Die wichtigsten Zahlen von Hubert Burda Media

2021 stärkstes Geschäftsjahr in der Geschichte von Hubert Burda Media

  • 2,945 Mrd. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2021 (+6  Prozent)
  • Weiterhin starkes Umsatzwachstum im konsumentennahen Digitalgeschäft (+10 Prozent)
  • Erfolgreiche Transformation des Verlagsgeschäfts in Deutschland
  • Erweiterung des internationalen Beteiligungsportfolios

Hubert Burda Media blickt auf das beste Geschäftsjahr seiner Unternehmensgeschichte zurück: Die Burda-Gruppe erzielte mit ihren rund 500 Produkten in Deutschland und 13 weiteren Ländern 2021 einen Umsatz von über 2,9 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2021 waren im Konzern rund 10.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die positive Entwicklung ist vor allem dem starken Wachstum im Digitalgeschäft und der erfolgreichen Transformation des Verlagsgeschäfts in Deutschland sowie im Ausland zu verdanken. Auch Burdas internationaler Investmentarm, der langfristiges Wachstumskapital für schnell wachsende Technologie- und Medienunternehmen bereitstellt, baute sein Portfolio aus und zählt mittlerweile 25 aktive Beteiligungen (Ende 2021).

Der Vorstand von Hubert Burda Media blickt trotz der großen Herausforderungen durch den russischen Angriffskrieg in Europa und die explodierenden Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten mit Optimismus auf das laufende Geschäftsjahr. CEO Martin Weiss: „Burda ist mit seinen vielfältigen Geschäften in Deutschland und international hervorragend aufgestellt und mit seinen Produkten im Alltag der Menschen fest verankert. Wir haben auf diesem starken Fundament die unternehmerische, die kreative und die finanzielle Kraft für Zukäufe und Innovationen und wollen sie nutzen.“

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BurdaDruck führend in Europa

Die BurdaDruck-Gruppe ist auf die Herstellung hochwertiger Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucke im hochauflagigen Tiefdruck sowie auf alle dafür notwendigen Dienstleistungen spezialisiert und mit ihren Standorten in Offenburg, Nürnberg sowie im französischen Vieux-Thann eines der größten Druckunternehmen Europas. 2021 betrug der Umsatz im Tiefdruck 140 Millionen Euro. Trotz einer weiterhin rückläufigen Marktentwicklung liegen die Umsatzerlöse des Bereichs leicht über dem Vorjahr.

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Starkes Verlagsgeschäft in Deutschland

Der BurdaVerlag publizierte 2021 insgesamt 155 regelmäßig erscheinende Zeitschriftentitel und etwa 100 digitale Angebote. Der Geschäftsbereich betreibt eine Vielzahl nachhaltig profitabler Geschäftsmodelle und erzielte im vergangenen Jahr zusammen mit der Content-Marketing Agentur C3 insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 721 Millionen Euro. Um mit seinem journalistischen Kerngeschäft weiter wachsen zu können, hatte Burda Anfang 2021 alle deutschen Verlagsaktivitäten zu der integrierten publizistischen Einheit BurdaVerlag zusammengeführt.

Ein besonderer Fokus lag 2021 erneut auf den Aktivitäten im Health-Bereich. So ist das Health Lab by Burda mittlerweile eines der renommiertesten Branchen-Events im deutschen Healthcare-Markt. Die mit der Noweda Apothekengenossenschaft eG gegründete Allianz „Zukunftspakt Apotheke“ treibt mit ihren Partnern die Schaffung einer umfassenden, digital vernetzten Gesundheitsinfrastruktur voran. Die Marke NetDoktor ist nach dem Kauf der NetDoktor-Domains in Österreich und der Schweiz im Februar 2021 der größte deutschsprachige Anbieter von digitalen Gesundheitsinformationen in der D-A-CH-Region. Im Food-Segment ist der BurdaVerlag einer der größten Medienanbieter in Deutschland und Marktführer in der verkauften Auflage der Print-Titel. Dasselbe gilt in den Bereichen Fashion und Lifestyle und Garden & Living. Auch ist der Verlag einer der stärksten Anbieter von unterhaltenden Frauenzeitschriften. 

Die Einheit Publishing Kids umfasst den Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment in Stuttgart und ist mit einem nochmals gestiegenen Anteil von geschätzt inzwischen rund 50 Prozent am Vertriebsumsatz des Segments unumstrittener Marktführer für Kinderzeitschriften im deutschsprachigen Raum.

C3 im Content Marketing hervorragend positioniert

2021 hat Burda seine Anteile am digitalen Marketingdienstleiter C3, ebenfalls dem Bereich Medienmarken National zugehörig, auf 100 Prozent aufgestockt. Die Agentur war 2014 als Joint Venture aus der Fusion von KircherBurkhardt (Berlin) und Burda Creative Group (München) hervorgegangen. Ende 2018 hatte C3 ein neues Agenturmodell in Kraft gesetzt und seine interdisziplinären Projektteams passgenau und agil um Kundenbedürfnisse herum geformt. Dieses Modell wurde stetig weiterentwickelt und hat sich während der Pandemie auch 2021 bewährt.

