DLD
01.02.2022

Positiver Luxus: Nachhaltigkeit wird begehrenswert

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Schönheit, Qualität und Design sind traditionelle Werte von Luxus. Doch heutzutage reichen sie nicht mehr aus. „In einer sich schnell wandelnden Welt müssen wir uns alle einem nachhaltigeren und relevanteren Lebensstil zuwenden!“ Mit diesem Appel eröffnet DLD-Geschäftsführerin Steffi Czerny den ersten DLD Sync des Jahres. Die virtuelle Veranstaltungsreihe von Burdas Innovationskonferenz DLD wurde 2020 ins Leben gerufen.

Während Kunden Transparenz, Verantwortung und nachhaltige Produkte einfordern sollten, müssten Marken beweisen, dass sie dies auch ernst nehmen. Für sie sei es die Chance, Innovation entlang eines neuen Wertversprechens zu schaffen. Das gehe für manche Marken damit einher, ihre Art Geschäfte zu machen, zu verändern, wie Czerny erklärt. „Und für manche heißt es, die Bedeutung von Luxus neu zu definieren.“

Nachhaltigkeit muss die gesamte Wertschöpfungskette umfassen

Eine Luxusmarke aus dem Automobilsektor ist Mercedes. Und sie nimmt sich der Verantwortung an. Nicht nur, weil Kunden Nachhaltigkeit zu einem gewissen Grad verlangen. Sondern auch weil Mercedes eine relevante Reichweite habe und die Möglichkeit und die Pflicht, sich ihrer Auswirkung bewusst zu sein. „Wir brauchen eine nachhaltige Geschäftsstrategie“, macht Bettina Fetzer, Kommunikations- und Marketingchefin bei der Mercedes-Benz AG, deutlich. Dafür schauen sie sich die gesamte Wertschöpfungskette an. Von der Materialbeschaffung über die Produktion bis zum Fußabdruck, den die Autos hinterlassen.

„Positiver Luxus ist weit entfernt von ‚Bling Bling‘“, fasst Fetzer die Bedeutung für Mercedes mit einem Lächeln zusammen. Das gesamte Ökosystem werde innerhalb von fünf Dimensionen betrachtet und beinhaltet ein nahtloses Kundenerlebnis, Verantwortung und Wissen um die Kundenerwartungen und die personalisierte Kundenbetreuung, denn die notwendigen Daten seien vorhanden. Genauso wichtig sei in der Definition von Luxus die Ästhetik und eben auch der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt.

Es geht nicht um Greenwashing

Damit geht ihr Verständnis von Luxus mit dem von Diana Verde Nieto einher. Die Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Unternehmens Positive Luxury unterstützt und berät Marken auf dem Weg zu einem vollständig nachhaltigen Geschäftsmodell. Luxusmarken, die sich für einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Natur einsetzen, erhalten von Positive Luxury das „Butterfly Mark“. Das Zeichen hat sich zur führenden Kennzeichnung in der Luxusindustrie entwickelt und setzt einen umfassenden Audit voraus. Wer das „Butterfly Mark“ trägt, betreibt kein Greenwashing. Denn das wird Marken schnell nachgesagt, wenn sie nachhaltige Themen besetzen.

Wie ernst auch die Marke Mercedes ihren Einsatz meint, macht Fetzer spätestens dann deutlich, als es um das Thema der Elektrifizierung der Fahrzeuge geht. Die Diskussion um den Antrieb drehe sich seit Jahren um die Frage, was die beste Zukunftstechnologie sein werde.


„Es ist eine Wette auf die Zukunft! Wir haben uns sehr anspruchsvolle Ziele gesetzt. In den nächsten Jahren investieren wir 40 Milliarden Euro in die Elektrifizierung. Das wäre viel zu teuer, um nur Greenwashing zu betreiben.“

Bettina Fetzer, Kommunikations- und Marketingchefin bei der Mercedes-Benz AG


Und: Auch wenn sich die aktuelle Zielgruppe noch nicht vollständig Positive Luxury verschrieben hat, die junge Generation kommt nach und wird auch ihre Eltern überzeugen. Schließlich nehme das Thema Nachhaltigkeit bei der Generation Alpha – ab 2010 geboren – in jedem Lebensbereich eine wichtige Bedeutung ein, wie Verde Nieto erklärt.

Die Aufzeichnung des DLD Sync, der in Kooperation mit She’s Mercedes durchgeführt wurde, finden Sie hier.

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Weitere Impressionen & Downloads

Bettina Fetzer von der Mercedes-Benz AG und Positive Luxury-CEO Diana Verde Nieto im DLD Sync zum Thema „Positive Luxury“ (c) DLD

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