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Thunder
05.09.2016

“Wichtig, dass eine Community entsteht“

Thunder
05.09.2016

“Wichtig, dass eine Community entsteht“

Als Zeichen der Kollaboration entwickelte Burda das Open Source CMS (Content Management System) Thunder und legte damit den Grundstein für einen Weg, Innovationen und Synergien zu teilen. Nach einem knappen halben Jahr ist das kostenlose und speziell für die Verlagswelt entwickelte CMS in der Medienbranche angekommen und akzeptiert. Ingo Rübe, CTO der Burda Magazine Holding und Initiator von Thunder, führte mit interessierten Medienunternehmen und Partnern Gespräche über mögliche Kooperationen und stellte das CMS auf verschiedenen Konferenzen vor. Nun führte ihn die Reise zum Digital Day nach São Paulo in Brasilien. Im Interview spricht Rübe über die Erfolge und die Ziele für die kommenden Monate.

Thunder ist jetzt ein halbes Jahr alt. Was ist seit der Ankündigung passiert?

Rübe: In einem Satz: Viel mehr als erwartet. Wir haben Thunder ursprünglich entwickelt, um Synergien zwischen den Burda-Marken zu nutzen. Da sichThunder intern bereits rechnet, entstand im vergangenen Herbst die Idee, eine weltweite Community aus Verlagen und Industriepartnern zu gründen, um das System – dem Open-Source-Gedanken folgend – der Welt zur Verfügung zu stellen. Was nach unserer Ankündigung passierte, war überwältigend: Mehr als 130 Verlage und Industriepartner aus über 20 Ländern haben sich bei uns gemeldet und Interesse bekundet, das System einzusetzen. Wir werden auf Konferenzen eingeladen, um von der Initiative zu berichten. Ikonen wie der Drupal-Gründer Dries Buytaert nennen Burda auf internationalen Konferenzen als technologischen Vorreiter. Man kann sagen: Die Stimmung im Team ist wirklich gut.

Wie hat sich die Software selbst seitdem entwickelt?

Rübe: Thunder ist mittlerweile in der elften Betaversion. Es wurden viele neue Funktionalitäten bereitgestellt und existierende schrittweise verbessert. Für Herbst dieses Jahres planen wir das Release der Version 1.0. Für das Vertrauen in Thunder ist es wichtig, dass wir sehr hohe Qualität anbieten. Daher testen wir ausgiebig, bevor wir etwas in die Community geben. Bisher arbeiten die internen Burda-Marken mit großem Erfolg auf der jeweils aktuellen Betaversion. Daraus gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse. Externe Verlage, die die Betaversion bereits nutzen, bekommen von uns jeden erdenklichen Support. Und diejenigen, die eine Ablösung ihres Altsystems planen, werden wir rechtzeitig mit einem Release 1.0 versorgen. Gerade ist außerdem die erste von Thunder gestiftete Kooperation zwischen mehreren Verlagen und Industriepartnern zur Entwicklung eines Thunder-Moduls gestartet und wird ein sehr schönes Liveticker-Modul mit Google AMP Anbindung ergeben. Damit üben wir zum ersten Mal die Entwicklung in einer von uns initiierten Community.

Welche Erkenntnisse konnten Sie gewinnen?

Rübe: Mein lehrreichstes Gespräch im vergangenen halben Jahr war ein zweistündiges Frühstück mit Jeff Jarvis, der mir zwei Punkte erklärt hat. Erstens, wir brauchen Entwicklungspartner für Thunder, da wir die Projekte bei den externen Verlagen nicht selber umsetzen. Wir haben daraufhin ein Zertifizierungsprogramm für Thunder-Integratoren ins Leben gerufen, an dem Firmen weltweit teilnehmen können und bei Erfolg mit einem eigens entwickelten Logo werben dürfen. Wir haben bereits drei Zertifikate vergeben und die Liste der Kandidaten ist lang. Das Programm entwickelt sich außerdem zum Vertriebskanal für Thunder, da die Integratoren meist bereits Kunden im Medienumfeld haben.

Zweitens, so Jeff Jarvis, dürfen wir uns nicht nur auf Deutschland konzentrieren. Open Source spielt in anderen Regionen wie etwa Südamerika eine viel größere Rolle. Für Thunder ist es wichtig, dass eine Community entsteht und nicht, dass alle am Tisch deutsch reden. Hier hat uns BurdaInternational geholfen und eine kurze Projektbeschreibung an einige ihrer internationalen Kontakte geschickt. Auf diese Initiative hin werden demnächst in Europa die jeweiligen Burda-Marken-Websites auf Thunder umgestellt. Diese sehr prominenten Marken ziehen wiederum Integratoren an, die ihrerseits ihren Kunden Thunder als CMS vorschlagen.

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