DLD Munich 24
13.01.2024

Streben nach einer besseren Welt

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Selten stand die Welt vor so vielen parallelen globalen Herausforderungen und gleichzeitig solch disruptiven Technologiesprüngen wie zu Anfang des Jahres 2024. Umso wichtiger ist, dass die unterschiedlichsten Disziplinen von Wissenschaft über Technologie bis Kunst und Philosophie in der Auseinandersetzung miteinander Lösungen finden. Dafür steht Europas wichtigste Innovationskonferenz DLD seit 2005, dieses Jahr unter der großen Überschrift „Dare to know!“.

Den rund 1.300 DLD-Teilnehmenden aus aller Welt, darunter der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und mehrere Minister aus seinem Kabinett, rief DLD-Gründerin und Gastgeberin Steffi Czerny am Donnerstag zu:


„Nur wenn wir wagen zu wissen, zu lernen, zu verstehen, können wir unser volles Potenzial entfalten, unserem eigenen Urteilsvermögen vertrauen und mit einer ausgewogenen Portion kritischem Denken und Optimismus die Welt aufbauen, in der wir leben wollen!“

Steffi Czerny, DLD-Gründerin


Auch Serviceplan-CEO Florian Haller, Gastgeber im House of Communication, sagte: „Füllen Sie unser Haus mit innovativen Ideen und Optimismus. Nur mit einer zutiefst optimistischen Grundhaltung können wir Multikrisen begegnen und Wandel positiv gestalten“.

Künstliche Intelligenz wird bald so selbstverständlich wie Elektrizität sein

KI verändert unsere Welt schneller als jede andere Technologie zuvor. Wie wir mit Blick auf unsere Geschäfte, unsere Gesellschaft und unser ganzes Leben am besten damit umgehen, war das zentrale Thema von DLD 2024. Rund 200 Speaker – darunter Unternehmensführer wie Jonas Andrulis (Aleph Alpha), Technologieexpert:innen wie Werner Vogels (Amazon), weltweit renommierte Wissenschaftler:innen wie Maja Göpel, kritische Denker wie Gary Marcus, Erfinder:innen und Künstler:innen wie Architekt Rem Koolhaas diskutierten darüber aus den unterschiedlichsten Perspektiven leidenschaftlich und kontrovers.

KI ist eine sehr mächtige Technologie, die alles verändert, aber allmächtig ist sie nicht. Anders als bei DLD Munich 23, als Generative AI für die meisten Menschen noch brandneu war, ging es dieses Jahr nicht mehr darum, ob die Menschen KI nutzen werden oder nicht. Künstliche Intelligenz wird für uns so selbstverständlich wie Elektrizität werden, und sie wird sich so rasant entwickeln, dass wir sie schon im nächsten Jahr kaum wiedererkennen, darüber waren sich alle Panelteilnehmer:innen einig.

Die Herausforderung liegt im Wie: KI im Einklang mit Werten und Kultur nutzen

Vielmehr ging es dieses Jahr bei DLD Munich darum, wie wir Generative KI als Menschen im Einklang mit unseren Werten und unserer Kultur bestmöglich für uns einsetzen können, und wie wir menschliche und maschinelle Intelligenz gemeinsam voranbringen. Dann ist ein Fortschritt möglich, bei dem die Menschen ihre zutiefst menschlichen Eigenschaften Kreativität und Empathie einbringen können, während die Maschine im Hintergrund unsere Produktivität um ein Vielfaches steigert. Um sinnvoll zu arbeiten, braucht sie Daten in sehr großen Massen, und gleichzeitig müssen Menschen und Unternehmen davor geschützt werden, von KI ausgebeutet und manipuliert zu werden. Daher war auch die Regulierung von KI ein großes Thema bei DLD Munich 24, prominent vertreten von EU-Parlamentarierin und Rapporteurin für das Europäische KI-Gesetz, Eva Maydell.

Eine weitere spannende Erkenntnis von DLD 2024: Die Zukunft von Technologien liegt nicht ausschließlich in den USA und China (und zunehmend auch Zentraleuropa), sondern auch aus Afrika und Osteuropa kommen maßgebliche Impulse. Interessant ist dabei auch: Der Anteil von Frauen im Technologiesektor in Zentral- und Osteuropa ist viel höher als im Rest Europas, wo er bei etwa 16 % liegt. Bulgarien führt mit über 30 %, Rumänien und die anderen Länder haben etwa 20 %. in Ingenieurwesen, Informatik, Führungspositionen ist es fast dasselbe.

Kämpferin für den nachhaltigen Wandel erhält Aenne Burda Award

Emotionaler Höhepunkt von DLD 2024 war die Verleihung des Aenne Burda Awards an Sandrine Dixson-Declève, Expertin für Energiepolitik und Co-Präsidentin des Club of Rome. Seit 2006 werden mit dem Award in Gedenken an Aenne Burda Frauen geehrt, die sich mit herausragenden unternehmerischen und kreativen Leistungen einen Namen gemacht haben. Sandrine Dixson-Declève, seit Langem eine Kämpferin für den globalen nachhaltigen Wandel, bedankte sich sichtlich ergriffen mit sehr nachdenklichen Worten für die besondere Auszeichnung


„Wir müssen wieder menschlich werden. Ich schwanke jeden Tag zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ich erzähle Ihnen das, um Ihnen zu zeigen, wie verletzlich wir alle als Individuen und als Menschheit sind. Wir müssen zu einem Geist der Menschlichkeit zurückkehren, in dem wir uns als Kollektiv lieben und stolz darauf sind, Teil der menschlichen Spezies zu sein und Teil dieses Planeten, den wir Heimat nennen." 

