Erfolg für Mylife
29.01.2021

Wort & Bild-Verlag wegen Kartellrechtsverstoß verurteilt

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Das Oberlandesgericht München hat in seinem Urteil vom 28.1.2021 in vollem Umfang zugunsten des Klägers, der mylife media GmbH & Co. KG, Herausgeberin des Mylife-Apothekenmagazins, entschieden. Mit dem Urteil hat das Gericht bereits die klare Entscheidung des Landesgerichts München bestätigt. Eine Revision vor dem Bundesgerichtshof ist nicht zugelassen. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Wort & Bild-Verlag, u.a. Herausgeber der "Apotheken Umschau", seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und kartellrechtswidrig gehandelt hat.

Mylife media hatte sich mit seiner Klage gegen die Behinderung durch den Wort & Bild-Verlag beim Markteintritt des Apothekenmagazins Mylife ab April 2019 gewandt. Der Wort & Bild-Verlag hat seinen Apothekenkunden Treue-Boni angeboten, geknüpft an bestimmte Vorgaben, und damit den Markteintritt des Mylife-Apothekenmagazins behindert. Konkret hatte der Wort & Bild-Verlag seinen Apothekenkunden besonders günstige Digitalangebote offeriert, verbunden mit der Bedingung, dass die von den Apotheken bislang abgekaufte Menge an "Apotheken Umschau"-Exemplaren künftig nicht reduziert werde.

Im vorliegenden Fall störte sich das Oberlandesgericht München vor allem daran, dass der Wort & Bild-Verlag seinen Treue-Bonus an bestimmte Abnahmemengen seiner Apotheken-Zeitschriften knüpfte, sprich seine Apothekenkunden als Gegenleistung für den Bonus dazu verpflichtete, auch nach dem Markteintritt von Mylife, dieselbe Menge von Wort & Bild-Produkten abzunehmen wie zuvor. Eine Rechtfertigung für das missbräuchliche Verhalten ist nach Ansicht des Gerichts nicht ersichtlich. Das Gericht stellte in seinem Urteil fest, dass der Wort & Bild-Verlag sich durch sein missbräuchliches Handeln im Wesentlichen seine Marktanteile aus Quasi-Monopolzeiten weiterhin sichern wollte.

Das Oberlandesgericht München folgt somit bereits als zweite Instanz in seinem Urteil vollumfänglich den Argumenten der mylife media und verurteilt den Wort & Bild Verlag wegen kartellrechtswidriger Behinderung des Wettbewerbs.


„Mylife media und ihre Gesellschafter Noweda und Hubert Burda Media werden auch weiterhin allen Versuchen entgegentreten, die darauf abzielen, Vor-Ort-Apotheken in Deutschland in ihrer Wahlfreiheit einzuschränken. Denn ein monopolistisches Angebot schadet den Apothekerinnen und Apothekern ebenso wie ihren Kunden.“

Kay Labinsky, CPO im BurdaVerlag und Geschäftsführer der mylife media GmbH & Co. KG


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