FactField
28.04.2022

#Frag den Chef: Volker Bernhardt

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Wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hat bereits die erste Hürde im Bewerbungsverfahren überwunden. Wie kann man sich nun auf dieses Gespräch vorbereiten? Wie tickt der oder die zukünftige Chefin? Die Serie #Fragden Chef beantwortet diese Fragen und bietet bereits vorab einen Einblick in die Arbeit der Abteilung.

Heute steht uns Volker Bernhardt, Director FactField im BurdaVerlag, Frage und Antwort.

FactField wurde 2020 als Recherche-Institut für fundierte Datenerhebung und Datenanalyse gegründet. Die Focus-Ärzteliste, die Klinikempfehlungen und Studien über Top-Arbeitgeber zum Beispiel basieren auf Ihren Analysen. Wie helfen Ihre Studien den Menschen?

FactField wurde gegründet, um unabhängigen, nutzwertigen Datenjournalismus hoher Qualität zu ermöglichen. Wir unterstützen die Menschen bei den wirklich wichtigen Entscheidungen Ihres Lebens und geben Orientierung in sonst undurchschaubaren Märkten: Zu welchem Arzt oder zu welcher Klinik gehe ich mit meinem chronischen Leiden? Gibt es auch gute ambulante Rehas? Welcher Arbeitgeber passt zu mir? Der Umgang mit Daten ist unsere Leidenschaft. Und Focus als Medienmarke kennt und vertraut in Deutschland ja fast jeder.

Sie sind bereits seit neun Jahren bei Burda – wie würden Sie den Spirit bei Burda beschreiben?

Ich kenne das Unternehmen sogar noch länger, weil ich mit 20 Jahren das Glück hatte, ein Praktikum im Verlegerstab zu bekommen. Dabei habe ich auch Hubert Burda kennengelernt. Ich fand die Persönlichkeit des Verlegers faszinierend, weil ich auch ein Verleger, wenn auch ein viel kleinerer, war. Mein Projekt war eine Stadtzeitung in Darmstadt. Und damals wie heute gilt: Bei Burda ist kein Tag wie der andere. In den vielen Jahren hatte ich nie ein ‚Boreout‘. Ich finde ich die unternehmerische Haltung spannend, die hier im Konzern eingefordert und gefördert wird. Wir sind eben alle nicht nur Rädchen in einem großen System, sondern handeln alle in unseren Einheiten eigenverantwortlich unternehmerisch. Ich persönlich habe bei Burda immer die Offenheit verspürt, neue Dinge zu tun und nicht stehenzubleiben. Diese Bereitschaft, auch mal kalkuliert ins Risiko zu gehen, schätze ich sehr. Darum konnten wir in den letzten Jahren dann auch so erfolgreich wachsen. Wir sind jetzt 25 Leute und suchen derzeit noch 10 neue Kolleg:innen.

Was macht FactField als Arbeitgeber für Bewerber:innen attraktiv?

Das geniale Teamwork und die besonders hohe Dichte an fachlich wie persönlich exzellenten Kollegen. Wir sind sehr erfolgreich, haben seit unserer Gründung 80 Stellen geschaffen und vereinen Expert:innen auf ihren jeweiligen Gebieten: In der IT, der Data Science, dem Research und dem Projektmanagement. Unser Plus bei Burda allgemein und der FactField ist die große Selbstständigkeit, der hohe Freiheitsgrad in der Gestaltung und die unternehmerische Haltung.    

It’s all about data: Wie sollten Bewerber ticken, die sich als Research Analysts, Data Scientists, Full Stack Developer oder Projektmanager für Recherche, Marktforschung, Datenerhebung und Data Science interessieren?

Sie brauchen ein Faible für die Arbeit mit Daten – in allen Bereichen. Sie sollten gut strukturiert sein und eine hohe konzeptionelle Kompetenz mitbringen. Ein offenes Mindset, eine IT-Affinität und das Interesse an Neuem in unserem wachsenden Bereich. Ein Großteil des Teams hat eine akademische Karriere absolviert und Methodenkenntnisse aus einer Promotion. Im Health-Team ist eine Affinität zum Health-Sektor hilfreich: Viele Kolleginnen oder Kolleginnen haben bereits in der Versorgungsforschung, bei Stakeholdern wie dem Medizinischen Dienst oder in der klinischen Forschung Erfahrungen gesammelt. In unserem Business-Team ist vor allem Knowhow in der Markt- und Meinungsforschung von Vorteil. In den Teams IT und Data Science erfüllen erfolgreiche Bewerber einen bestimmten ‚Tech Stack‘, kennen sich also mit bestimmten Tools und Programmiersprachen aus. Und: Neben der rein fachlichen Qualifikation ist für uns entscheidend, ob der Bewerber im Anschreiben auf Burda, FactField und den konkreten Job eingeht. Das ist – obwohl eigentlich selbstverständlich – oft nicht der Fall, bringt aber ein dickes Plus in den Bewerbungsunterlagen, wenn der Bezug und die Motivation klar herauskommen.

Worauf achten Sie bei Bewerbungsunterlagen? Und wie sieht der Bewerbungsprozess bei Ihnen aus?

Bei den Unterlagen achte ich immer auf das Gesamtbild und darauf, ob ein Bezug zur Position hergestellt wird. Inwiefern passt ein Bewerber zu uns und warum bewirbt er sich gerade auf diese Stelle? Wir führen grundsätzlich zwei zeitnahe Interviews. Dabei interviewen immer jeweils zwei FactField-Experten einen Bewerber. So erhalten wir ein rundes Gesamtbild. In einigen Bereichen (IT, Data Science) schauen wir uns auch Testcodings an. In anderen führen wir Fallstudien mit den Bewerbern durch, die wir etwa eine Woche vor unserem Gespräch dem Kandidaten zusenden und dann im Termin gemeinsam bearbeiten. So sehen wir, mit welcher Haltung die Bewerber an die Dinge herangehen.

Womit kann man Sie im Vorstellungsgespräch am besten überzeugen?

Mit Authentizität, Offenheit und großer Neugier. Mit einer guten Vorbereitung und hohem Interesse an den Projekten und der FactField. Mit ersten Anregungen, wie wir die Dinge noch besser tun können. Stay curious!

Was sollten Ihre Wunsch-Kandidaten und Kandidatinnen außer dem Knowhow noch mitbringen?

Wir achten bei der Einstellung auf vier Kriterien: 1) Bringt der Bewerber die fachliche Qualifikation mit? 2) Würden wir den Kollegen allein zu einem unserer Datenpartner oder Kunden schicken? 3) Hebt er oder sie das Niveau aller im Team? Und 4) Würden wir mit dem oder der Kandidatin auf ein (oder auch zwei) Gläser Wein in die Eckkneipe neben gehen?  

Ihre top Tipps für Berufseinsteiger?

Probiere viele Dinge aus und entscheide rein nach Deinen Neigungen. Nur wenn ich etwas mit voller Leidenschaft angehe, werde ich auch wirklich gut darin und finde ein erfülltes Arbeitsleben.

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Volker Bernhardt, Director FactField im Burda Verlag (c) HBM

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