Stiftung Lesen
27.01.2017

„Lesen gefährdet die Dummheit“

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Jeder lernt es in der Schule, doch selbstverständlich ist es in Deutschland trotzdem nicht: Lesen. Wie viele Menschen nicht richtig lesen und schreiben können und warum es so wichtig ist, etwas dagegen tun, darüber sprach Jörg Maas von der Stiftung Lesen mit Burda-Journalisten.

Lesen kann man wieder verlernen

Wussten Sie schon? In Deutschland gibt es 7,5 Millionen „funktionale Analphabeten“, also Erwachsene, die zwar einzelne Wörter, aber keine zusammenhängenden Texte lesen und verstehen können (Quelle: Leo, Level-One-Studie 2011). Bei der Zahl staunten die Münchener Burda-Journalisten nicht schlecht: So hoch hatte sie wohl kaum jemand geschätzt. Wie kann das trotz Schulpflicht sein? Viele Kinder und Jugendliche haben bereits zu Schulzeiten Schwierigkeiten beim Lesen und würden es danach nicht mehr ausreichend üben, erklärte Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Denn im Gegensatz zum Sprechen kann man Lesen und Schreiben auch wieder verlernen. Um dagegen vorzugehen, setzt sich die Stiftung Lesen für die Leseförderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit verschiedenen Maßnahmen ein. Ziel ist es außerdem, die Aufmerksamkeit für das Thema zu erhöhen, damit sowohl Eltern als auch Politik dafür sensibilisiert werden.

Weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft

Lesen ist eine Grundkompetenz, um sich informieren zu können und Wissen zu erwerben. Wer es nicht kann, hat weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt und kann weniger an der Gesellschaft teilhaben. Wer also ausreichend lesen kann, ist besser für das alltägliche Leben gewappnet. „Lesen gefährdet die Dummheit“, brachte Jörg Maas es auf den Punkt. Neben den persönlichen  Konsequenzen für die Betroffenen hat Analphabetismus auch Auswirkungen auf die Wirtschaft: In vielen Betrieben werden dringend gut ausgebildete Fachkräfte benötigt und gesucht. Der Wirtschaftsnobelpreisträger James J. Heckman hat es sogar berechnet: Investiert man mehr in frühkindliche Bildung, ergibt sich eine jährliche Rendite von 13 Prozent.

Papa liest vor… und Mama auch

Der Grundstein für die Lesekompetenz wird schon in den ersten sechs Lebensjahren gelegt - also noch bevor die Kinder in die Schule kommen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Eltern schon von klein an die Freude zum Lesen wecken und vorleben. Effektivstes Mittel ist das klassische Vorlesen. Eine der zahlreichen Aktionen der Stiftung Lesen ist „Papa liest vor“. Dabei stellt die Stiftung Unternehmen jede Woche eine kostenlose Vorlese-Geschichte bereit. Auch Väter sollten ihren Kindern regelmäßig vorlesen, da Jungen sich eher ihren Vater zum Vorbild nehmen. Auch Burda-Mitarbeiter profitieren von diesem Angebot.

Die Partnerschaft von Stiftung Lesen und Hubert Burda Media geht noch weiter: Seit über zehn Jahren engagiert sich der Konzern für die Stiftung und ist Mitglied im Stifterrat. Das nahm Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung mit Sitz in Mainz, zum Anlass, um in München interessierte Burda-Journalisten zum Lunch zu treffen und von seiner Arbeit zu berichten. Eingeladen hatten Philipp Wolff, Director Corporate Communications, und sein Team in die Münchner Arabellastraße.

Autor:in
Lucia Walter
PR Manager
lucia.walter@burda.com
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Eindrucksvolle Zahlen: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind „funktionale Analphabeten“

Jörg Maas setzt sich mit der Stiftung Lesen für die Förderung von Lesekompetenz von allen Kindern und Jugendlichen ein

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