Durch die strategische Partnerschaft mit ElevenLabs wird die von Burda entwickelte KI-Plattform AISSIST künftig branchenspezifische Audiolösungen anbieten.
Fünf Erkenntnisse aus zwei Tagen Product & Tech Conference: Welcher Impuls am meisten überrascht hat, welche Trends besondere Aufmerksamkeit verdienen und wo deutlicher Handlungsbedarf sichtbar geworden ist.
Wenn Keynotes wie „Hör auf, deine Nutzer:innen zu daten: Heirate sie“ stattfinden und Begriffe wie „AI Agents“, „coding“ und „Digital Media Consumption“ die Gespräche auf der Praterinsel in München dominieren, dann ist wieder: Product & Tech Conference.
Mehr als 300 Burda-Tech-Enthusiast:innen kamen dafür zwei Tage lang zusammen. Im Mittelpunkt standen nicht abstrakte Zukunftsszenarien, sondern konkrete Use Cases aus dem Burda-Kosmos: Projekte, Erfahrungen und Learnings von Kolleg:innen, die neue Technologien bereits heute in Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen einsetzen.
Ein Thema zog sich durch nahezu jeden Vortrag und jede Diskussion: Künstliche Intelligenz.
Die Frage lautet längst nicht mehr, ob KI unsere Arbeit verändern wird. Sondern wie wir KI einsetzen, um bessere Produkte zu entwickeln, Nutzer:innen stärker zu binden und neue Geschäftschancen zu erschließen.
Fünf Expert:innen teilen ihren Blick auf die technologischen Veränderungen – und worauf es jetzt für Burda ankommt.
„Aufmerksamkeit ohne Vertrauen ist wertlos. KI hat das Vertrauen in digitale Inhalte nicht nur erschüttert – sie könnte auch das stärkste Werkzeug sein, um es wieder aufzubauen.” Jan Wachtel, CEO Burda Media, sieht KI nicht nur als Herausforderung für Medien, sondern auch als Teil der Lösung: etwa durch schnellere Faktenprüfung, mehr Transparenz und Empfehlungen, die auf dem jeweiligen Nutzerbedürfnis basieren statt auf maximale Aufmerksamkeit abzielen.
„Wir kommen mit KI aus der Testphase in die Umsetzungsphase.“ BurdaForward Geschäftsführer Daniel Steil sieht einen Wendepunkt erreicht: Wer Technologien jetzt konsequent skaliert, kann sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern. „Schließlich gibt es immer noch Unternehmen, die zögern. Aber hier zögert keiner. Hier sind heute 300 Leute aus den Bereichen Produkt, Tech und aus der Redaktion versammelt und das zeigt: wir wollen das und da ist aktuell richtig was zu holen.“
„Wir müssen KI ganzheitlich in unsere Produkt- und Entwicklungs-Lebenszyklen integrieren.“ Für Lydia Rullkötter, CFO bei Burda, ist klar: In den vergangenen Jahren wurde viel mit KI experimentiert. Jetzt geht es darum, erfolgreiche Entwicklungen zusammenzubringen, effizienter zu werden und bessere Produkte für die Nutzer:innen zu schaffen.
„Produkte und Geschäftsmodelle werden komplexer und dem müssen wir Rechnung tragen. Es gibt eine ganze Menge zu tun, aber dabei gilt immer: Der Mensch muss über der KI stehen – nicht umgekehrt.“ BurdaForward CTO Thomas Koelzer erinnert daran, dass Vertrauen, Verantwortung und menschliches Urteilsvermögen auch im KI-Zeitalter unverzichtbar bleiben. Sein Tipp: Man solle sich auch eine gewissen Gelassenheit bewahren.
Die Diskussionen auf der Product & Tech Conference haben deutlich gemacht, wie stark KI bereits heute Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle verändert. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass die eigentliche Herausforderung nicht mehr in der Technologie selbst liegt. Nicht die Möglichkeiten von KI werden über unseren Unternehmenserfolg entscheiden, sondern was wir daraus machen.
Felix Kalkum, Geschäftsführer von BurdaSolutions und Group CIO, formulierte dazu einen interessanten Ausblick: „Vielleicht sprechen wir auf der nächsten Product & Tech Conference schon deutlich weniger über KI.“
Nicht, weil das Thema an Bedeutung verliert. Sondern weil KI bis dahin noch stärker in unseren Produkten, Prozessen und Arbeitsweisen angekommen sein wird – und damit vom viel diskutierten Trendthema zum selbstverständlichen Werkzeug geworden ist.