Felix Burda Stiftung
01.03.2021

Mit einem Augenzwinkern zur Darmkrebsvorsorge

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Die Angst vor dem Kuss, vor Blumen, oder Haaren, vor Hühnern, vor Schmutz, oder die Angst angestarrt zu werden, die Liste der möglichen Ängste scheint unendlich. Im vergangenen Jahr hat die Felix Burda Stiftung erstmals eine Werbekampagne gestartet, die den Menschen die Angst vor der Vorsorge nehmen soll. Das Motto: „Präventiophobie – Wenn die Angst vor der Darmkrebsvorsorge größer ist als die Angst vor dem Krebs.“ Ein Jahr später ist die Kampagne mehrfach ausgezeichnet und schafft mit neuen plakativen Anzeigenmotiven auch im diesjährigen Darmkrebsmonat März große Awareness für das Thema Vorsorge. Die Stiftungskommunikation konzentriert sich im Aktionsmonat vor allem auf die Aufklärung über die strengen Hygienekonzepte für die Vorsorge-Koloskopie, darüber dass man Beschwerden ernst nehmen soll und dass Vorsorge nur funktioniert, wenn man rechtzeitig zum Arzt geht. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Erfolge der Darmkrebs-Prävention sprechen für sich: Allein durch die seit 2002 angebotene, gesetzliche Vorsorge-Darmspiegelung, die bis heute von rund 8 Mio. Versicherten in Anspruch genommen wurde, konnten circa 306.000 Neuerkrankungen und - noch wichtiger! - 145.000 Todesfälle verhindert werden.

Der neueste Trendreport des Zi (Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung) zur Covid-Krise vom 12. Februar 2021 belegt den positiven Trend der Darmkrebsvorsorge: Innerhalb der ersten drei Quartale 2020 wurden rund 9.500 Vorsorge-Koloskopien mehr durchgeführt als im Vergleichszeitraum 2019. Dieser Erfolg – trotz Corona! - ist nicht nur den Hygiene-Konzepten der Magen-Darm-Ärzte und den „mutigen“ Versicherten zu verdanken, die trotz Pandemie ihre Präventiophobie überwunden haben. Vielmehr zeigt sich hier die Wirkung des neuen Einladungsverfahrens zum Darmkrebsscreening, das im Juli 2019 startete. Mit diesem wurde auch die Altersgrenze für Männer von 55 auf 50 Jahre herabgesetzt. Ein großer Erfolg für die Felix Burda Stiftung.

20. Geburtstag für den Aktionsmonat „Darmkrebsmonat März“

Der Darmkrebsmonat März feiert in diesem Jahr Jubiläum. Zum 20. Mal ruft die Felix Burda Stiftung gemeinsam mit der Stiftung Lebensblicke und dem Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. in diesem Monat konzertiert dazu auf über die Chancen der Prävention bei Darmkrebs zu informieren. Unterstützt wird der Aktionsmonat von vielen Medien, Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städten, Kliniken und Privatpersonen.

Aufmerksamkeitsstarke pro bono-Kampagne

Die neu aufgehübschte Werbe-Kampagne der Stiftung macht über den erfundenen Terminus der „Präventiophobie“ augenzwinkernd auf Vorbehalte gegenüber der Vorsorge aufmerksam. Ängste nehmen oft skurrile Züge an und im Fall der Darmkrebsvorsorge können diese am Ende tödlich sein. Und die Kampagne wirkt!


„Die Kampagne #Präventiophobie wurde mit 7x Gold, 3x Bronze und 2 Shortlist-Platzierungen bei teils internationalen Kreativwettbewerben von Comprix bis Epica Awards ausgezeichnet. Zudem wurde sie von den Publishern, die uns pro bono unterstützen, häufig geschaltet. Grund genug, diese erfolgreiche Idee auch im diesjährigen Darmkrebsmonat März zu nutzen, um nochmals dazu aufzurufen, die Angst vor der Darmkrebsvorsorge – die Präventiophobie – zu überwinden. Diesmal auch mit eigenen Print-Motiven von Sissi Perlinger und Wayne Carpendale. Und Keine Angst: Es wird nochmal freaky.“

Carsten Frederik Buchert, Marketingleiter


Erdacht und konzipiert wurde der TV-Spot zur Kampagne von der Werbeagentur Serviceplan Health & Life, München.

Die Angst vor etwas entscheidet oft über Gesundheitsfragen

Im letzten Jahr hat sich gezeigt, Ängste, wenn auch meist unbegründet, sind immer noch mitbestimmend, welche Entscheidung Menschen in Punkto Gesundheitsvorsorge treffen. Noch immer erkranken jedes Jahr mehr als 61.000 Menschen neu an Darmkrebs, mehr als 24.500 Menschen sterben daran. Zu den allgemeinen Ängsten vor Vorsorgeuntersuchungen, kam im Pandemiejahr die Angst vor möglichen Ansteckungen in der Arztpraxis hinzu.  Obwohl die Vorsorge-Koloskopie positiv abgeschnitten hat, zeigen die Zahlen zu den kurativen Untersuchungen, die bei Symptomen durchgeführt werden, ein anderes Bild:  Hier gingen weniger Menschen zum Arzt, um ihre Beschwerden frühzeitig abklären zu lassen.

Hier will die Stiftung noch einmal verstärkt durch Aufklärung entgegenwirken und Ängste nehmen.


„Die Hygienevorschriften in Praxen sind in Deutschland sehr hoch. Beschwerden, wie Blut im Stuhl oder langanhaltende Bauchschmerzen aus Angst vor einer Virus-Infektion zu ignorieren und den Arztbesuch hinauszuzögern machen keinen Sinn. Man läuft Gefahr Krebsvorstufen zu spät zu entdecken und damit die Chance auf Heilung zu verschlechtern. Die Vorsorge-Koloskopie ist ja quasi das in 20 Minuten, was AHA-Regeln und Lockdowns in den vergangenen 12 Monaten waren: Prävention und damit der Schutz vor einer schweren Erkrankung."

Christa Maar, Gründerin der Felix Burda Stiftung


Burda bewegt

Die Felix Burda Stiftung wurde 2001 auf Wunsch von Felix Burda, dem Sohn von Hubert Burda und Christa Maar gegründet. Er starb am 25. Februar 2001 mit nur 33 Jahren an Darmkrebs. In seinem Namen klärt die Stiftung seither über die Chancen von Prävention bei Darmkrebs auf und kämpft für ein besseres Vorsorgesystem. Aus einem persönlichen Schicksal und einer persönlichen Initiative ist mit der Felix Burda Stiftung bis heute eine der bekanntesten, gemeinnützigen Institutionen in der deutschen Health Community entstanden – die bereits viel bewegt hat und Menschenleben rettet.

 

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Die Gesundheitsapp für die ganze Familie – von Impfen, Zahnarzt bis Krebsvorsorge (c) FBS

Kampagnenmotiv der Felix Burda Stiftung (c) FBS

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Kampagnenmotiv der Felix Burda Stiftung (c) FBS

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