Startup Day'n'Nite
21.01.2018

Der Wille zum Sieg

Startup Day'n'Nite
21.01.2018

Der Wille zum Sieg

Teilnehmer tauchten mit VR-Brillen in digitale Realitäten ab, Startup-Größen drückten sich die Klinke in die Hand und ambitionierte Jungunternehmer stellten sich den harten Fragen der Jury: Gründergeist und Technologie haben bei Burda eine lange Tradition und so folgten rund 600 Teilnehmer dem Ruf der zweiten Startup Day'n'Nite in München. Hubert Burda richtete gegen Ende der Veranstaltung ein paar persönliche Worte an die Anwesenden und betonte, dass der absolute Wille zum Sieg einen erfolgreichen Gründer ausmache.

Networking-Raupe im Kokon

Neben dem Willen zum Sieg ist auch ein gutes Business-Netzwerk wichtig. Aber wie wird aus einem introvertierten Coder ein „Social Butterfly“? Johann Romefort, Tech Evangelist von Stylight, war am Anfang seiner Karriere selbst eher „Raupe“ als „Schmetterling“. Auf der Burda-Startup Day'n'Nite-Bühne berichtete er über seine Transformation zum Netzwerker im Silicon Valley.

Networking-Schmetterlinge

Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin der Bunte und Steffi Czerny, Gründerin der Digitalkonferenz DLD, kamen hingegen bestimmt schon als Networking-Schmetterlinge auf die Welt. Riekel und Czerny gehören zu den am besten vernetzten Frauen Deutschlands und erklärten im Panel „Connect or be Connected“ wie man sich erfolgreich vernetzt. Das wichtigste Learning des Panels: Zuhören, auf Veranstaltungen gehen, sich darauf gut vorbereiten und dort intelligente Fragen stellen!

Gründer und Digital Natives


"Early-Stage-Startups stellen für Burda eine wichtige Zielgruppe dar. Wir wollen frühzeitig Beziehungen mit ihnen knüpfen und Burda in der Startup-Community etablieren. Hierfür hat das Burda Bootcamp mit der Startup-Konferenz eine wertvolle Plattform geschaffen. Das hilft uns vor allem, Burda als ein modernes, dynamisches Unternehmen zu positionieren und Gründer sowie Digital Natives persönlich anzusprechen“.

Stefan Winners, Burda Digitalvorstand, erklärt das Ziel der Startup Day'n'Nite


Wie ein erstes Date

Wie ticken Investoren und was muss ein Startup tun, um potenzielle Kapitalanleger von sich zu überzeugen? Jennifer Lachman (Xing News), ging in einem Panel dieser Frage auf den Grund und entlockte Stefan Winners (Burda Digitalvorstand), Christoph Braun (Acton Capital Partners) und Markus Englert (Texas Atlantic Capital) wichtige Tipps, mit denen Startups beim Pitch punkten können. In einem Punkt waren sich alle einig: Am wichtigsten ist das Gründerteam. Darauf achten Investoren besonders. Schließlich könne auch die beste Idee nicht gedeihen, wenn das Team dahinter nicht funktioniert. Ein Startup-Pitch sei wie ein erstes Date, man sollte natürlich bleiben und vor lauter Aufregung nicht den Humor verlieren.

Einfach machen!

Der erfolgreiche Serial Entrepreneur Thomas Bachem fackelt bei der Umsetzung von Business-Ideen nicht lange rum. Er rief den Anwesenden sein Motto von der Bühne aus zu: „Just do it!“. Und sein Erfolg gibt ihm Recht. Der Gründer des Video-Portals Sevenload, Lebenslauf.com und der Code University in Berlin beweist, dass sich eine schnelle Umsetzung von Ideen bezahlt macht. „Startups sollten sich lieber mit einem unfertigen Prototypen und einer perfekten Geschäftsidee bewerben, als mit einem perfekten Prototypen und einer unfertigen Idee“, ermahnte Bachem die anwesenden Gründer. Sie sollten ihre Prioritäten setzen und „einfach machen!“.

Spring ins Wasser!

Investor-Legende Yossi Vardi berichtete anschließend von den Erfahrungen, die er bei den insgesamt 86 Investments in seiner Karriere gesammelt hat und rief die Anwesenden dazu auf, ihre eigenen Business-Erfahrungen zu machen. Man könne nicht von den Fehlern Anderer lernen, weil man als Außenstehender den Schmerz des Scheiterns nicht spüre. Deshalb solle man selbst ins kalte Wasser springen, hart arbeiten und, wenn es nicht funktioniert, den Mut haben, eine Geschäftsidee auch wieder loszulassen.

Lessons from starting up in Silicon Valley

Bei einem Fireside Chat sprachen Florian Leibert, CEO von Mesosphere, und Burdas Digitalvorstand Stefan Winners über die Unterschiede der Gründerszene in Deutschland im Vergleich zum Silicon Valley. Im Gegensatz zu Deutschland ist in den USA viel mehr Kapital im Markt und es gibt mehr große Unternehmen, die in kleine Startups investieren. Ein weiterer bedeutender Unterschied ist, dass die Mentalität im Silicon Valley Startup-freundlicher sei - scheitern und sich davon nicht entmutigen lassen sei dort viel selbstverständlicher. Auf Winners Frage, ob sich Leibert vorstellen könne, in Deutschland zu gründen, antwortete er: „Wenn, dann würde ich in Berlin ein Startup gründen. Die deutsche Hauptstadt eignet sich hervorragend für Consumer-Startups.“ Generell habe Deutschland viele Talente, die aus Recruiting-Sicht sehr interessant sind.

