Print macht stark
31.10.2019

„Es tut gut, etwas auszuprobieren!“

Print macht stark
31.10.2019

„Es tut gut, etwas auszuprobieren!“

Eigentlich steht Kerstin Weng, Chefredakteurin der Instyle, mit ihrem Magazin für Mode. Wie frau über Schubladen hinaus denkt, zeigten sie und ihr Team jetzt in Zusammenarbeit mit der Wirtschafts-Redaktion von Focus Money. Für eine Ausgabe setzten die Kollegen Themen und Schwerpunkte im Heft so, dass sich vor allem auch Frauen angesprochen fühlen. Was sie an diesem Takeover gereizt hat, und warum nicht nur Frauen, sondern jeder in sich selbst investieren sollte, erzählt Kerstin Weng im Interview.

Frau Weng, sie stehen mit Instyle eigentlich für Mode. Für eine Ausgabe der Focus Money haben Sie nun auch dort den Chefsessel übernommen. Warum?

Modeaffinenen Frauen unterstellt man gerne Oberflächlichkeit. Der Focus Money-Takeover soll zeigen, dass der weibliche Sinn für Finanzen nicht bei einem Preisschild an einem Kleidungsstück aufhört und dass das vermeintliche Männerthema auch bei Frauen auf Interesse stößt.

Wie sind Sie an die Aufgabe rangegangen? Und inwiefern anders als an ihre Arbeit bei Instyle?

Wir haben uns überlegt, was uns bei dem Thema umtreibt. Die Herangehensweise unterschied sich also nicht zu der von Instyle: Themen, die Redakteurinnen interessieren, interessieren auch Leserinnen. Das ist beim Thema Finanzen nicht anders als beim Thema Style.

„Finanzen“ – ein klassisches Männerthema, so das Klischee. Warum eigentlich?

Ich finde nicht, dass Finanzen ein klassisches Männerthema sind. Auch Frauen reden darüber und machen sich darüber Gedanken. Dass es als „Männerthema“ gilt, kommt wohl noch aus Zeiten, in denen nur Männer Finanzen – also Einkommen  – hatten und die Frauen daheim bleiben mussten. Das ist aber ja zum Glück schon lange vorbei.

Inwiefern müssen gerade Printjournalistinnen mutiger werden?

Ich glaube, dass es immer gut tut, die ausgelatschten Pfade mal zu verlassen und etwas auszuprobieren – wie z.B die Zusammenarbeit mit einem ganz anderen Titel. Das bezieht sich aber natürlich nicht auf Journalistinnen, sondern auf unsere Branche generell.

Und welche Tipps würden Sie jungen Frauen mit auf den Weg geben?

Mein Tipp richtete sich nicht nur an junge Frauen, sondern an alle: In sich selbst zu investieren, in die eigene Bildung, in Träume, in die Gesundheit – eben in alles, was einem gut tut – ist meiner Meinung nach elementar!

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