CFO Holger Eckstein tritt nach mehr als 30 Jahren bei Burda Mitte Mai in den Ruhestand ein. Lydia Rullkötter übernimmt.
In einem weiterhin anspruchsvollen geopolitischen und konjunkturellen Umfeld hat sich der Umsatz von Burda rückläufig entwickelt. Im Jahr 2025 erzielte die Burda-Gruppe mit ihren 8.637 Mitarbeitenden (Stand Jahresende 2025) einen Umsatz von 2,66 Milliarden Euro und war mit mehr als 500 Medien- und Digitalangeboten in Deutschland und 17 weiteren Ländern aktiv. Dies entspricht einem Rückgang von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis entwickelte sich nicht zufriedenstellend.
„2025 war von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt – in Deutschland ebenso wie in vielen unserer internationalen Märkte“, erklärt Burda-CFO Lydia Rullkötter. „Höhere Kosten und eine verhaltene Konsumstimmung haben sich insbesondere im klassischen Mediengeschäft bemerkbar gemacht. Gleichzeitig gab es bei HolidayCheck, Cyberport und Nebenan.de auch Umsatzwachstum im Portfolio von Burda Equity.“
Im Geschäftsjahr 2025 steuerte Burda seine Geschäfte entlang von zwei Säulen: Unter Burda Media werden alle deutschen und internationalen Verlags- und Medienaktivitäten gebündelt. Weltweit veröffentlichte Burda im Jahr 2025 449 Zeitschriftentitel. Der Geschäftsbereich erzielte 2025 einen Außenumsatz von rund 1,28 Milliarden Euro und lag mit 6,5 Prozent deutlich unter Vorjahr. In Deutschland umfasst der Bereich den BurdaVerlag und BurdaForward, außerdem die Narrative-Impact-Agentur C3 sowie mit BurdaDruck das größte Tiefdruckunternehmen Europas. Das internationale Publishing-Geschäft von BurdaInternational erstreckt sich auf 11 Länder, hauptsächlich Großbritannien, Kontinentaleuropa und Asien.
Unter dem Dach von Burda Equity sind die digitalen Beteiligungen der Gruppe gebündelt – darunter New Work SE (u.a. Betreiberin des Jobs-Netzwerks Xing und der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu), HolidayCheck Group, die Cyberport-Gruppe, Silkes Weinkeller, Nebenan.de sowie BurdaPrincipal Investments. Der Bereich erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1,37 Milliarden Euro und steigerte seine Erlöse um 1,5 Prozent leicht gegenüber dem Vorjahr. Während sich das Jobs-Netzwerk Xing weiterhin in einem Transformationsprozess befindet, verzeichnete die Arbeitgeberplattform Kununu ein leichtes Umsatzwachstum. Die HolidayCheck Group profitierte u.a. von höheren Buchungsvolumina sowie steigenden Reisepreisen. Das in Deutschland führende Nachbarschaftsnetzwerk Nebenan.de konnte sein Nutzer:innenwachstum auch 2025 fortsetzen. Burdas internationaler Wachstumskapitalgeber BurdaPrincipal Investments investierte erneut in eine Vielzahl neuer Unternehmen, insbesondere in den Feldern KI, MedTech, Nachhaltigkeit und innovative Materialien.
Burda blickt auf das Geschäftsjahr 2026 vorsichtig zuversichtlich und setzt weiterhin auf Innovation und Wachstum in den digitalen Geschäften. „Das Marktumfeld bleibt insgesamt anspruchsvoll, dennoch arbeiten wir in allen Geschäften daran, die Transformation weiter voranzutreiben, um mittelfristig zurück zu Umsatzwachstum zu finden”, erklärt Lydia Rullkötter. Gleichzeitig optimiere man konsequent die Kostenbasis, um die Ertragskraft der Gruppe weiter zu stärken. „Wir wollen den technologischen Fortschritt – insbesondere durch KI – aktiv nutzen, um unsere digitale Transformation in allen Bereichen zu beschleunigen und Produkte noch konsequenter an den Bedürfnissen unserer Konsument:innen auszurichten”, so die Burda-CFO. Das Unternehmen ist weiterhin finanziell stabil aufgestellt, um die kommenden Herausforderungen gut zu meistern und aktiv die Zukunft zu gestalten.
Für das Geschäftsjahr 2026 geht Burda von Umsatzerlösen nahezu auf Vorjahresniveau aus.
| 2024 | 2025 | Veränderung | |||
| Mio. € | in % | Mio. € | in % | IST (in %) | |
| Burda Media | 1.372,7 | 50,2 | 1.283,0 | 48,2 | –6,5 |
| Burda Equity | 1.352,2 | 49,4 | 1.372,5 | 51,5 | 1,5 |
| Sonstige | 12,0 | 0,4 | 8,9 | 0,3 | –26,5 |
| Umsatzerlöse | 2.736,9 | 100,0 | 2.664,4 | 100,0 | –2,6 |