BurdaVerlag Data Publishing
28.01.2026

Exportgut Vertrauen

In Deutschland kennen wir sie gut – im Ausland dagegen fallen sie oft erst beim zweiten Blick auf: unsere Siegel, etwa für „Top Klinik“ oder „Bester Arbeitgeber“. Auch außerhalb der Bundesgrenzen stehen sie längst für Vertrauen, Qualität und Orientierung – manchmal sogar auf Plakatwänden, Bankfilialen oder Supermarkt-Displays. Hinter jeder dieser Empfehlungen steckt ein aufwendiger und fundierter Rechercheprozess– “made in Munich.” Von einem kleinen, internationalen Team mit viel Leidenschaft, Mut und Neugier rund um Silvia Bellavia und Gosia Pottmann.

Die beiden Kolleginnen verantworten, unter anderem, bei der BurdaVerlag Data Publishing GmbH das internationale Siegelgeschäft und sind mit ihren Studien längst über Deutschland hinausgewachsen. Italien, Frankreich und bald auch die Schweiz gehören zu den Märkten, in denen der Verlag Siegel für Arbeitgeber, Banken, Kliniken oder Versicherungen vergibt. Doch was auf den ersten Blick nach „Export“ klingt, ist in Wahrheit viel mehr: kulturelle Übersetzungsleistung, Marktverständnis, Überzeugungsarbeit – und jede Menge Detektivarbeit.

BurdaVerlag Data Publishing goes Italy

Wenn Silvia Bellavia über ihre Arbeit spricht, spürt man sofort: Hier geht es um mehr als Top-Listen und Rankings. Seit Mai 2025 ist sie Country Managerin für Italien, das sie als gebürtige Sizilianerin aus dem Effeff kennt. Gemeinsam mit drei Kolleg:innen – zwei Festangestellten, einer Praktikantin – baut sie das Geschäft weiter aus. Von München aus, mit starken Partnern vor Ort. Einer davon: La Repubblica, eine der renommiertesten Tageszeitungen Italiens. Sie veröffentlicht die Ergebnisse der Studien regelmäßig, digital wie print. 14 umfangreiche Studien, etwa zu Kliniklisten, KFZ-Versicherungen oder Arbeitgebern, sind es aktuell, für die die Kolleg:innen Empfehlungen und Siegel vergeben.

Aber warum vertrauen italienische Unternehmen ausgerechnet einem deutschen Institut? „Weil deutsche Qualität einen exzellenten Ruf hat“, sagt Silvia. Und das Brandenburger Tor im Logo des „Istituto tedesco qualità e finanza“ wirkt dabei ganz bewusst wie ein Gütesiegel. Eine unabhängige Auszeichnung aus Deutschland – das kommt an. So sehr, dass Unternehmen wie Lidl oder Sky Italia in ihren landesweiten Kampagnen gerne mit den Siegeln werben. Mal als Plakat auf dem Mailänder Domplatz, mal im TV-Spot mit Bruce Willis.

Unabhängig, aufwendig, vertrauenswürdig

Unternehmen können sich, genauso wie bei unseren deutschen Top-Listen, nicht für ein Siegel bewerben oder sich gar auf die Liste einkaufen. Das redaktionelle Team entscheidet, für welche Branchen und Themen es recherchiert und welche veröffentlicht werden. Erst, wenn ein Unternehmen das Siegel nach der Veröffentlichung für eigene Werbezwecke nutzen möchte, kann es kostenpflichtig lizensiert werden. „Das sichert unsere Unabhängigkeit“, erklärt Gosia Pottmann, Director Business Development & Innovation der BurdaVerlag Data Publishing GmbH, die das Geschäft mit aufgebaut hat. „Wir machen keine Auftragsstudien, sondern arbeiten datenbasiert und journalistisch objektiv.“

Einen großen Teil der Erhebung übernimmt dabei unser hausinternes Rechercheinstitut FactField. Für spezielle Projekte arbeitet das Team zusätzlich mit externen Dienstleistern. Die Erhebungsmethoden sind immer transparent, nachvollziehbar und als Quelle auffindbar.

In Italien sind Siegel sehr gefragt

Der Unterschied zur Wahrnehmung in Deutschland? Deutlich stärker. Während viele hierzulande ein Siegel nur kurz überfliegen, nehmen italienische Unternehmen es als Auszeichnung mit noch höherer Signalwirkung wahr: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Firmen riesige Outdoor-Kampagnen mit unseren Siegeln starten“, erzählt Silvia. „Der Stolz, als ‚bester Arbeitgeber‘ oder ‚Top-Klinik‘ ausgezeichnet zu sein, ist riesig. In Italien werden die Siegel regelrecht gefeiert.“

Dabei ist das Team selektiv: Die Studien entstehen mit hoher methodischer Präzision, teilweise mit aufwendigen Verfahren wie Mystery Shopping oder tiefer Branchenanalyse. Besonders gefragt: Finanzthemen, Gesundheitsrankings und Arbeitgeberlisten – etwa für Familienfreundlichkeit. Und der Markt wächst.

Frankreich: Gleiche Mission, andere Mechanik

Auch in Frankreich hat die BurdaVerlag Data Publishing inzwischen Fuß gefasst – mit Le Figaro als starkem Medienpartner. Hier ist vieles ähnlich, manches ganz anders: Die Veröffentlichung, z. B. von Top Anwaltslisten, KFZ-Versicherungen oder privaten Zusatzversicherungen, läuft größtenteils digital, über Newsletter mit Hunderttausenden Abonnent:innen. Die meisten Inhalte liegen hinter Paywalls, was zusätzlich Abonnements generiert – auch dank der Burda Siegel.

„In Frankreich ist die redaktionelle Zusammenarbeit noch enger“, erzählt Gosia. „Dort berät die Redaktion von Le Figaro stark bei der Methodik, um maximale Glaubwürdigkeit zu sichern.“ Das Vertrauen in die Inhalte steht immer an erster Stelle – eine Haltung, die das internationale Team mit den Redaktionen teilt.

Was dieses Team auszeichnet

Was Silvia und Gosia mit ihrem Team leisten, ist bemerkenswert. Nicht nur wegen des Erfolgs – sondern wegen der Haltung dahinter. Ihr Anspruch ist, Orientierung zu geben in einem zunehmend unübersichtlichen Markt. Mit Daten, die geprüft sind. Mit Empfehlunslisten, die sich nicht kaufen lassen. Und mit Studien, die für Menschen gemacht sind – nicht für Kampagnen.

Das Listen- und Siegelgeschäft ist international auf Wachstumskurs – bald geht es in die deutschsprachige Schweiz. Doch egal, ob Mailand, Paris oder Zürich: Die Grundidee bleibt dieselbe. Vertrauen schaffen: mit journalistischer Sorgfalt, datengetriebener Recherche und dem Qualitätsversprechen der BurdaVerlag Data Publishing.

Also haltet beim nächsten Italien-Urlaub ruhig mal die Augen offen. Vielleicht seht ihr auf dem Marktplatz mit einem Eis in der Hand ein Siegel – und wisst dann: Das kommt von uns.

Neugierig geworden? Dann klick doch mal rein:

Autor:in
Jasmin Larmache
Editorial Team Lead
jasmin.larmache@burda.com
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