Studie zu Netzwerken
26.09.2019

Wem vertrauen die Deutschen?

Studie zu Netzwerken
26.09.2019

Wem vertrauen die Deutschen?

Die neue Burda-Studie „Ein Jahr DSGVO – Vertrauen in soziale Netzwerke“ durchgeführt von der unabhängigen TÜV Nord Group sowie dem führenden Statistikportal Statista zeigt:

  • Berufliche Netzwerke punkten bei Informationen und Seriosität:
    90 Prozent der Befragten vertrauen Informationen auf Xing sehr vor LinkedIn (81%), Twitter (64%), Instagram (49%) und Facebook (37%). 32 Prozent der Nutzer stufen Xing als eher bis sehr seriös ein, Facebook erreicht hier nur 7 Prozent.
  • Klare Trennung von privater und beruflicher Nutzung:
    Für die berufliche Entwicklung schätzen Nutzer ihre Profile bei Xing (59%) und LinkedIn (57%) besonders hoch ein. Für die private Kontaktpflege halten 59 Prozent ihre Facebook-Profile, 49 Prozent ihre Instagram-Profile für unverzichtbar.
  • Berufliche Profile gewinnen an Relevanz:
    Gaben 2014 nur 9 Prozent der Befragten an, ihre Xing-Profile umfangreich zu nutzen, sind es 2018 knapp die Hälfte aller Befragten (44%). Bei Facebook & Co ist die Profilaktualität im Vergleich zu 2014 nicht gestiegen (25%). 

Vertrauen in soziale Netzwerke

Seit 2018 ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) europaweit in Kraft. Im gleichen Jahr wird das Image von Facebook durch Datenskandale massiv beschädigt, allen voran durch den Fall um Cambridge Analytica, bei dem sich die Firma Zugang zu Daten von 87 Millionen Nutzern verschaffen konnte. Wie haben derartige Datenskandale sowie die Einführung der DSGVO die wahrgenommene Datensicherheit sozialer Netzwerke verändert? Welchen Netzwerken wird hohes Vertrauen geschenkt, wo fühlen sich Nutzer nicht mehr sicher? Und wie unterscheidet sich die private von der beruflichen Nutzung sozialer Netzwerke? Diesen und weiteren Fragen widmet sich eine neue Burda-Studie durchgeführt von der unabhängigen TÜV Nord Group sowie dem führenden Statistikportal Statista. Untersucht wurden die Netzwerke Facebook, Instagram, Twitter, Xing und LinkedIn.

Xing führt beim Thema Vertrauen, Facebook polarisiert

Das berufliche Netzwerk Xing führt das Ranking beim Umgang mit sensiblen Daten an: 49 Prozent der 1001 Befragten schätzen ihre Daten hier als sicher ein. Facebook schneidet in Punkto Datensicherheit deutlich schlechter ab: Rund die Hälfte der Befragten wähnt ihre Daten hier nicht mehr in Sicherheit – bei Xing sind es gerade einmal 15%. Allerdings geben 47 Prozent der Befragten auch an, sich einigermaßen sicher oder sehr sicher bei Facebook zu fühlen. Hier zeigt die Studie deutlich, wie sehr das US-Netzwerk die User spaltet.

Auch die Tüv-Experten sehen Xing bezüglich der Erfüllung verschiedener DSGVO-Kriterien vorne: Xing führt hier mit 54 von 60 möglichen Punkten vor Instagram und Facebook (jeweils 40 Punkte) sowie Twitter und LinkedIn (jeweils 38 Punkte). Untersucht wurden zum Beispiel die Speicherung und Löschfristen personenbezogener Daten oder die Angabe von Gründen für die Übermittlung dieser in Drittländer.


„Xing hat sich von allen Netzwerken am intensivsten um die Datenschutzerklärung bemüht und erreicht hier als einziger Anbieter die volle Punktzahl in der TÜViT Bewertung. Unsere Testpersonen haben angemerkt, dass Xing es geschafft hat, ein trockenes und langweiliges Thema anschaulich darzustellen.”

