Interview
12.04.2023

#Frag die Chefin: Kununu

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Wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hat bereits die erste Hürde im Bewerbungsverfahren überwunden. Wie kann man sich nun auf dieses Gespräch vorbereiten? Wie tickt der oder die zukünftige Chefin? Die Serie #FragdieChefin beantwortet diese Fragen und gibt allen Interessierten einen Einblick in die Arbeit der Abteilung. Heute steht uns Nina Zimmermann, CEO von Kununu, Rede und Antwort und verrät uns mit dem Kununu-Gehaltscheck, ob wir genug verdienen. 

Kununu möchte gemeinsam mit Arbeitnehmer:innen und Arbeitgebern die Arbeitswelt verbessern. Anfang des Jahres haben Sie den ersten kununu Gehaltscheck veröffentlicht: Wie wichtig ist es, dass Gehalt nicht mehr das Tabuthema der Deutschen bleibt?

Talente wünschen sich Gehaltstransparenz: Knapp sechs von zehn Deutschen würden es befürworten, wenn im eigenen Unternehmen zumindest der Gehaltsrahmen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen offengelegt würde. Für fast ein Drittel wäre sogar eine Veröffentlichung der genauen Gehaltszahlen in Ordnung. Die Realität sieht aber anders aus. Jede zweite Person in Deutschland weiß nicht einmal, was ihr Partner oder ihre Partnerin verdient. Dabei ist die Bezahlung ein wichtiger Gradmesser des eigenen Wertes – sowohl innerhalb des eigenen Unternehmens als auch außerhalb, beispielsweise bei der Jobsuche. Wir sind also alle dazu aufgefordert, für mehr Gehaltstransparenz zu sorgen.

Was ist das Besondere an Kununu und was sollten neue Kolleg:innen wissen?

Was Kununu zuallererst ausmacht, ist die einzigartige Kultur. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hinter unserer Mission, Menschen anzuspornen, eine bessere Arbeitswelt für alle zu schaffen – gemeinsam mit Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen. Das merke ich in jedem einzelnen Gespräch. Kununu ist ein Ort, an dem Menschen wirklich etwas bewirken können und Innovationen kommen aus jeder Abteilung. Die Offenheit und Transparenz, die wir hier leben, führen zu einem starken Zusammenhalt und einer großen Motivation innerhalb des Unternehmens.

Wie sieht der Bewerbungsprozess bei Ihnen aus?

Wenn wir den Eindruck haben, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin grundsätzlich auf die Stellenbeschreibung passt, gibt es ein erstes kurzes Kennenlerngespräch mit dem verantwortlichen Recruiter, indem wir auch alle Fragen zu der Rolle beantworten. Im nächsten Schritt lernen sich der Kandidat bzw. die Kandidatin und die potenzielle Führungskraft in einem ca. 60-90-minütigem Gespräch genauer kennen. Gelangen Kandidat:innen in die nächste Runde, so erhalten sie eine auf die jeweilige Rolle zugeschnittene Aufgabe, die im Vorfeld bearbeitet und dann in einem zweiten Gespräch mit der Führungskraft vorgestellt und diskutiert wird. Der letzte Schritt ist dann ein informelles Kennenlerngespräch mit verschiedenen Kollegen und Kolleginnen, um festzustellen, ob die Chemie stimmt.

Worauf achten Sie bei Bewerbungsunterlagen?

Bei Bewerbungsunterlagen achte ich besonders auf ungewöhnliche Dinge und kreative Ansätze. Ich suche nach Bewerbern und Bewerberinnen, die „out of the box" denken und etwas anders machen als die anderen. Es geht mir darum, die Person hinter den Unterlagen zu sehen und nicht nur ihre Fähigkeiten auf dem Papier zu bewerten. Ich finde es wichtig, beim Durchgehen der Bewerbungsunterlagen etwas zu entdecken, das mich neugierig macht und meine Aufmerksamkeit auf den Bewerber oder die Bewerberin lenkt.

Haben Sie eine Frage, die Sie immer wieder gerne in Vorstellungsgesprächen stellen?

Eine feste Frage habe ich nicht, aber es geht darum, herauszufinden, was Bewerberinnen und Bewerber normalerweise nicht gerne erzählen oder was sie als schwierig empfinden, wenn sie über sich selbst sprechen. Deshalb frage ich gerne nach einer Herausforderung oder Schwierigkeit, mit der sie in der Vergangenheit konfrontiert waren und wie sie damit umgegangen sind. Letztendlich hilft mir diese Frage dabei, die Bewerberinnen und Bewerber besser kennenzulernen und zu verstehen, wie sie in stressigen oder unerwarteten Situationen reagieren würden.

Was sollten Ihre Wunsch-Job-Kandidaten und -Kandidatinnen unbedingt mitbringen?

Sie sollten einen starken Gestaltungswillen haben und eine positive Einstellung mitbringen, wenn es darum geht, Dinge zu ändern und zu verbessern. Ich suche nach Menschen, die proaktiv handeln und nicht darauf warten, dass ihnen jemand sagt, was sie tun sollen. Stattdessen sollten sie selbstständig denken und handeln und in der Lage sein, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Letztendlich ist es wichtig, dass meine Wunsch-Kandidaten und -Kandidatinnen die Bereitschaft und Fähigkeit haben, sich den Herausforderungen des Jobs zu stellen und sich weiterzuentwickeln, um erfolgreich zu sein.

Was würden Sie Berufseinsteigern als Tipp mit auf den Weg geben?

Ich musste in meiner Karriere sehr viel kämpfen. Aber ich habe auf meinem Weg auch sehr viele Begleiter gehabt, die mich immer wieder unterstützt und mit Rat geholfen haben. Daher wäre mein Ratschlag: Glaube an Deine eigenen Fähigkeiten und habe den Willen und die Durchsetzungskraft, Deine Ziele zu erreichen. Suche Dir gleichzeitig Unterstützung und baue Dir ein Netzwerk auf, da man nicht alles allein schaffen kann und muss.

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