Eatbetter Day
29.06.2021

So geht nachhaltiger Genuss!

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Wir alle können mit kleinen Dingen Großes bewirken! Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind auch für Hubert Burda Media wichtige Aspekte der Unternehmensstrategie. Darum untersuchten die Eatbetter-Expert:innen und die Initiative "Burda bewegt" beim „3. digitalen Eatbetter Day“ am 24. Juni den Einfluss unserer Ernährungsweisen auf Umwelt und Klima. Unterstützt wurden sie dabei von der Burda-Initiative For Our Planet. Motto des Tages? „Gesünder essen und dabei Natur & Klima schonen. Jeder einzelne Beitrag zählt.“ Nur: Wie geht's? Das Interesse unserer Kolleg:innen an dem komplexen Thema war jedenfalls groß. Und erstmals wurde das Event live über den Facebook-Kanal von Eatbetter gestreamt. 

Mit dabei war auch For Our Planet-Expertin Sweelin Heuss, die in ihrem Talk mit Eatbetter-Expertenratsmitglied Axel Kölle zu Beginn des Eatbetter Days die verschiedensten Aspekte von Nachhaltigkeit – von Ernährung bis Mobilität – beleuchtete und spannende Impulse dazu gab, wie man im Alltag mit einfachen Maßnahmen Klima und Umwelt schonen kann. 

Besser essen und das Klima retten

„Die schlechte Nachricht vorweg: Die Ernährung der Weltbevölkerung, wie wir sie heute leben, ist nicht nachhaltig. Die gute Nachricht: Wir können etwas dagegen tun und es ist noch nicht zu spät. Was wir mit der BurdaVerlags-Initiative For Our Planet und der Food-Initiative Eatbetter ohne erhobenen Zeigefinger zeigen wollen, ist, dass es möglich ist, sich gesund, umweltgerecht und lecker zu ernähren. Was kann man konkret tun? Weniger, aber dafür hochwertiges Fleisch, mehr pflanzenbasiert und saisonal essen, weniger wegwerfen und auf Produkte aus biologischem und regionalem Anbau zurückgreifen. Damit werden wir unserer Verantwortung für das Tierwohl und den Artenschutz gerechter, schonen Ressourcen, unsere Böden und das Klima. Nachhaltigkeit muss cool werden, damit möglichst viele Menschen gemeinsam kleine und große Schritte für eine gesündere Lebenswelt gehen.“ 

Vor und nach dem vegetarischen und veganen Eatbetter-Lunch erfuhren die Teilnehmer:innen beim 3. Eatbetter Day in praxisnahen Vorträgen – und durch das Eatbetter MS-Teams-Toolkit, das in der Teams-Gruppe verfügbar ist – welch enorm wichtige Rolle unsere Ernährung für den Klima- und Umweltschutz spielt. In vier Vorträgen "fütterten" die Referent:innen die Zuhörer:innen nicht nur mit ihrem Fachwissen zu Food & Nachhaltigkeit, sondern gaben auch ganz persönliche und praktische Tipps für eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Aber zunächst gab's Fitness first!

Muskelaufbau mit Morning-Workout 

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hatte extra für den Eatbetter Day ein Fitness-Video gedreht. Um halb acht ging's los: Gut gelaunt und hoch motiviert zeigte er im Workout Übungen, die auch im Büro oder Homeoffice leicht nachzumachen sind. Von Kniebeugen am Stuhl über Hüftbeuger-Übungen bis zu Lounges, Adduktoren-Training, Plank-Wandern und Bauchübungen – im Sitzen! Video verpasst? Hier kann man es sich in Nachhinein anschauen. Kneifen gilt nicht! Denn, wie Thomas Röhler sagt: "Gesunde Ernährung und Sport gehören definitiv zusammen. Und als Athlet und Familienvater ist es mir wichtig, das Thema nachhaltiger, gesunder und folglich ausgewogener Ernährung fest in den Köpfen der Menschen zu verankern." Passend dazu gab es in den Kantinen vor dem Workout als Powerstart in den Tag frische Äpfel. 