Christoph Zurheiden, Projektleiter bei der Tüv Nord Group


Optimierungspotential sieht der TÜV bei allen Plattformen im Bereich der datenschutztechnischen Grundeinstellungen für Nutzer (Privacy by Default).

Berufliche Netzwerke punkten bei Informationen und Seriosität

Die beruflichen Netzwerke liegen bezüglich Seriosität und Vertrauen gegenüber privaten Netzwerken vorne. 90 Prozent der Befragten geben an, den Informationen auf Xing sehr zu vertrauen. LinkedIn folgt hier mit 81 Prozent vor Twitter (64%), Instagram (49%) und Facebook (37%). Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der wahrgenommenen Seriosität. 32 Prozent der Nutzer stufen Xing als eher bis sehr seriös ein. Schlusslicht ist hier Facebook mit sieben Prozent.

Klare Trennung: Privat Facebook, beruflich Xing

Die Studienergebnisse zeigen eine klare Trennung von Beruflichem und Privatem. Xing und LinkedIn werden vor allem unter professionellen Gesichtspunkten genutzt. 57% der Befragten informieren sich auf Xing über offene Stellen, 37% machen dies bei LinkedIn. Für die berufliche Entwicklung schätzen Xing-Nutzer ihre Profile besonders hoch ein – 59 Prozent halten sie für unverzichtbar (LinkedIn: 57%, Instagram: 22%, Twitter: 19% Facebook: 18%). Facebook, Instagram und Twitter werden hingegen nahezu ausschließlich zu privaten Zwecken genutzt. Geht es um die private Kontaktpflege halten 59 Prozent der deutschen Facebook-Nutzer ihre Profile für unverzichtbar, bei Instagram sind es 49 Prozent.

Berufliche Netzwerke gewinnen an Relevanz

Die Studie zeigt einen deutlichen Trend dahingehend, dass die Deutschen bei ihren beruflichen Profilen stark daran interessiert sind, ihre Reichweite zu erhöhen. Sie achten überdurchschnittlich stark auf ihre Selbstdarstellung auf Accounts wie LinkedIn oder Xing: 2014 gaben nur 9 Prozent der Befragten an, sich auf ihrem Xing-Profil umfangreich darzustellen. Vier Jahre später sind es knapp die Hälfte aller Befragten (44%). Im privaten Kontext hingegen ist die Profilaktualität im Vergleich zu 2014 lediglich konstant geblieben (25%). 

Über die Studie:

Hubert Burda Media* ist Auftraggeber der Studie. Die Untersuchung mit dem Titel „Ein Jahr DSGVO – Vertrauen in soziale Netzwerke“ besteht aus zwei Teilen: Zum einen wurde mittels technischer Prüfungen, Nutzer-Tests, Überprüfung der Nutzererfahrung sowie Vergleichbarkeitsmessungen ein Fragenkatalog beantwortet. Durchgeführt wurde diese Untersuchung von der TÜV Nord Gruppe. Zum anderen klärt eine repräsentative Studie des Statistikportals Statista (1001 Befragte) Fragen nach Relevanz und Nutzen der Mitgliedschaft, Vertrauen in die Netzwerke, Auswirkungen von Datenschutz und Datenmissbrauch auf die Nutzung sozialer Netzwerke.

* Hubert Burda Media ist Mehrheitseigentümer der Xing SE

PDF

Weitere Impressionen & Downloads

Berufliche Netzwerke punkten bezüglich Seriosität und Vertrauen gegenüber privaten Netzwerken © HBM

Mehr Selbstdarstellung in beruflichen Netzwerken, Facebook hingegen stagniert © HBM

Einfluss der DSGVO auf das allgemeine Nutzerverhalten ist gering © HBM

Persönliche Daten sind bei Xing nach Expertenmeinung am sichersten © HBM

Xing ist Vorreiter beim Datenschutz © Xing

Ein Jahr DSGVO - Vertreten in soziale Netzwerke © HBM

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