Holidaycheck
03.08.2022

Urlaubsplanung: Flexibilität zahlt sich aus

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Endlich Ferien! Nach über zwei Jahren Pandemie und nur eingeschränkten Reisemöglichkeiten steht in diesem Sommer wieder eine unbeschwerte Urlaubszeit an. Die Tourismusbranche freut sich über den Aufschwung und die hohe Nachfrage auf Kund:innenseite. Doch die Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen: Den Flughäfen mangelt es an Sicherheitspersonal, den Airlines fehlen Fachkräfte – meist in zentralen Berufen des Boden- und Flugpersonals – und die Reisenden bekommen dies in Form von langen Wartzeiten am Flughafen, Flugverspätungen oder Stornierungen zu spüren.

Im Interview mit Nina Hammer, Head of Public Relations bei Holidaycheck, wollen wir mehr zu den aktuellen Entwicklungen erfahren, welche Empfehlungen das online Buchungs- und Bewertungsportal für die Sommerurlaubszeit hat und welche Entwicklungen es für den Herbst erwartet.

Diese Reisesaison sollte endlich wieder entspannter werden im Hinblick auf die Pandemie: Wie hat sich das auf die Buchungen für den Sommer über Holidaycheck bemerkbar gemacht?

Wir sind absolut zufrieden mit den Sommerbuchungen. Wir alle haben lange auf Urlaub verzichtet und jetzt zieht es die Deutschen wieder in ihre Lieblingsurlaubsregionen. Viele Urlauber:innen gönnen sich dieses Jahr etwas mehr Luxus, zum Beispiel mit einer höheren Hotelkategorie.  Die Fernreiseziele liegen noch nicht auf dem Vor-Corona-Niveau, aber dafür erleben die Kapverden dieses Jahr einen deutlichen Aufschwung. Dorthin sind es nur circa sechs Flugstunden und es fühlt sich dennoch an wie eine Fernreise.

Wie reagieren die Reisenden auf die aktuelle Lage an den Flughäfen?

Das ist natürlich maximal ärgerlich für alle Beteiligten. Wir, wie auch alle anderen Touristikunternehmen, versuchen jetzt das Beste draus zu machen und Urlauber:innen mit allen nötigen Informationen zu versorgen, damit sie lange Wartezeiten beim Check-in und den Sicherheitskontrollen vermeiden können. Mit Sicherheit wird die Situation auch von Flughafen zu Flughafen unterschiedlich sein. Um die Reisenden möglichst gut auf die aktuell angespannte Lage vorzubereiten, haben wir alle notwendigen Informationen und Tipps auf einer Seite zusammengestellt. Mein Tipp wäre es auf jeden Fall dieses Jahr die wertvollsten Dinge im Handgepäck zu transportieren und sich zur Sicherheit einen Airtag (GPS Koffertracker) fürs Gepäck zuzulegen. Dann weiß man im Notfall, wo der Koffer gelandet ist. Und die positive Nachricht ist, dass wir aus der ersten Analyse der Urlauberbewertungen sehen, dass sich der Personalmangel in den Zielgebieten in der Regel nicht auswirkt und die Mitarbeiter:innen vor Ort sich doppelt so viel Mühe geben.

Welche Ziele und Urlaubsarten sind aktuell besonders stark nachgefragt?

In den letzten zwei Jahren sind natürlich viele von uns auf das Auto ausgewichen, waren das erste Mal an Nord- und Ostsee oder auf dem Campingplatz. Aber diesen Sommer zieht es die meisten wieder in den Süden, insbesondere auf die Inseln nach Spanien, Griechenland, an die Türkische Riviera und nach Portugal.

Welche Empfehlungen haben Sie für die aktuelle Situation?

Da dieses Jahr eine große Nachfrage auf noch nicht volle Kapazitäten insbesondere bei Flügen, aber auch bei Hotelkontingenten trifft, ist nicht mit einer Lastminute Schnäppchen Saison zu rechen. Je flexibler Urlauber sind, was das Reiseziel und die Reisezeit angeht, umso besser. Was außerdem bei der Suche helfen kann, ist es verschiedene Zeiträume abzufragen und auch naheliegende Abflughäfen im Nachbarbundesland. Und auch alternative Sternekategorien. Oftmals ist ein 3-Sterne-Hotel genauso geeignet und gut wie ein 4-Sterne-Hotel. Ich würde immer empfehlen, die Hotelbewertungen- und Urlauberbilder zu Rate zu ziehen und nach Altersgruppe und Reiseart zu filtern – so lässt sich schnell rausfinden, wie es vor Ort wirklich ist.

Sollte man jetzt schon seinen Weihnachts- und nächsten Jahresurlaub buchen, bevor alles noch teurer wird?

Das würde ich davon abhängig machen, wie flexibel ich bin. Mit Schulkindern, oder wenn man ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen hat, dann ist es in der Regel günstiger, Frühbucherangebote für die nächste Sommersaison in Anspruch zu nehmen und sich das Traumhotel zu sichern. Bei Hotels oder Campingplatzen kann man sich zudem oftmals schon auf die Warteliste setzen lassen, bevor die neue Preisliste draußen ist. Für den Winterurlaub im Schnee würde ich auf jeden Fall jetzt mit der Suche starten, weil auch hier vieles schon stark gebucht ist. Wen es über den Jahreswechsel in die Sonne zieht, der hat jetzt noch eine gute Auswahl. Ich würde aber immer eine Pauschalreise mit Flex-Option buchen. Dann kann man wenige Tage vor Abreise ohne Angabe von Gründen kostenlos oder für einen kleinen Betrag stornieren.

 

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 Nina Hammer, Head of Public Relations bei Holidaycheck, über die neuesten Entwicklungen in der Touristikbranche (c) HBM

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