Unter der neuen Medienmarke „wir.unternehmen“ plant Hubert Burda Media zum Herbst 2023 den Einstieg in ein neues Medienangebot gemeinsam mit regionalen Partnern.
Von Secondhand-Mode über innovative Events bis zur ressourcenschonenden Druckproduktion: Burda zeigt, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert – und dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg perfekt zusammenpassen.
Kreislaufwirtschaft verändert, wie Unternehmen produzieren, wirtschaften und wachsen. Burda hat mit einigen seiner Investitionen schon früh auf zirkuläre Geschäftsmodelle gesetzt und betreibt mit den Druckereien das Paradebeispiel für Produktion in Kreisläufen. Wir haben uns bei Burda umgesehen – und zeigen, welche Bereiche bereits heute die Prinzipien der Circular Economy erfolgreich umsetzen.
Vom Wegwerfen zum Weiterdenken: Was wäre, wenn Produkte nicht einfach im Müll landen, sondern immer wieder in neue Nutzungskreisläufe zurückfließen? Genau das ist das Prinzip der Kreislaufwirtschaft – auch bekannt als Circular Economy. Im Gegensatz zum klassischen linearen Wirtschaftssystem, das auf „Produzieren – Nutzen – Wegwerfen“ basiert, setzt die Kreislaufwirtschaft auf Nachhaltigkeit: Materialien und Produkte werden so gestaltet, dass ihr Lebenszyklus verlängert wird. Ob durch Wiederverwendung, Reparatur, Recycling oder energieeffiziente Produktion – das Ziel ist eine ressourcenschonende Zukunft, in der Rohstoffe optimal genutzt und Abfälle minimiert werden.
Burda ist kein klassisches produzierendes Unternehmen und doch gibt es einige Bereiche, die heute schon zirkuläre Prinzipien in echten Erfolg umsetzen. Ein bekanntes Beispiel ist die Plattform für nachhaltigen Konsum Vinted, an die Burda Principal Investments (BPI) schon früh glaubte und immer wieder investierte.
Als einer der führenden Online-Marktplätze für Secondhand-Mode zeigt Vinted, wie zirkuläres Wirtschaften im Alltag funktioniert: Gut erhaltene Kleidung wird nicht entsorgt, sondern weitergetragen – verkauft, gekauft oder getauscht. Damit verlängert Vinted nicht nur die Lebensdauer von Textilien und senkt den Ressourcenverbrauch, sondern wirkt auch dem massiven Textilabfall in Europa entgegen. Das Konzept des Recommerce verändert dabei das Konsumverhalten nachhaltig: Nutzer:innen werden zu aktiven Teilnehmenden einer umweltfreundlicheren Modekultur. Allein im Jahr 2023 konnten durch Secondhand-Käufe über Vinted rund 678.691 Tonnen CO₂e-Emissionen vermieden werden – so viel wie bei über 500.000 Flügen von London nach Los Angeles. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie Kreislaufwirtschaft konkret Wirkung zeigt.
Zirkuläres Wirtschaften braucht Innovation – und Sichtbarkeit. Mit dem Circular Day rückte DLD in diesem Jahr bereits zum dritten Mal genau dieses Zukunftsthema ins Rampenlicht. Internationale Expert:innen präsentierten dort, wie Kreislaufwirtschaft durch den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue Impulse erhält – etwa im nachhaltigen Design, im intelligenten Ressourcenmanagement oder bei der Entwicklung innovativer Materialien.
Als internationale Innovationsplattform schafft DLD damit nicht nur Raum für visionäre Ideen, sondern bringt das Thema Kreislaufwirtschaft aktiv auf die öffentliche Agenda – mit globaler Strahlkraft. Burda setzt damit ein klares Signal: Der Wandel hin zu nachhaltigem Wirtschaften wird nicht nur intern vorangetrieben, sondern auch mitgestaltet – auf der Bühne, im Diskurs und mit Wirkung über die Branche hinaus.
Seit Jahrzehnten setzt der Unternehmensbereich auf systematisch optimierte Produktionsprozesse, die die gesamte Wertschöpfungskette miteinbezieht. Kreislaufwirtschaft endet bei BurdaDruck nicht beim Altpapier – sie fängt genau dort an. Mit einer Verwertungsquote von 88,5 Prozent wird Papier nahezu vollständig zurückgeführt, Farben lassen sich dank hoher Deinkbarkeit problemlos entfernen, und die Druckzylinder aus Kupfer werden zu 95 Prozent recycelt, was auch eine echte Kostenersparnis bedeutet. Selbst Lösungsmittel wie Toluol erreichen eine Rückgewinnung von über 98 Prozent. Verpackungsplastik? Wird zu 100 Prozent stofflich verwertet. Möglich wird das durch effiziente Prozesse, moderne Technologie und ein Umweltmanagement, das bereits seit 1996 nach EMAS-Standard arbeitet. So entsteht eine Druckproduktion, die nicht nur Ressourcen spart, sondern zeigt: Zirkuläres Denken lohnt sich für Umwelt und Wirtschaft.
Auch in vielen weiteren Bereichen im Burda Kosmos wird nachhaltiges Wirtschaften mitgedacht. Die Bemühungen reichen von besserer Mülltrennung, effizienterer Nutzung von IT-Hardware, Reduktion von Verpackungen, Zweitverwertung von Office-Möbeln und Green Logistik bis hin zu veränderten Produktdesigns bei Blue Ocean Entertainment und neuen Vermarktungsideen für Covermounts und Remittenden.
All das zeigt: Kreislaufwirtschaft ist mehr als ein Zukunftsversprechen – sie ist gelebte Transformation. Und sie braucht Vertrauen in neue Prozesse, in nachhaltige Geschäftsmodelle und in die gemeinsame Überzeugung, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen.