Focus Inner Circle
20.06.2017

Die Zukunft im Focus

Focus Inner Circle
20.06.2017

Die Zukunft im Focus

Welche Rollen spielen Banken künftig? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die hiesige Wirtschaft aus? Und welche Reformen braucht Deutschland? Über diese und weitere Fragen diskutierten Focus-Chefredakteur Robert Schneider und Jörg Harlan Rohleder (stellv. Chefredakteur) am Montagabend mit Sahra Wagenknecht (Die Linke) und Jürgen Fitschen (Senior Advisor Deutsche Bank) beim Focus Inner Circle. Zum zweiten Mal im Wahljahr 2017 hatte das Nachrichtenmagazin in die Berliner König Galerie geladen, um mit Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft ein aktuelles Thema zu besprechen.

Zukunft: positiv oder negativ besetzt?

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stand der Begriff der Zukunft. Wagenknecht konstatierte zu Beginn, Zukunft solle eigentlich immer noch positiv belegt sein. Die Digitalisierung sei grundsätzlich eine große Chance, weil heute weniger Arbeit mehr Wohlstand erzeugen könne – ein Teil der Gesellschaft steige allerdings ab und habe Angst vor Altersarmut oder Jobverlust. Wohlstand für alle Menschen solle wieder das Credo der Politik sein, forderte Wagenknecht. Fitschen ergänzte, Zukunft sei nichts, was jetzt erfunden werde – die Frage nach der Zukunft sei immer gestellt worden, und es habe immer die Gewissheit gegeben, dass Zukunft anders sein werde. Heute verspürten viele bei der Beantwortung dieser Frage aber häufiger Unsicherheit als in der Vergangenheit. Hier waren sich Wagenknecht und Fitschen einig.

Trotz des Fokus‘ auf den Zukunftsbegriff warfen Schneider, Rohleder, Wagenknecht und Fitschen auch einen Blick zurück auf Ereignisse wie die Finanzkrise und deren komplexe Hintergründe. Die Auswirkungen der Krise, die Rolle von Banken in der heutigen Wirtschaftswelt und die Frage nach ihrer Absicherung in den Jahren nach der Krise standen hier im Mittelpunkt der Diskussion. Aber auch die aktuelle Tagespolitik spielte eine Rolle – zum Beispiel, als der Blick nach Frankreich schwenkte. Die Runde diskutierte, welche Auswirkungen die Wahl Macrons für Europa und Deutschland haben könnte. Dass sie Deutschland eine ganze Menge kosten könne, gleichzeitig aber eine große Chance für ganz Europa sei, war eine der Antworten. Zum Abschluss des Focus Inner Circle diskutierten Wagenknecht und Fitschen die Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Arbeitswelt hat.

Focus Inner Circle wurde live übertragen

Die gesamte Podiumsdiskussion wurde per Livestream unter anderem auf Facebook übertragen, das Video können Sie sich hier ansehen. Unter den Gästen des zweiten Focus Inner Circle im Jahr 2017 waren Renault-Vorstand Martin Zimmermann, Staatssekretär Thomas Silberhorn, Judith Borowski von Nomos Glashütte, Journalistin Tita von Hardenberg, die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, Schauspieler Friedrich Liechtenstein und Künstler Hoosen.

In der ersten Ausgabe des Focus Inner Circle im Jahr 2017 hatten BurdaNews-Geschäftsführer Burkhard Graßmann und Focus-Chefredakteur Robert Schneider zur Podiumsdiskussion über die Zukunft Europas geladen – damals waren FDP-Chef Christian Lindner und Unternehmensberater Roland Berger zu Gast.

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Galerie - Inner Circle 2017 2

Sahra Wagenknecht (2.v.l.) und Jürgen Fitschen (2.v.r.) im Gespräch mit Jörg Harlan Rohleder (r.) und Robert Schneider (l.) beim Focus Inner Circle am 19.06.17 in Berlin

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Zum zweiten Mal im Wahljahr 2017 hatte das Nachrichtenmagazin in die Berliner König Galerie geladen, um mit Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft ein aktuelles Thema zu besprechen

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Sahra Wagenknecht (Die Linke) konstatierte zu Beginn, Zukunft solle eigentlich immer noch positiv belegt sein. Die Digitalisierung sei grundsätzlich eine große Chance, weil heute weniger Arbeit mehr Wohlstand erzeugen könne – ein Teil der Gesellschaft steige allerdings ab und habe Angst vor Altersarmut oder Jobverlust. Wohlstand für alle Menschen solle wieder das Credo der Politik sein, forderte Wagenknecht

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Jürgen Fitschen von der Deutsche Bank ergänzte, Zukunft sei nichts, was jetzt erfunden werde – die Frage nach der Zukunft sei immer gestellt worden, und es habe immer die Gewissheit gegeben, dass Zukunft anders sein werde 

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Robert Schneider, Jürgen Fitschen, Sebastian Doedens, Claudio De Luca beim Focus Inner Circle 

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Jan Schäfer und Staatssekretär Thomas Silberhorn

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Renault-Vorstand Martin Zimmermann gemeinsam mit Sandra Janßen

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Sebastian Doedens (Burda) und die Journalistin Tita von Hardenberg

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Der Künstler Hoosen in der Berliner König Galerie

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

Schauspieler Friedrich Lichtenstein war auch unter den Gästen 

(c) Benjamin Zibner/Hubert Burda Media

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