Burda Style
25.11.2020

Sieben Jahrzehnte Modetrends: Die Zweitausender

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Es ist 70 Jahre her, dass die erste Ausgabe der heutigen Burda Style, damals „burda Moden“ mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren erschienen ist. „Einen Mann hat jetzt die Käte, weil sie nach burda Moden nähte“ lautete der Werbeslogan der neuen Modezeitschrift. Herausgeberin Aenne Burda hatte eine Mission: Frauen Selbstbewusstsein schenken – dank ihrer Nähzeitschrift wurde es allen möglich, schicke, modische Kleidung selber zu nähen. Damit traf Aenne den Nerv der Zeit, denn das Geld für Mode war knapp und so erfüllte die „burda Moden“ die Träume von Millionen Frauen. Innerhalb dieser letzten 70 Jahre hat sich die Welt der Mode stetig verändert. Aenne Burda brachte viele Trends aus Paris, Mailand und Hollywood Ausgabe für Ausgabe ins Heft und auf die Schnittmuster – nur in alltagstauglich, mit perfekter Passform, verständlichen Anleitungen und nachvollziehbaren Styling-Tipps. Wir betrachten in dieser Serie „Sieben Jahrzehnte Modetrends mit Burda Style“ die Mode von den Fünfzigern bis hin zu den modernen 2010er Jahren und beobachten, wie die Burda Style sich während dieser Jahre entwickelt hat. Begleiten Sie uns auf einer modischen Zeitreise durch die letzten sieben Dekaden! Heute: Die Zweitausender!

Zwischen luxuriös und leger

Müsste man ein Kleidungsstück wählen, dass jede Frau in den 2000ern im Schrank hatte, wäre es wohl die Jeans. Ob Bootcut Jeans, Röhrenjeans oder die Marlene-Hosen (in Jeans oder andere Materialien) – Hosen wurden mutig kombiniert. Dabei ging es nicht wie in den Jahrzehnten zuvor um Mustermix und knallige Farben, sondern vielmehr um den Sitz der Hose und die Kombination mit anderen Kleidungsstücken: Jeans saßen teilweise sehr tief, Röcke und Kleider wurden über der Hose getragen und als Oberteil waren enge, kurze T-Shirts bevorzugt. So entstand auch die beliebte Sockelsilhouette der 00er Jahre – oben schmal und unten weiter geschnitten. Im Laufe der Jahre bediente sich die Mode der 2000er Jahre dann den vorangegangenen Jahrzehnten. Fast alle Styles kamen wieder und kaum ein Trend hielt sich länger als zwei Jahre. So trugen die Frauen wieder auffällige Gürtel wie in den 70ern, griffen zur Skinny-Jeans der 80er oder auch zum Minirock, der die 60er und 70er Jahre bestimmte. Auch Boho und Folklore waren beliebte Trends, die wild kombiniert wurden.

„Burda Moden“ in den 2000er Jahren

Für die „burda Moden“ bot dieses Jahrzehnt aber nicht nur eine Vielfalt an Modethemen und Mustern – es war auch das Jahrzehnt, in dem das Magazin ins digitale Zeitalter sprang: 2001 ging Burda ins Netz. Mit der internationalen Website konnte der Aenne Burda Verlag rasch auch eine technisch-virtuelle Plattform aufbauen und bot somit die Möglichkeit, das Burda-Service-Angebot weltweit kennen zu lernen. Mit der Webseite konnten sich „burda Moden“-Fans von überall her vernetzen und die Produkte in vielen Ländern online bestellen. Bis 2002 trug das Modemagazin den Namen „burda Mode + Magazin“ und wurde dann in „burda Modemagazin“ umbenannt. Diesen Namen trug die Zeitschrift für weitere sieben Jahre, bis im August 2009 die erste Ausgabe unter dem neuen und bis heute bestehenden Namen Burda Style erschien. Im Jahr 2007 wurde bereits die Webseite „burdastyle.com“ gegründet, eine internationale Do-It-Yourself-Community, die Schnittmuster zum Herunterladen zur Verfügung stellt. Kurz darauf folgte die deutsche Version „www.burdastyle.de“. Die Webseiten erfreuen sich noch heute über 20 Millionen Seitenklicks im Monat von durchschnittlich über 1 Million Besuchern. Neben all den Erfolgen und den vielen erlangten Meilensteinen, waren die 2000er aber auch das Jahr des Abschiednehmens: Am 3. November 2005 verstarb Aenne Burda im Alter von 96 Jahren. Ihre Ideen und Geschichten leben aber bis heute und erfreuen unzählige Nähbegeisterte auf der ganzen Welt.

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Weitere Impressionen & Downloads

Tiefsitzender Schnitt – so wurden Röcke und Hosen Anfang der 2000er getragen © Aenne Burda Verlag

Das Titelcover zeigt, wie Kleider auch über der Hose getragen werden konnten © Aenne Burda Verlag

Mut zu Farbe war ein Motto der 200er © Aenne Burda Verlag

Verona Pooth (damals noch Feldbusch) im angesagten Folklore-Outfit © Aenne Burda Verlag

Jeans wurden zu allem kombiniert, z.B. auch zum britischen Landlady-Look © Aenne Burda Verlag

Model mit einem Outfit im modischen Boho-Stil © Aenne Burda Verlag

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