Mit der richtigen Ernährung die Welt retten

Eatbetter unterstützt in seinen Nachhaltigkeitsthemen die BurdaVerlags-Initiative „For Our Planet, die im Kampf gegen den Klimawandel zu einem nachhaltigen und umweltschonenden Leben inspirieren möchte. Darum zeigte For Our Planet-Expertin Sweelin Heuss in einem digitalen Talk mit Eatbetter-Expertenratsmitglied für Nachhaltiges Wirtschaften, Axel Kölle, dass Klima- und Umweltschutz eine Jahrhundertaufgabe ist und die Art, wie wir leben, uns fortbewegen und wie wir uns ernähren betrifft. Von CO₂-Emissionen über Flächenverbrauch bis zum Greenpeace-Check von Fleisch-Siegeln. Denn gerade die Landwirtschaft und unsere Ernährungsweise wirken sich auf unterschiedliche Weise negativ auf unsere Umwelt aus. Alle zwei Minuten gehen 35 Fußballfelder an Regenwald verloren. Und ein Viertel der Treibhausgasemissionen sind auf die Landwirtschaft zurückzuführen. Es wird mehr tierische Nahrung angebaut als menschliche Nahrung. 1 Kilo Rindfleisch verbraucht 15.000 Liter Wasser, 1 Kilo Gemüse 320 Liter. Sprich: Mit Fleischverzicht können wir das Klima retten und Massentierhaltung eindämmen. Ein persönlicher Tipp von Sweelin Heuss: Die Gemüserezepte von Yotam Ottolenghi, der durch Rösten und Grillen ganz neue Aromen hervorzaubert. Klimaschutz kann lecker sein!

Mineralwasser hilft der Umwelt

Wasser, marsch! Wieso Mineralwassertrinker:innen den Naturschutz unterstützen und ob es wirklich DIE nachhaltigste Verpackung gibt, erklärten Sina Kneis, Leiterin Nachhaltigkeit & Public Affairs und Marie Wendling, Verantwortliche Nachhaltigkeit von Danone. Sina Kneis: "Ein gutes Mineralwasser ist das Ergebnis einer gut geschützten Natur. Wir Menschen mit unserem Handeln an und unter der Erdoberfläche sind dafür verantwortlich. Denn nur, wenn Schnee oder Regen durch intakte Wiesen, Erde und Gestein gefiltert werden, entsteht ein Wasser, das rein ist – natürliches Mineralwasser." Es wird nur so viel Wasser der Quelle entnommen, wie auch reproduziert werden kann. Dadurch wird der Schutz des natürlichen Ökosystems und der Biodiversität im Quellenschutzgebiet gewährleistet. Außerdem wird umweltgerechte Landwirtschaft im Quellenschutzgebiet gefördert. Was die nachhaltigste Wasser-"Verpackung" ist? Das kommt auf die Transportwege an! Bei kurzen Transportwegen sind Glasflaschen besser, bei längeren Transportwegen PET-Flaschen im Mehrwegsystem. Und aus recycelten PET-Flaschen werden wieder neue Produkte geschaffen, erklärte Sina Kneis. So schließt sich der Kreislauf.

Wie schmeckt die Zukunft?

Tanja Dräger, Referentin Nachhaltige Ernährung und Landnutzung beim World Wide Fund For Nature (WWF) erklärte: "Wir fordern von der Politik eine ressortübergreifende Ernährungsstrategie. Unser Ernährungssystem ist die größte Bedrohung der Natur". Warum, erklärte sie anhand der WWF-Studie zur Ernährung in planetaren Grenzen und des "Kulinarischen Kompass für eine gesunde Erde". Durch unsere Ernährungsweise sind wir für folgende Zahlen mitverantwortlich:

  • 80 % globalen Entwaldung
  • 29 % globalen Treibhausgas-Emissionen
  • 70 % Süßwassernutzung
  • 70 % terrestrischer Verlust der Biodiversität
  • 50 % Verlust der Biodiversität in Flüssen und Seen
  • 52 % Degradierung landwirtschaftlicher Flächen

Zahlen, die zu denken geben. Und es gibt noch mehr: "75 % der für unsere Ernährung benötigten Flächen werden für die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln genutzt." Und: Die Sojaanbaufläche für tierische Lebensmittel ist enorm: 2,83 Mio. Hektar, 96,13 % der Fläche. Sprich: Welche Lebensmittel wir wo kaufen und was wir essen, wird für unsere Zukunft und die der kommenden Generationen entscheidend sein, denn durch eine flexitarische, vegetarische oder vegane Ernährung können Millionen Tonnen von CO₂ eingespart werden. Wie das Essen der Zukunft aussehen kann? Das zeigt sehr anschaulich das WWF-Projekt "Besseresser:innen" mit vielen Anregungen und Rezepten. Und ja, man kann der Nachhaltigkeit und Umwelt zuliebe auch Insekten-Pasta essen – muss aber nicht. Mit Fleisch- und Zuckerverzicht zum Beispiel wäre auch schon viel getan. 

