Nebenan.de
09.12.2021

Zwei Millionen Nachbar:innen

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Bereits sechs Monate nach Gründung des Nachbarschaftsnetzwerks Nebenan.de investierte Hubert Burda Media in die Plattform. Rund vier Jahre später, im September 2020, übernahm Burda dann die Mehrheit am Berliner Sozialunternehmen Good Hood GmbH, das Nebenan.de betreibt, und machte das Netzwerk offiziell zum Teil der Burda-Familie. Erst kürzlich erreichte die Nachbarschaftsplattform einen Meilenstein – zwei Millionen Nutzer:innen sind auf Deutschlands (mittlerweile) größtem sozialen Netzwerk für Nachbar:innen aktiv. Nebenan.de-Mitgründerin und Geschäftsführerin Ina Remmers verrät im Interview, wo Nebenan.de heute steht, was sich seit der Übernahme von Burda getan hat, und wo die Reise des Netzwerks hingehen soll.

Nebenan.de hat dieses Jahr seinen sechsten Geburtstag gefeiert. Wo hat sich das Sozialunternehmen in diesen Jahren hin entwickelt – wo steht es heute?

Ina Remmers: Als wir Juni 2015 Nebenan.de gegründet haben, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, in der Stadt und auf dem Land Menschen zusammenzubringen. Sechs Jahre später nutzen mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland Nebenan.de: Sie vernetzen sich in ihrer Nachbarschaft, leisten gegenseitig Hilfe, verleihen, tauschen und verschenken Dinge. Im Vordergrund steht dabei nach wie vor eines: das gemeinschaftliche Miteinander unter Nachbar:innen. Ich bin voller Stolz, Freude und manchmal auch fast ungläubig, dass wir es mit unserer Idee und dem gesamten Team so weit gebracht haben. Nebenan.de wächst beständig und mittlerweile sind wir nicht nur Deutschlands größtes Nachbarschaftsnetzwerk, sondern eine echte Alternative zu den großen sozialen Netzwerken aus Übersee mit einer sozialen Mission sowie einem transparenten Geschäftsmodell, um langfristig sozial wirken zu können – made in Germany. Darauf bin ich wirklich stolz und ich bedanke mich bei allen, die in den vergangenen sechs Jahren zur Entwicklung von Nebenan.de beigetragen haben.

Seit 2020 ist Nebenan.de ein Teil der Burda-Familie. Wie hat sich diese Übernahme auf die Plattform ausgewirkt?

Ina Remmers: Auf diese Frage erwähne ich immer gerne, dass Burda bereits seit 2016 bei uns investiert ist und wir somit immer wieder Einblicke in die Burda-Welt erhalten konnten – was uns im Übrigen nur noch mehr darin bestärkt hat, 2020 dann tatsächlich auch Teil der Burda-Familie zu werden. Das Hause Burda ist für uns aktuell noch ein unerschöpflicher Fundus an Expertise und Erfahrung in den verschiedensten Bereichen. Allem voran im Bereich Content bzw. redaktioneller Zusammenarbeit sowie Vermarktung. So arbeiten wir beispielsweise schon seit rund einem Jahr sehr eng mit dem Multi-Channel-Vermarkter BCN zusammen. Aber auch die Verlagsmarken sowie BurdaForward und unser Kommunikationsteam pflegen einen immer intensiveren Austausch. Darüber freue ich mich sehr! Große Synergiemöglichkeiten liegen natürlich auch im gesamten Bereich Operations. Wir sehen uns immer noch als Startup und profitieren somit auch hier sehr vom Know-How Burdas, beispielsweise in den Bereichen People, Controlling oder Datenschutz.

Wie sehen die Ziele von Nebenan.de für das kommende Jahr 2022 aus?

Ina Remmers: Langfristig haben wir uns mit Nebenan.de zum Ziel gesetzt, Quartiere zu beleben und den sozialen Zusammenhalt auf lokaler Ebene zu stärken: Online wie offline. Mit innovativer, digitaler Kommunikation bauen wir Begegnungshürden im echten Leben ab und verwandeln Nachbarschaften in lebendige Orte. Mit einer konstant hohen Aktivität auf der Plattform in diesem Jahr sehen wir, dass dieses Bedürfnis deutschlandweit ungebrochen hoch ist. 2022 gilt es also, der Community die beste Plattform für nachbarschaftlichen Austausch zur Verfügung zu stellen, sodass wir mit Nebenan.de noch mehr Menschen in ihren Nachbarschaften zusammenbringen. Egal ob teilen, tauschen, gemeinsame Aktivitäten oder regelmäßiger Austausch – indem wir das nachbarschaftliche Potenzial bündeln, kann sich für alle die größte mögliche soziale Wirkung entfalten. Zugleich konnten wir 2021 endlich beweisen, dass sich soziale Wirkung und wirtschaftliches Handeln nicht ausschließen. Unser Geschäftsmodell ist mittlerweile gut in die Plattform integriert und liefert in diesem Jahr bereits zufriedenstellende Umsätze.

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