BurdaForward
30.03.2021

Focus Online wird konstruktiver mit Künstlicher Intelligenz

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Als erstes deutsches Nachrichtenportal nutzt Focus Online ein inhouse entwickeltes, auf künstlicher Intelligenz basierendes Tool, um seine Inhalte nachhaltig konstruktiver zu gestalten. Der „Constructive Score“ fungiert als neue Metrik im redaktionellen Alltag von Focus Online und gibt der BurdaForward-Marke live Aufschluss darüber, wie lösungsorientiert die Inhalte auf dem Portal gestaltet sind. Mit Erfolg: Allein auf der Focus Online-Homepage sind die Beiträge seit dem Livegang des Scores in der Mitte des vergangenen Jahres um mehr als 10 Prozent in ihrer Konstruktivität gestiegen.

KI liefert neue Good-News-Metrik

Ein Inhalt ist dann erfolgreich, wenn er wertvoll für den Leser ist. Diesem Grundsatz folgend haben Journalisten, KI-Experten, Software-Entwickler und Data-Analysten bei BurdaForward den „Constructive Score“ entwickelt. Seit knapp sechs Monaten wird bei dem Publishing-Haus mithilfe des neuen Indikators ein tieferes Verständnis dafür geschaffen, wie konstruktiv die veröffentlichen Inhalte auf Artikel-Ebene und für den Gesamtauftritt von Focus Online sind. Er ist, neben klassischen Metriken wie Unique User oder Visits eine relevante Kennzahl für die Erfolgsbeurteilung eines Beitrags. Stimmt der Index nicht, so optimieren Redakteure den Inhalt, wenn sie journalistisch sinnvolle Möglichkeiten sehen, ihn konstruktiver zu verfassen.

Dem Livegang des KI-Tools hinter dem „Constructive Score“ geht monatelange Vorarbeit voraus. Knapp 10.000 redaktionelle Beiträge, Teaser und Headlines wurden von den Teams der BurdaForward auf ihre Lösungsorientierung geprüft und entsprechend eingestuft. Nach dem Einspeisen dieser Inhalte konnte die Maschine über Monate hinweg lernen, welche Auswirkungen einzelne Wörter, Wortreihenfolgen oder semantische Kombinationen auf die Konstruktivität eines Artikels haben. Redaktionelle Beiträge, die eine kritische Würdigung, einen Blick nach vorn oder eine Perspektive aufzeigen, lassen den Score steigen. Die innovative Metrik weist auch darauf hin, wenn beispielsweise eine Headline negativer als der Inhalt eines Beitrags formuliert ist. Durch die Kombination des Scores mit einem neuen „Live-Feedback“, das Focus Online von seinen Nutzern einholt, kann das Unternehmen Artikel so optimieren, dass sie den größtmöglichen Sinn und Wert für ihre Leser haben. Für dieses Feedback-Feature, das sich gerade im Roll-out befindet, werden die User mittels einer Skala gefragt, wie hilfreich sie einen Inhalt fanden.

„Wir werden, was wir messen“

Konstruktiver Journalismus ist bei BurdaForward seit Jahren fest in der Organisation verankert. Um kontinuierlich besser und lösungsorientierter zu werden, arbeitet ein integriertes Team aus Produktentwicklung, Redaktion und Vermarktung ausschließlich an der Verbesserung der Konstruktivität auf den Websites. Welchen Wert diese Arbeit für viele Menschen besitzt, wurde im letzten Jahr eindrucksvoll deutlich. In den ersten drei Lockdown-Monaten stieg die Wahrnehmung konstruktiver Inhalte auf Focus Online sprunghaft: Im November 2019 registrierten bereits 27 Prozent der Nutzer konstruktiven Journalismus auf den Websites der BurdaForward bewusst, fünf Monate später waren es bereits 42 Prozent.


„Der Wunsch nach neuen Sichtweisen und Lösungen war nie größer als in der aktuellen Situation. Deshalb müssen wir uns einmal mehr täglich fragen: Was können wir für die Menschen tun? Es ist Zeit für ein Umdenken im redaktionellen Alltag und der Art und Weise, wie wir Erfolg messen. Mit dem Konstruktiv-Score konzentrieren wir uns auf das, was die Gesellschaft und jeden Einzelnen nach vorne bringen kann. Ich bin froh, dass wir unser Daily Doing mehr und mehr nach denjenigen ausrichten, die es erreichen soll und bin überzeugt davon: Wir werden, was wir messen.“

Florian Festl, Chefredakteur Focus Online


 

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Florian Festl, Chefredakteur von Focus Online (c) Focus Online

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