Sandrine Dixson-Declève, Co-Präsidentin des Club of Rome.


Weitere Informationen

Alle DLD-Panels sind als Videoaufzeichnung hier zu finden

Das gesamte Bildmaterial zu DLD 2024 ist hier hinterlegt.

Alle Informationen zu den Speakern und Themen sind hier nachzulesen

 

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Weitere Impressionen und Downloads

“Wenn wir die Zukunft aktiv gestalten wollen, müssen wir ständig nach neuem Wissen streben.” Steffi Czerny eröffnet die DLD 2024 unter dem Motto “Dare to Know” © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Gastgeber Florian Haller, CEO Serviceplan Group, hieß die Gäste willkommen und rief dazu auf, das House of Communication mit innovativen Ideen und Optimismus zu füllen © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Auch Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, war am ersten Konferenztag zu Gast und bezeichnete die DLD als die interessanteste Konferenz in Deutschland © Dominik Gigler für DLD / Hubert Burda Media

Der Entwickler der Bild-KI “Stable Diffusion”, Björn Ommer, sieht generative KI als Brennglas für die Herausforderungen der Menschheit © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Das Panel zu “Female Entrepreneurship und Investment” war sich einig, dass Männer in der Investmentwelt verstärkt ihre Netzwerke für Start-up-Gründerinnen öffnen müssen © Philipp Gülland / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

“In ein paar Jahren werden wir KI so selbstverständlich verwenden, wie wir heute Elektrizität nutzen”, stellte Thomas Saueressig von SAP auf dem Panel mit Ewa Duerr von Google, in Aussicht © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Sarah Spiekermann von der Universität Wien ist überzeugt, dass wir als Menschheit gegenüber KI mächtiger sind, als wir denken © Philipp Gülland / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Beim Female Leadership Lunch versammelten sich Erfolgsfrauen aus den verschiedensten Branchen um sich über aktuelle Themen auszutauschen © Dominik Gigler für DLD / Hubert Burda Media

Das House of Communication in München ist auch in diesem Jahr erneut Treffpunkt für die DLD-Community © Michaela Stache für DLD / Hubert Burda Media

Paul-Bernhard Kallen und Martin Weiss © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Der Andrang ist groß: rund 1.300 Teilnehmer:innen waren an den drei Konferenztagen Teil der DLD Munich 24 © Sebastian Gabriel / Picture Alliance for DLD / Hubert Burda Media

Neben all den spannenden Panels, neuen Impulsen und relevantem Input bietet die DLD Munich auch stets die Möglichkeit zu Netzwerken © Michaela Stache für DLD / Hubert Burda Media

Beim traditionellen Chairmen’s Dinner kamen auch in diesem Jahr erneut Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Politiker:innen und die internationale Digital-Elite zusammen und nutzen die Gelegenheit am Abend des ersten Konferenztages zum Netzwerken © Sabine Brauer für DLD / Hubert Burda Media

​​​​​​„Die Demokratisierung von Daten ist entscheidend für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI“, postuliert Werner Vogels von Amazon © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Shamina Singh von Mastercard ist überzeugt, dass wir jetzt die Möglichkeit nutzen sollten, um KI mit den Zielen der Menschheit in Einklang zu bringen © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Das Panel mit Jonas Andrulis (Aleph Alpha), Eva Maydell (Mitglied des EU-Parlaments), Philipp Justus (Google) und Ludwig Ernsthaler (468 Capital) sprach mit Andrew Keen über die Regulierung von KI © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Im Gespräch mit Marc Al-Hames, Vorstandsmitglied Hubert Burda Media, sagte Ana Paula Assis, IBM Europe, dass die Einführung von KI in Afrika, dem Mittleren Osten und in Südostasien weiter fortgeschritten sei als in Europa © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Franziska Reich, Chefredakteurin Focus, im Gespräch mit Mallik Rao, O2 Telefónica, zum Potenzial neuer Technologien in Zeiten von KI © Sebastian Gabriel / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Florian Festl, Chefredakteur Focus online, unterstrich die Wichtigkeit von konstruktivem Journalismus angesichts globaler Herausforderungen © Philipp Gülland / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Ole Obermann, TikTok sprach darüber, wie trotz individueller Feeds auf Social Media eine Gemeinschaft der Nutzer:innen entstehen kann © Philipp Gülland / Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

Der Aenne Burda Award for Creative Leadership ging an die belgische Expertin für Energiepolitik und Co-Präsidentin des Club of Rome, Sandrine Dixson-Declève © Picture Alliance für DLD / Hubert Burda Media

 

Spontaner Flashmob: Die Polonaise wurde von Yossi Vardi initiiert und sorgte für gute Laune bei den Teilnehmer:innen © Dominik Gigler für DLD / Hubert Burda Media

Technik, Gastronomie, Sicherheit, Reinigung, Eventpersonal, Speaker, und, und, und: Bei der DLD Munich 24 waren neben den 1.300 Teilnehmer:innen unzählige Mitarbeiter:innen involviert © Dominik Gigler für DLD / Hubert Burda Media

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