Tipps und Tricks für den Alltag

Buchautorin und Dokumentarfilmerin Katarina Schickling zeigte Tipps und Tricks aus ihrem Buch "Der Konsumkompass" und ihrem kompaktem Ratgeber "Die 100 besten Eco Hacks". Die Journalistin beleuchtete unseren Konsument:innen-Alltag von den Themen Essen, Reisen, Shopping, Energie und Mülltrennung bis zu Mobilität. "E-Roller sind überflüssig und E-Autos unverzichtbar!" Sie forderte außer einer Lebensmittel-Ampel auch eine CO₂-Ampel, empfahl den "Blauen Engel" als glaubwürdiges Bio-Siegel und riet dazu, bei Studien zu Nachhaltigkeits-Themen immer auf deren Auftraggeber zu achten. Zudem gab sie Tipps für ein bewusstes Shoppen regionaler und saisonaler Bio-Lebensmittel. Apropos Einkauf im Supermarkt: "Immer eigenen Einkaufsbeutel dabei haben und einfach mal einzelne Bananen kaufen. Denn die bleiben im Laden meistens liegen und werden dann weggeworfen." Und: "Fleisch, wie bei unseren Großeltern, eher als Sonntagsbraten konsumieren, nicht täglich." Ihr Credo: "Mit unseren alltäglichen Konsumentscheidungen können wir zeigen, welche Art Ware wir wollen und gezielt die Hersteller belohnen, die transparent arbeiten und es mit der Nachhaltigkeit bei Inhalt und Verpackung ernst meinen." 

Die 10 wichtigsten Regeln für ein nachhaltiges Leben:

  1. Energie sparen: Strom ist nie völlig sauber. Deshalb immer und überall so wenig Strom verbrauchen, wie es nur geht.
  2. Müll vermeiden: Der beste Abfall ist immer der, der gar nicht erst entsteht. Ansonsten Müll getrennt sammeln und einem geregelten Recycling zuführen.
  3. Verwerten statt Entsorgen: Was für Sie überflüssiger Ballast ist, ist vielleicht genau das, was ein anderer gerade sucht.
  4. Gebraucht kaufen: Alles, was nicht neu für Sie erzeugt wurde, sondern ein zweites oder drittes Mal genutzt wird, verbessert sofort Ihre persönliche Energiebilanz.
  5. Bewusst reisen: Flüge auf ein Minimum beschränken. Und möglichst oft öffentliche Verkehrsmittel nutzen, statt das eigene Auto.
  6. Weniger Fleisch: Fleisch, besonders Rindfleisch, ist das klimaschädlichste Lebensmittel und sollte deshalb eine Delikatesse sein. Und immer aus tiergerechter Haltung stammen.
  7. Lieber Bio: Die ökologische Landwirtschaft geht, trotz höherem Landverbrauch, schonender mit unseren natürlichen Ressourcen um. Das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern beispielsweise auch für Baumwolle.
  8. Fair einkaufen: Viele Waren sind nur deshalb so billig, weil sie unter unzumutbaren Bedingungen für andere erzeugt werden.
  9. Konsum mit Augenmaß: Alles, was Sie nicht kaufen, ist ein Gewinn in Sachen CO2-Ausstoß.
  10. Seien Sie anstrengend! Gehen Sie Handel, Herstellern und Erzeugern auf die Nerven. Fragen Sie nach nachhaltig erzeugten Produkten. Zeigen Sie Interesse dafür, wie Ihre Ware produziert wird. Wir Kund:innen haben mit unsern Kaufentscheidungen viel mehr Macht, als uns oft bewusst ist. Diese Macht sollten wir nutzen!

Der Eatbetter Day ist eine Teamleistung von Eatbetter und „Burda bewegt“, mit dem Ziel, auch intern, bei unseren Kolleginnen und Kollegen, etwas zu bewegen und zu zeigen, wie lecker gesunde und nachhaltige Ernährung sein kann. Nadine Raverdy (Head of Marketing & Brand Solutions Food), Simone Blum (Brand Manager Events Food) und Miriam Feurer (Brand Manager Food & Project Lead Eatbetter) planen schon das nächste Event für den Herbst/Winter.

Zur Info: Alle Video-Vorträge gibt es iauf der Facebook-Seite von Eatbetter. Einfach anmelden unter eatbetter@burda.com, wenn Sie nachträglich noch Zugang dazu haben möchten oder Fragen haben. Tolle Rezeptideen gibt es hier. Alle Informationen und Experten-Interviews finden sich unter www.burda.com/eatbetter.

 

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Weitere Impressionen & Downloads

Beim 3. digitalen Eatbetter Day gab es nicht nur gute Vorträge zum Thema Ernährung und Umwelt, sondern auch leckere vegetarische und vegane Gerichte in den Kantinen (c) HBM

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