BurdaPrincipal Investments
14.04.2020

Mit Flower-Power gegen die Krise

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In unsicheren Zeiten wie diesen aufgrund der globalen Corona-Pandemie können Blumen umso mehr ein Zeichen von Nähe und Aufmunterung symbolisieren – Erst recht wenn sie online bestellt und kontaktlos geliefert werden können. Aron Gelbard, CEO des britischen Online-Blumenhändlers Bloom & Wild, erklärt, wie man mit Blumen in Zeiten von Social Distancing seinen Gefühlen Ausdruck verleihen kann und wie die Corona-Pandemie sein Geschäft in Großbritannien und Deutschland verändert hat. Bloom & Wild ist Teil des internationalen Portfolios von Burdas Wachstumskapitalarm BurdaPrincipal Investments.

Mitten in der globalen Corona-Pandemie war in Großbritannien gerade Muttertag. Hat die Krise das Geschäft der Online-Blumenlieferungen verändert? Was haben Sie in den Ländern, in denen Sie aktiv sind, festgestellt?

Wir hatten das große Glück, dass wir unsere Geschäfte wie gewohnt weiterführen konnten. Insbesondere rund um den Muttertag, da wir für diese Zeitspanne große Blumenmengen im Voraus zugesagt hatten. Auch die Nachfrage blieb weiterhin stark: Es gibt einerseits natürlich wirtschaftliche Unsicherheit, aber auf der anderen Seite sind die Menschen aufgrund sozialer Distanzierungsmaßnahmen nicht in der Lage, ihre Liebsten zu sehen, und so gibt es einen starken Bedarf an Onlinebestellungen von Blumen. Das sehen wir in Großbritannien aufgrund des Muttertages ganz besonders, aber auch in anderen Märkten, z.B. in Deutschland und Frankreich, wo es keinen speziellen Anlass wie einen Feiertag gab.

Immer mehr Länder lassen Geschäfte und lokale Unternehmen schließen. Wie stellen Sie sicher, dass Bloom & Wild weiterhin reibungslos operieren kann?

Glücklicherweise kann unser Team in der Zentrale zu 100 % aus dem Home Office arbeiten. Wir hatten dies bereits vor einigen Monaten getestet, als unser Büro unter Wasser stand. Schon am 12. März haben wir unser Büro freiwillig geschlossen – noch bevor die Regierung eine entsprechende Richtlinie erlassen hat. Es fühlte sich sozial verantwortlich und für unsere Mitarbeiter und ihre Familien richtig an – das gesamte Team war sehr froh über diese Entscheidung. Die Regierungen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich haben die Online-Händler ermutigt, weiterhin zu arbeiten, damit die Menschen an Waren gelangen können, ohne ihr Zuhause zu verlassen. Es gab die Aufforderung, strenge Hygienepraktiken einzuführen, die wir zusammen mit unseren Partnern in allen Märkten in vollem Umfang übernommen haben. Da sich die politischen Anweisungen der Regierung jederzeit ändern könnten, sind wir aber auch darauf vorbereitet, unsere Lieferungen jederzeit einzustellen.

Welche Auswirkungen haben Blumenlieferungen in Zeiten von Social Distancing und Home Office auf das Leben der Menschen?

Wir haben gesehen, dass Menschen nicht darauf verzichten möchten, ihre Gefühle gegenüber ihren Liebsten auszudrücken. Vor allem am Muttertag, aber auch an Geburtstagen oder einfach nur, um zu sagen, dass sie an jemanden denken, der sich selbst isoliert und vielleicht die Aufmunterung durch einen Blumenstrauß braucht. Dass wir eine kontaktlose Zustellung durchführen können, auch über die Briefkästen der Empfänger in Großbritannien, ist aktuell ein großer Vorteil.

Möchten Sie noch einige ermutigende Worte mit auf den Weg geben?

Wir haben die Pandemie als eine Gelegenheit gesehen, auf unserer Marketingkampagne „Thoughtful Marketing Movement” aufzubauen und unser Produkt für etwas Gutes einzusetzen. Im Vereinigten Königreich haben wir Rabatte für systemrelevante Mitarbeiter, ein Nominierungsprogramm für Covid-19-Helden und eine Spendenmöglichkeit für den National Emergencies Trust eingeführt. Wir arbeiten an ähnlichen Aktivitäten in anderen Märkten. Dieser Ansatz hat bei unserem Kundenstamm – vor allem bei denjenigen, die direkt von der Krise betroffen sind – sehr großen Anklang gefunden.

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Aron Gelbard, Mitbegründer & Geschäftsführer von Bloom & Wild (c) Tom Griffiths, tomgphoto.co.uk

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