Am bundesweiten Girls’Day öffnete BurdaSolutions die Türen für 21 Mädchen zwischen 11 und 14 Jahren an den Standorten Offenburg und München.
Der Girls'Day, auch bekannt als Mädchen-Zukunftstag, ist eine bundesweite Initiative, die jungen Mädchen die Möglichkeit gibt, Berufe in Technik und Naturwissenschaften hautnah zu erleben. Am Donnerstag, den 23. April 2026, nahmen insgesamt 20 Schülerinnen an den Standorten München und Offenburg teil. Drei verschiedene Angebote erwarteten sie und boten Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche der IT.
Robotik bei der Valiton
Schon im vergangenen Jahr war das Robotik-Angebot der Valiton ein Highlight und das war auch 2026 nicht anders. In Offenburg machten Hannah, Melina, Carolin und Raphael die Mädchen mit der Welt der Robotik vertraut. Mithilfe des Makeblock mBot2 programmierten sie verschiedene Projekte: Zum Beispiel lernten die Teilnehmerinnen, wie ein Roboter mithilfe von RGB-Sensoren einer Linie folgen kann oder wie er mit Ultraschallsensoren Hindernissen ausweicht. Die Entwicklung der Roboterprogramme erfolgte dabei mit einer auf Scratch basierten, grafischen Programmiersprache, die den Einstieg ins Programmieren besonders leicht macht. Diese praktischen Übungen zeigten eindrücklich: Programmieren ist weit mehr als Text auf einem Bildschirm. Es ist ein Werkzeug, mit dem sich echte Bewegungen und Reaktionen steuern lassen und das macht den Unterschied spürbar.
Arduino: Ein Passwortsystem selbst bauen
Das zweite Angebot kam vom IT-Infrastruktur-Team und drehte sich um sogenannte Mikrocontroller. Die Aufgabe: ein eigenes Passwortsystem entwickeln, ähnlich wie eine Türsteuerung mit PIN-Code, wie man sie aus dem echten Leben kennt.
Programmiert wurde in der Entwicklungsumgebung Arduino, die auf der Programmiersprache C basiert. Das Besondere dabei: Der Code war nicht fertig vorbereitet. An bestimmten Stellen gab es Lücken, die die Teilnehmerinnen selbst füllen mussten. Das war manchmal knifflig, aber genau das war gewollt. Wer einfach drauflosgemacht, ausprobiert und dabei Fehler gemacht hat, hat am Ende am meisten gelernt. Verstehen, warum etwas nicht funktioniert, ist schließlich genauso wertvoll wie das Ergebnis selbst. Der Austausch untereinander spielte dabei eine wichtige Rolle, denn gemeinsam kamen die Teilnehmerinnen oft schneller auf die Lösung als alleine. Claudia, Justin und Klaus standen natürlich mit Rat und Tat zur Seite.
Projektmanagement & Daten bei der Business Solutions
Das dritte Angebot brachte die Mädchen in eine etwas andere Welt der IT: die des Projektmanagements und der Datenanalyse. Frederike, Lea und Kathleen begleiteten die Teilnehmerinnen durch einen Workshop, der in zwei Teile aufgeteilt war.
Im ersten Teil ging es darum, was es bedeutet, ein Projekt zu leiten und zwar anhand eines Beispiels, das die Mädchen aus ihrem eigenen Alltag kennen: die Planung eines Schulfests. Was auf den ersten Blick nach einer simplen Aufgabe klingt, steckt voller Fragen. Wann soll das Fest stattfinden? Was wird gebraucht? Wer muss eingebunden werden? Denn in einem echten Projekt gibt es sogenannte Stakeholder – also Personen oder Gruppen, deren Meinung und Zustimmung wichtig sind. Bei einem Schulfest wäre das zum Beispiel die Schulleitung. All das muss eine Projektleitung im Blick behalten: Vor dem Start wird ein Projektplan erstellt, beim Kick-Off wird das Team auf ein gemeinsames Ziel eingestimmt und am Ende steht die Abschlussphase, in der ausgewertet wird, was gut gelaufen ist und was beim nächsten Mal besser gemacht werden könnte. Genau diese drei Phasen erarbeiteten die Teilnehmerinnen gemeinsam – von einem Projektplan über Kick-Off-Folien bis hin zu einer Abschlusspräsentation mit den wichtigsten Erkenntnissen.
Im zweiten Teil stand Datenanalyse auf dem Programm und auch hier drehte sich alles um das Schulfest. Die konkrete Aufgabe: den besten Tag für das Fest herausfinden. Die Mädchen bekamen vorbereitete Datensätze (zum Beispiel Wetterdaten, Schul- und Ferienkalender sowie Stimmungserhebungen dazu, wann die Schüler am meisten gestresst und wann sie am glücklichsten sind) und arbeiteten mit dem Analyse-Tool Power BI, um daraus eigene Auswertungen und Diagramme zu erstellen. Jede Teilnehmerin kam am Ende zu einem anderen Ergebnis und das war völlig in Ordnung. Denn Daten lassen sich auf viele verschiedene Weisen lesen und interpretieren. Es gibt dabei kein Richtig und kein Falsch, sondern vor allem eines: die Neugier, genau hinzuschauen.
Mittagspause und Blick hinter die Kulissen
Nach einem wohlverdienten Mittagessen gab es noch eine ganz besondere Tour: Klaus und Stefan führten die Teilnehmerinnen durch das Rechenzentrum von BurdaSolutions. Dort konnten die Mädchen hautnah erleben, was hinter den Systemen steckt, die im Alltag meist unsichtbar ihren Dienst tun – Server, Netzwerke und die Infrastruktur, auf der die digitale Welt im Hintergrund läuft.
Ein Tag voller neuer Eindrücke
Der Girls'Day 2026 bei BurdaSolutions hat einmal mehr gezeigt, wie vielseitig IT sein kann – ob beim Bauen von Robotern, beim Programmieren mit Mikrocontrollern oder beim Analysieren von Daten.
Interesse geweckt, aber keine Lust, bis zum nächsten Girls'Day zu warten? Dann einfach für ein einwöchiges Schülerpraktikum bei BurdaSolutions bewerben – eine kurze Nachricht an karriere@burda.com reicht aus :)