HolidayCheck
07.03.2024

Deutsche sind offen für nachhaltiges Reisen

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Die Deutschen zeigen sich offen für nachhaltiges Reisen und sind auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Das zeigt eine aktuelle Studie des Online-Buchungs- und Bewertungsportals HolidayCheck. Allerdings wissen die Reisenden noch viel zu wenig über die Möglichkeiten des nachhaltigen Reisens.


Nachhaltigkeit muss in der Mitte der Gesellschaft ankommen. Genauso selbstverständlich wie es Bio-Produkte inzwischen beim Discounter gibt, sollten Urlauber:innen die Möglichkeit haben, einfach und unkompliziert nachhaltige Reisen zu buchen.

Nina Hammer, Pressesprecherin bei HolidayCheck


Überall wird gespart, aber nicht am Urlaub: 70 Prozent der Deutschen planen in diesem Jahr zu verreisen – für ein langes Wochenende oder auch für eine längere Zeit. Das beliebteste Ziel: Deutschland, vor Italien (27 Prozent), Skandinavien (24 Prozent), Österreich und der Schweiz (21 Prozent). Dazu passt auch das am häufigsten genannte Verkehrsmittel, um an den Urlaubsort zu kommen: Das Auto.

Die Studie zeigt, dass das Interesse am nachhaltigen Reisen vorhanden ist und die Deutschen sich auch bereit zeigen, mehr Geld dafür auszugeben. Knapp die Hälfte der Befragten würde für Nachhaltigkeit beim Reisen einen Aufpreis zahlen. Besonders hoch ist die Bereitschaft in der jüngeren Zielgruppe. Die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen würde sogar bis zu 20 Prozent und mehr des Gesamtreisepreises für Nachhaltigkeit auszugeben.

Reiseplanung im Wandel: Sicherheit und Nachhaltigkeit werden vor Sehenswürdigkeiten priorisiert

Nach der Relevanz einzelner Aspekte im Rahmen der Reiseplanung gefragt, geben die Deutschen an, dass ihnen eine intakte Natur am Reiseziel (85 Prozent), die Sicherheit vor Naturkatastrophen (80 Prozent) und die Sicherheit vor extremen Wetterereignissen (79 Prozent) wichtig sind. Diese nennen sie beispielsweise noch vor den Sehenswürdigkeiten (79 Prozent) oder den Sport- und Freizeitmöglichkeiten vor Ort (48 Prozent). Mehr als die Hälfte der Reisenden würde demnach bestimmte Reisegebiete, die in den letzten Jahren mit extremen Wetterereignissen konfrontiert waren, sowie bestimmte Reisemonate wegen zu großer Hitze und Brandgefahr von vornherein meiden. Verglichen mit dem eigenen Reiseverhalten der letzten Jahre legt knapp die Hälfte der Befragten heute mehr Wert auf Nachhaltigkeit bei der Wahl des Reiseziels und des Transportmittels. Nur 13 Prozent interessieren sich überhaupt nicht für Nachhaltigkeit beim Reisen.

Es gibt Aufklärungsbedarf bei deutschen Reisenden

Welche Möglichkeiten Reisende haben, ihren Urlaub nachhaltig zu gestalten, ist vielen Deutschen noch nicht klar. Fast ein Viertel (24 Prozent) gibt an, dass sie keine nachhaltigen Reisemöglichkeiten kennen. Das verdeutlicht, wie groß der Informationsbedarf in der Bevölkerung ist und Aufklärungsbedarf seitens der Reisebranche besteht. Nur knapp 20 Prozent der Befragten wissen, dass sowohl Unterkünfte als auch Verkehrsmittel und Pauschalreiseanbieter nachhaltige Zertifizierungen anbieten. Die verschiedenen Zertifizierungs- und Gütesiegel in der Reisebranche sind allerdings 61 Prozent der Befragten gänzlich unbekannt. Auch die Möglichkeit, CO2-Emissionen von Unterkünften und Transportmitteln zu kompensieren, kennt nur knapp ein Viertel der Befragten.

Umdenken beim Reisen

Die Möglichkeiten, eine Reise nachhaltiger zu gestalten, sind vielfältig. Das kann der künftige Verzicht auf eine Kreuzfahrt sein, wie es für zwei Drittel in Frage käme, oder der Verzicht auf eine Flugreise bzw. diese durch andere Verkehrsmittel zu ersetzen. Das gibt mehr als die Hälfte der Befragten an. Genauso viele können sich vorstellen, längere Autoreisen zu vermeiden. Auf den weiteren Rängen folgen Nachhaltigkeitszertifizierungen bzw. -labels für Unterkünfte, beim Pauschalreiseveranstalter und beim Transportmittel. CO2-Kompensationszahlungen von Transportmitteln und Unterkünften rangieren auf den hinteren Plätzen. Gründe, sich gegen eine CO2-Kompensation zu entscheiden, sind folgende: Die Reisenden wissen nicht, wofür der Aufpreis der CO2-Kompensation verwendet wird, und sie haben nicht das Gefühl, durch die Buchung eines nachhaltig gekennzeichneten Angebots etwas bewegen zu können. Oder sie wollten sich beim Reisen schlichtweg nicht mit dem Thema Klimaschutz beschäftigen. Fast zwei Drittel der Befragten finden es schwierig, herauszufinden, wie sie ihre Reisen umweltfreundlicher gestalten können. Für drei Viertel der Befragten bedeutet Reisen einfach eine Belohnung für das, was übers Jahr geleistet wird, und man möchte sich in der Zeit nicht zwingend mit Umwelt- und Klimaschutz befassen.

Gemeinsame Verantwortung von Anbietern, Politik und Reisenden wird gefordert

Unter allen Befragten zeigt sich aber auch, dass sie bei dem Thema nicht nur sich als Reisende:n in der Pflicht sehen: Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass alle gemeinsam – also Reiseanbieter, Politik und Reisende – die Verantwortung für nachhaltiges Reisen übernehmen sollten. Die Gruppe wünscht sich jedoch mehr Informationen darüber, wie Urlaub umweltfreundlich gestaltet werden kann und würde bevorzugt bei Anbietern buchen, die nachhaltigen Urlaub anbieten.

Mehr Informationen zu CO2-Kompensationen auf Reisen erhalten Interessierte hier.

Weitere Details zur den Studienergebnissen finden Sie auf der Seite von HolidayCheck.

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