Nicht klammern, sondern anpassen!

Der Gründer des Cliqz-Browsers Jean-Paul Schmetz kommt aus einer Entrepreneur-Familie und so wurde ihm das Gründer-Gen wohl schon in die Wiege gelegt. Neben allen Freiheiten, die ein selbständiger Unternehmer genießt, gibt es aber auch ganz typische Fallen, in die viele Startups immer wieder tappen. Viele Gründer gehen davon aus, dass ihr ursprünglicher Plan funktioniert. Anstatt flexibel zu bleiben, klammern sie sich an ihre Geschäftsidee und versäumen es dabei, ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter an die sich ändernden Umstände anzupassen.

Let's get physical

„Endlich ein Produkt, das man in die Hand nehmen kann“, das rief ein Investor 2005, als er die Idee von My Müsli zwischen Software-Startups bei einer Veranstaltung entdeckte. Zwölf Jahre später hat der Gründer Max Wittrock deutsche Startup-Geschichte geschrieben. In einem Panel mit Startups, die ebenfalls „Produkte zum Anfassen“ entwickeln, besprach Wittrock die Ideen von Judith Gampe (Nova Products), Jenny Müller (Die frische Manufaktur) und Georgi Khubua (Solos Mirrors).

Relevant, inspirierend und “Hands on”


„Mit unserem neuen Konferenzformat Startup Day'n'Nite verfolgen wir das klare Ziel, die Münchner Startup-Community zu pushen und mit relevanten, inspirierenden und spannenden 'Hands on'-Themen zu bereichern. Unsere Besucher werden einen greifbaren Mehrwert mit nach Hause nehmen können."

Natalia Karbasova, Head of Burda Bootcamp


Von 0 auf 120

Von 0 auf 120 Mitarbeiter: Den „Kulturschock“, der einsetzt, wenn man eine bestimmte Unternehmensgröße erreicht, kennt Marc Al-Hames, Geschäftsführer bei Cliqz, nur zu gut. Die ersten 20 Mitarbeiter fungieren als Vorbild für die Kollegen die später dazukommen, deshalb müsse man bei ihrer Auswahl genau aufpassen. Für ihn spielt die Leidenschaft neuer Bewerber eine besondere Rolle. Denn nur mit Leidenschaft und mit gemeinsamen Werten kann man ein gutes Team aufbauen.

Pitch Competition

Am Ende der Startup Day’n‘Night pitchen zehn Startups um die Gunst der Jury, bestehend aus Christian Teichmann (BurdaPrincipal Investments), Nina Zimmermann (BurdaStudios) und Thomas Bachem (Code University). Sie kürten das Startup "The Female Company" zum Gewinner der traditionellen Pitch Competition.

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Weitere Impressionen & Downloads

Die Jury der Pitch-Competition, bestehend aus Thomas Bachem, Nina Zimmermann und Christian Teichmann, scheute sich nicht, die Produkte der Startups direkt zu testen

Zahlreich anwesend und gut gelaunt: Das Publikum vor der Main Stage

Mit Investitionen in 86 Startups gilt Yossi Vardi (DLD) als absolutes Urgestein und Profi im Bereich Unternehmertum. Aber nicht nur sein Wissen, auch sein Unterhaltungswert auf Bühnen ist bereits nahezu legendär

Sowohl unterhaltsam im Panel auf der Bühne, als auch interessiert in den Zuschauerrängen: Die ehemalige Chefredakteurin und Herausgeberin der Bunte, Patricia Riekel

Die glücklichen Gewinnerinnen Ann-Sophie Claus & Sinja Stadelmaier von The Female Company überzeugten die Jury mit ihrem Startup rund um individuelle Tampons von Frauen für Frauen

Nahezu das ganze Programm aus Panels, Keynotes, Talks und Workshops wurde mit Facebook Live an die Interessierten übertragen, die kein Ticket ergattern konnten

In der Networking Area präsentieren die Gründer von 10 ausgewählten Startups, mit welchen innovativen Ideen sie die Gäste und den Markt überzeugen wollen

Ein Thema, das nicht nur Startups bewegt: Was tun, wenn Giganten wie Facebook & Co dein Unternehmen zerstören wollen. Michael Brehm (Redstone VC) erteilte den Zuhörern wichtige Ratschläge

Zahlreich anwesend und gut gelaunt: Das Publikum vor der Main Stage

Mit seinen Erfahrungen als Gründer von Sevenload und Code University konnte Speaker Thomas Bachem auf der Bühne überzeugen

Auf der Workshop Stage wurden alle Zuhörer in gemütlicher und intimer Atmosphäre aktiv in die Themen eingebunden und zum Mitmachen animiert

Gelöste Stimmung nach der Talkrunde: Burda Vorstand Stefan Winners und Natalia Karbasova, Host der Startup'Day'n'Nite

Die 16 unterschiedlichen Programmpunkte auf der Main Stage wurden immer begleitet von Lichteffekten und Musik

Auf der Workshop Stage wurden alle Zuhörer in gemütlicher und intimer Atmosphäre aktiv in die Themen eingebunden und zum Mitmachen animiert

Direkt von DLD angereist, gibt Hubert Burda vor gut gefülltem Raum seine Anekdoten über seine größten Fehler zum Besten

Großer Ansturm zur Keynote von Max Wittrock. Der erfolgreiche Co-Gründer von My Müsli gab einiges von seinem Wissen preis

Mit Johann Romefort von Stylight und seinem Vortrag zum Thema Network Gene startete das Programm der Startup Day’n’Nite

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