten, an denen wir uns immer wieder festgelesen haben. Es hat sieben Monate gedauert, bis wir uns für die besten entschieden hatten." Und auch heute noch sei Bunte das Barometer, das zeige, welchen Stellenwert man in der Society hat. „In ist, wer drin ist!"

Ein Erfolgskonzept, das Robert Pölzer seit 2016 erfolgreich weiterführt. „Die Bunte, die Hubert Burda geprägt hat, ist das Leitmedium der deutschen Gesellschaft. Ein Gesamtkunstwerk. Und wir sind Handwerker im Dienste der Kunst, zu unterhalten. Die Bunte bietet der Gesellschaft eine Bühne, sie spiegelt die Gesellschaft und sie ist ein Seismograph der Gesellschaft. Die Bunte-Chronik zeigt mir den Weg auf, den Bunte gegangen ist, sie lehrt mich die Sprache der Bunte und sie gibt mir die Tonalität der Bunte in mein Herz. Und mit dieser Leidenschaft, die ich im Herzen trage, werde ich diese Zeitschrift hoffentlich noch lange führen.“ Und er erinnerte daran, wie wichtig dabei die Bereitschaft zur Veränderung und Transformation sei: Für uns gilt: in der Gegenwart aus der Vergangenheit lernen, um für die Zukunft gerüstet sein.“

PDF

Weitere Impressionen & Downloads

Uschi Glas mit Hubert Burda und Patricia Riekel

Andy Warhol und Hubert Burda

Philipp Welte spricht über den Erfolg von Bunte

Steffi Czerny mit Patricia Riekel

Bunte-Chef Robert Pölzer sprach über Bunte als Gesamtkunstwerk

Verleger Dirk Ippen

Pressemitteilung

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