Eine Konferenz – zwei Kernthemen: Vom 9. bis 11. September lädt die DLD zum ersten DLD Future Hub: Impact of AI. Im Fokus stehen die großen Herausforderungen und Chancen unserer Zeit: Eine nachhaltige Wirtschaft und KI.
Neue Möglichkeiten im Gesundheitssektor, die industrielle Transformation und Veränderungen im Verlagsbereich – kein Bereich bleibt heutzutage unberührt von KI. Ihre Transformationskraft, Auswirkungen und Grenzen sowie die konkrete Mensch-KI Beziehung standen im Mittelpunkt des DLD Future Hub: Impact of AI. Auf der Konferenz, die vom 9. bis zum 11. September im Amerikahaus in München stattfand, teilten internationale Expert:innen aus Politik, Technologie, Wissenschaft und Kultur ihre Perspektiven und diskutierten Lösungen für die Herausforderungen unserer Zukunft.
„Bei der DLD geht es nicht nur um Business, sondern um das große Ganze: KI verändert alles, eröffnet neue Möglichkeiten und sie bringt uns einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft näher”, rief Steffi Czerny, DLD-Gründerin, den Teilnehmer:innen zu. „Die nächsten drei Tage sind ein Aufruf zum Handeln, denn Zirkularität und KI sind untrennbar miteinander verbunden. Hier eröffnen wir Zukunftsperspektiven.“
Die BAIOSPHERE Days (10. und 11.9.), veranstaltet von Co-Hosts DLD und dem bayerischen KI-Netzwerk BAIOSPHERE, widmeten sich der KI, ihrer Bedeutung für Unternehmen, Gesellschaft und jede:n einzelnen. Stefan Mesken, Chief Scientist von DeepL sprach über den Aufbau KI-gestützter Organisationen während Obamas ehemaliger Redenschreiber Terry Szuplat auf die Bedeutung des Menschen mit seinen Visionen und Werten in Zeiten der KI einging. Die menschliche Resilienz und deren Stärkung vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklungen beleuchtete der US-amerikanische Autor Douglas Rushkoff. Außerdem kamen die beiden Co-Vorsitzenden des bayerischen KI-Rats auf die Bühne: Fabian Theis (Helmholtz Munich) mit einem Talk darüber, wie Wissenschaft durch KI weiterentwickelt wird. Björn Ommer (LMU) stellte die transformative Kraft von KI heraus, die den Wandel von der Informations- zur Wissensgesellschaft vorantreibt. Nicholas Zamiska von Palantir Technologies forderte eine enge Kooperation von Staat und Wirtschaft bei Sicherheit, Gesundheit und Terrorismusbekämpfung.
Eröffnet wurden die beiden Tage am Mittwochmorgen vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der die Konferenz als innovative und inspirierende Zukunftswerkstatt hervorhob: „KI steht noch am Anfang und wird ein revolutionärer Schritt für die Menschheit, der alles verändern wird. Als Freistaat wollen wir ganz vorne dabei sein: Darum brauchen wir eine bayerische KI-Gigafactory – eine ideale Verbindung zu unseren Kernkompetenzen im Bereich Maschinenbau, Automobil, Life Science und Luft- und Raumfahrt. So bleiben die Farben der Zukunft weiterhin weiß-blau! Aber Europa darf nicht wieder mutlos und bürokratisch sein. Es braucht einen Freedom Act für KI – für mehr Freiheit in der Forschung."
Die Bedeutung von KI für den Standort Europa thematisierte Eva Maydell, Mitglied des Europäischen Parlaments. Sie hob in ihrer Keynote das Zusammenspiel von Innovation und Strategie für mehr Wettbewerbsfähigkeit heraus: „Europa muss das KI-Wettrennen nicht gewinnen, indem es als erstes etwas macht – es kann gewinnen, indem es das richtige tut.”
Angesichts aktueller geopolitischer Spannungen stand Europas Stärke auch auf dem Circular Day (9. September), gemeinsam kuratiert von der internationalen Innovations-Community DLD und BMW, auf der Agenda. Benedikt Franke von der Münchner Sicherheitskonferenz plädierte für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit: „Wir agieren in einem Umfeld der Unsicherheit. Nur eines ist sicher: Wir sind verwundbar. Dessen müssen wir uns bewusst werden und versuchen dieses Risiko zu verringern.” Er nannte alternative Lieferketten und die gleichberechtigte Einbindung aller Länder als Lösungsansätze.
Der Tag zeigte interdisziplinär, wie die Kombination von KI und Kreislaufwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit führt. Yossi Matias, Vice President von Google stellte in diesem Zusammenhang heraus, wie wichtig es ist, KI kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Unser Ziel ist es, generative KI effizienter und nachhaltiger zu machen.” Außerdem auf der Bühne waren der italienische Architekt Stefano Boeri, Valencias Stadträtin Paula Llobet Vilarrasa und Ke Wang vom World Resources Institute.
Auf dem Circular Day und den BAIOSPHERE Days setzte DLD gemeinsam mit den Partnern die großen Themen unserer Zeit in den Fokus. Mit den BAIOSPHERE Days knüpften DLD und die bayerische KI-Agentur an die DLD Munich 25 an, die im Januar das zwanzigjährige Jubiläumsjahr der DLD einläutete. Nach einem halbtägigen BAIOSPHERE Track zu Beginn des Jahres, standen nun an zwei Tagen die Vernetzung bayerischer und internationaler Kompetenzen im Fokus.
Was der DLD Future Hub: Impact of AI mit rund 1.000 Teilnehmenden an drei Tagen eindrucksvoll zeigte: Neue Synergien sind nicht nur Voraussetzung für einen starken Technologie-Standort Bayern und Europas Unabhängigkeit. Sie sind notwendig, um die Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich angehen zu können.
Bildmaterial zum DLD Future Hub: Impact of AI finden Sie hier: DLD Future Hub 2025
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