Mit „Machtmenschen“ startet die Medienmarke Focus aus dem BurdaVerlag heute einen neuen Politik-Podcast.
Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt an Frauen lädt das Focus Magazin gemeinsam mit der Initiative #DieNächste auch in diesem Jahr zum Focus Salon in der Hauptstadt ein. Im Mittelpunkt des Abends steht in diesem Jahr ein Thema, das erschüttert und zugleich zum Handeln aufruft: Femizide – die geschlechtsspezifische Tötung von Frauen.
Die Veranstaltung bringt hochrangige Vertreter:innen aus Politik, Gesellschaft und Fachkreisen zusammen, um über die drängende Problematik der Gewalt an Frauen zu sprechen. Als Redner:innen geladen sind Alexander Dobrindt, Bundesminister des Innern, Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. Auch die Gründerinnen der Initiative #DieNächste – Sarah Bora, Iris Brand und Anna Sophie Herken – werden ihre bewegenden Geschichten und Forderungen teilen.
Zu den exklusiv geladenen 50 Gästen zählen außerdem Mental Health-Speakerin Fatma Kaya, One Billion Rising-Vorständin Romy Stangl, BIG e.V.-Geschäftsführerin Dr. Doris Felbinger, my protectify-Gründerin Sogol Kordi, Juristin Müşerref Tanrıverdi und die Berliner Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik Meisel.
„Es geht um Schutz statt Schweigen. Noch immer werden die notwendigen politischen Konsequenzen zu selten gezogen. Das ändern wir jetzt. Wir schaffen Schutzräume und damit Freiheitsräume auch außerhalb der eigenen vier Wände für betroffene Frauen. Mit dem spanischen Modell haben Opfer einen zuverlässigen Schutz, überall“, erklärt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt im Vorfeld. Und weiter: „Ein besonders niederträchtiges Tatmittel ist der Einsatz von K.O.-Tropfen. K.O.-Tropfen sind K.O.-Waffen. Ihr Einsatz muss deshalb auch genauso wie der Einsatz einer Waffe bestraft werden. Wir finanzieren die Weiterentwicklung der Tarn-App. Hier finden Frauen Kontakt zur Hilfe und können die gegen sie verübte Gewalt gerichtsfest dokumentieren. Damit können Täter auch nach Jahren noch zur Rechenschaft gezogen werden. Wir werden Frauen besser schützen und Täter stärker zur Verantwortung ziehen. Es geht um Freiheit für die betroffenen Frauen, Fußfessel für die Täter und ein Frühwarnsystem für die Opfer.“
Die Zahlen sind alarmierend: Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-) Partner getötet. Im Jahr 2024 wurden laut Bundeskriminalamt 859 Frauen und Mädchen Opfer versuchter oder vollendeter Tötungsdelikte, 308 von ihnen verloren ihr Leben. Doch trotz dieser erschütternden Realität fehlt es in Deutschland bislang an einer rechtlichen Anerkennung von Femiziden als eigenständiges Verbrechen. Die Initiative #DieNächste setzt sich daher mit Nachdruck für eine Reform des Strafrechts ein, um geschlechtsspezifische Tötungen klar zu benennen und strafrechtlich zu verankern.
„Wir können nicht wegsehen“, betonen die Focus-Chefredakteur:innen Franziska Reich und Georg Meck. „Es ist die Verantwortung der freien Presse, Missstände aufzudecken und eine gesellschaftliche Auseinandersetzung über dieses drängende Thema voranzubringen. Gewalt gegen Frauen ist eine der gravierendsten sozialen Deformationen unserer Zeit. Als Nachrichtenmagazin sehen wir es als unsere Pflicht, Öffentlichkeit gerade bei den Problemen herzustellen, bei denen zu oft weggeschaut wird.“
Mit dem Focus Salon unterstreicht das Magazin seinen Anspruch, nicht nur faktenorientierten Qualitätsjournalismus zu liefern, sondern auch aktiv zur öffentlichen Debatte beizutragen. „Wir berichten über diese Grausamkeiten, weil es mutige Frauen wie Iris Brand, Anna Sophie Herken und Sarah Bora gibt, die sich entschieden haben, das Schweigen zu brechen. Ihnen gebührt unser Respekt und unsere Unterstützung“, so Reich und Meck weiter. „Mit Formaten wie dem Focus Salon schaffen wir Raum für den direkten Austausch zwischen Politik, Medien und Gesellschaft, und stärken den Dialog zu Themen, die uns alle betreffen“, erklären die beiden Focus-Chefredakteur:innen.
Die Veranstaltung wird begleitet von einer umfassenden Berichterstattung. In allen Kanälen – sowohl bei Focus+ als auch im aktuellen Magazin (Ausgabe 49/2025) und bei Social Media setzt sich die Redaktion intensiv mit dem Thema Femizide auseinander. Neben erschütternden Zahlen und Fakten beleuchten die Berichte auch die Geschichten zweier Betroffener und zeigen Wege auf, wie Politik und Gesellschaft gemeinsam handeln können.
Der Focus Salon wurde 2024 ins Leben gerufen und widmet sich gesellschaftlich relevanten Themen. Ziel ist es, durch exklusive Veranstaltungen eine Plattform für den Austausch zwischen Meinungsmachern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zu schaffen. Der diesjährige Salon steht wieder ganz im Zeichen des Engagements gegen Gewalt an Frauen und setzt ein klares Signal: Wegsehen ist keine Option.