Christian-Liebig-Stiftung
26.08.2016

Kindern eine Zukunft geben

Christian-Liebig-Stiftung
26.08.2016

Kindern eine Zukunft geben

Vor 13 Jahren starb Christian Liebig bei einem Raketenangriff vor Bagdad. Der Focus-Redakteur gehörte zu den über 600 Journalisten, die in Begleitung der US-Armee aus diesem Krieg berichteten. Christian Liebig war der einzige deutsche Journalist, der die Erfüllung seiner beruflichen Aufgabe im Irak mit dem Leben bezahlte. Seitdem kämpft Beatrice von Keyserlingk in Erinnerung an ihren Lebensgefährten mit der Christian-Liebig-Stiftung für Bildungsprojekte in Afrika.


„Wenn man wie ich so viele Jahre immer wieder in dasselbe Land fährt, bleiben natürlich unendlich viele Eindrücke und Erlebnisse im Gedächtnis. Zu meinen schönsten Erinnerungen gehören ohne Zweifel die Wochen, während derer ich bei einer Lehrerfamilie an unserer Sekundarschule, weit außerhalb der Hauptstadt gelebt habe. Jeden Abend saßen wir vor dem Haus und haben gekocht. Meistens habe ich diese Aufgabe übernommen. Für meine Gastfamilie war es viel spannender, zu sehen und zu schmecken, was ich aus ihren Zutaten mache. In diesen Wochen nutzte ich auch die Möglichkeit, mehr Zeit mit meinem Patenkind Florence verbringen zu können und sie und ihre Familie besser kennen zu lernen. Das half mir dabei, ihre Nöte und Sorgen im Alltag zu erkennen und zu verstehen. Das zahlt auf die Arbeit der Stiftung ein: wenn man weiß, was vor Ort wirklich nötig ist.

Als für mich persönlich größte Errungenschaft unseres Engagements vor Ort empfinde ich das Mädchenwohnheim, das wir auf dem Grundstück der  Sekundarschule errichtet haben. Es bietet Platz für 72 Mädchen. Tatsächlich wohnen aber mehr Mädchen dort, weil Enge kein Problem darstellt. Die Vorzüge dieser Einrichtung für die jungen Frauen, wie Privatsphäre, sanitäre Anlagen, genug zu Essen und die Nähe zur Schule, ist enorm. Sie vermeiden einen weiten und oftmals gefährlichen Schulweg, genießen Schutz und können sich auf das konzentrieren, was wichtig für eine bessere Zukunft ist: das Lernen.

Malawi gehörte seit Beginn und unseres Engagements zu den zehn ärmsten Ländern dieser Erde. Seit der Flutkatastrophe im Frühjahr 2015 führt das Land diese Liste laut Weltbank nun sogar an. Auch wenn diese Situation mehr als traurig ist, so motiviert sie uns umso mehr, weiterhin viel Gutes tun zu wollen und dank vieler Spenden auch zu können.“

Beatrice von Keyserlingk, Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzende der Christian-Liebig-Stiftung


Unsere Bilanz nach 13 Jahren:

  • Aus- bzw. Neubau von insgesamt 22 Schulen
  • Weit über 21.000 Kinder erhielten einen passenden Ort zum Lernen
  • 100 Stipendien haben jungen Schulabsolventen eine Berufsausbildung ermöglicht – vom Lehrer bis zum Mechaniker
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Weitere Impressionen & Downloads

Zum 10-jährigen Jubiläum fand an der Sekundarschule eine große Feier statt – mit Lehrern, Eltern, Schülern, vielen Regierungsvertretern und natürlich jeder Menge Luftballons

Fotos: Affonso Gavinha, Florian Goberge, Wolf Heider-Sawall, Christine Olma, Annette Wucherer/Christian-Liebig-Stiftung e.V.

Deutsch-malawische Freundschaft: Beatrice von Keyserlingk mit ihrem Patenkind Florence im Herbst 2014

Auftakt-Projekt: im Jahr 2014 eröffnete die Christian Liebig Sekundarschule ihre Pforten für derzeit 400 Kinder

Das Gelände der Sekundarschule wächst beständig: Hier gibt es ein Labor, eine Bibliothek und ein Wohnheim für Mädchen

Sicherer Ort: Das Wohnheim für Mädchen erfreut sich großer Beliebtheit und bietet jungen Frauen an der Sekundarschule einen Platz zum Leben und Lernen

Tradition wird in Malawi groß geschrieben: Die Eröffnungsfeiern sind wild, bunt und musikalisch. Das vertreibt die bösen Geister

Prominente Unterstützung: 2006 sammelte RTL-Moderatorin Nazan Eckes Spenden für die Stiftung

Mosambik: Auch im Nachbarland war die Stiftung tätig – hier mit Ilka Eßmüller, die 2008 erneut im Rahmen des RTL-Spendenmarathons die Stiftung begleitete

Deutsches Brot in Mosambik: Gemeinsam mit der Dt. Welthungerhilfe und „Brot gegen Not" entstand eine Lehrbäckerei

Ein Arbeitsplatz auf dem Lande: Vor allem gut ausgestattete Lehrerhäuser machen die Mpalapata Grundschule zu einem attraktiven Arbeitsort für Pädagogen

„Strohklasse“: In solchen „Schulen“ findet für viele Kinder in Malawi der Unterricht statt - zumindest, solange es nicht regnet

Jubel über die Gäste aus Deutschland: die Kinder der Mthawira Grundschule können mittlerweile in einem richtigen Gebäude lernen

Maisbrei „Likuni Phala“: Mit Unterstützung der Organisation „Mary’s Meals“ und durch Spenden bekommt jedes Kind an vielen Schulen eine warme Mahlzeit täglich

Damit es nach dem Schulabschluss weitergeht: die CLS fördert auch junge Menschen bei der Berufsausbildung mit Stipendien

Im Bus durch Malawi: hier legen alle Hand an, wenn etwas repariert werden muss. Aber alle bleiben entspannt!

Reisen für Fortgeschrittene: Platzangst sollte man hier nicht haben

Alle mit an Bord: Stoische Ruhe zeichnet die Malawis aus

Es werde Licht: die kleinen Solarlampen „Little Sun“ sind der Helfer in der Not

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