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Digitale Geschäfte machen 58 Prozent des Umsatzes aus

Der Geschäftsbereich Digitalmarken erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von 1,701 Milliarden Euro und somit ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser erwirtschaftete damit rund 58 Prozent des Gesamtumsatzes. Das Geschäft der New Work SE mit starken Marken wie Xing und Kununu hat sich infolge der anhaltenden Erholung des Arbeitsmarkts und wieder zunehmenden Fachkräftemangels positiv entwickelt. Rund 20 Millionen Mitglieder in der D-A-CH-Region nutzten 2021 Xing, das berufliche Netzwerk für die moderne Arbeitswelt.

In einem nach wie vor durch hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichneten Markt konnten die beiden E-Commerce-Unternehmen Cyberport und Computeruniverse im Geschäftsjahr 2021 nochmals leicht wachsen. Durch den Zukauf von zwei IT-Services-Unternehmen hat Cyberport zudem sein Geschäftsmodell erweitert, um zukünftig den zahlreichen Geschäftskunden des Unternehmens nicht nur Hard- und Software, sondern auch entsprechende IT-Services anbieten zu können. Nebenan.de, seit 2020 eine Mehrheitsbeteiligung von Hubert Burda Media und mit über 2 Millionen adressverifizierten Nutzern das führende Nachbarschaftsnetzwerk in Deutschland, konnte 2021 sein starkes Wachstum bei Nutzerinnen und Nutzern fortführen und gleichzeitig den Umsatz deutlich steigern. Weiterhin liegt zugleich ein starkes Augenmerk auf dem sozialen Impact und der Förderung von Nachbarschaften durch Nebenan.de.

Die HolidayCheck Group AG wurde 2021 abermals durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen weltweiten Reisewarnungen und Reisebeschränkungen getroffen, hat insgesamt jedoch gegenüber 2020 die Umsatzerlöse mit neuen Angeboten signifikant erhöht und wirtschaftete trotz Lockdowns schon wieder profitabel.

Auf dem Weg der Transformation hat der digitale Publisher BurdaForward im Jahr 2021 sein Netzwerk an Verlagspartnern, externen Autoren und Autorinnen sowie Experten und Expertinnen weiter ausgebaut. Zum Portfolio der journalistischen Digitalmarken gehören neben Marken wie Focus.de und Chip.de seit Januar 2021 außerdem die Digitalangebote von Bunte, TV Spielfilm, TV Today, Cinema und Fit for Fun. Damit erreicht BurdaForward pro Monat mehr als 41 Millionen Nutzerinnen und Nutzer bzw. rund 67 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland. BurdaForward entwickelte im Jahr 2021 mit dem „Constructive Score“ eine neue Messmetrik, die in der Lage ist, die Konstruktivität eines redaktionellen Beitrags mithilfe künstlicher Intelligenz zu messen. Diese Metrik hilft den Kolleginnen und Kollegen im Redaktionsalltag dabei, journalistische Artikel noch lösungsorientierter aufzubauen.

Erfolgreiches Investment-Geschäft

Der international ausgerichtete Bereich BurdaPrincipal Investments stellt langfristiges Wachstumskapital für schnell wachsende Technologie- und Medienunternehmen bereit und hat 2021 weitere Investitionen in Deutschland, Großbritannien, Südostasien sowie erstmalig in Frankreich und auf den Philippinen getätigt. Zu diesen zählen das Food-Start-up Oddbox, im Bereich Tiergesundheit das deutsche Start-up Felmo und mit Expel aus den USA erstmals ein Unternehmen im Bereich Cybersecurity. Zum Portfolio hinzugekommen sind außerdem das PropTech-Start-up Matera aus Frankreich sowie das asiatische FinTech-Unternehmen BillEase, über das Konsumenten kurzfristig Kredite erhalten.

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Medienmarken International: Internationale Publishing-Aktivitäten

Die im Bereich Medienmarken International zusammengefassten ausländischen Aktivitäten von Burda haben ihren Schwerpunkt in Großbritannien, Kontinentaleuropa und Asien. Zusätzlich zu den in allen Märkten im Jahr 2021 weiter verstärkten Online-Aktivitäten publizierten Burda und seine Partnerverlage im Ausland 171 Zeitschriften, Europa ist mit 159 Titeln dabei mit Abstand die wichtigste Region.

Der Außenumsatz des Bereichs Medienmarken International betrug 2021 insgesamt 372 Millionen Euro und liegt damit über dem Vorjahr. Die Organisation des internationalen Verlagsgeschäfts gliedert sich aktuell in die vier eigenständigen Teilbereiche Immediate Media, Publishing Europe, Burda Luxury sowie Burda Create!.

Der Großteil der Umsatzerlöse entfällt auch 2021 auf Immediate Media, eine Unternehmensgruppe sowohl für das Zeitschriften- als auch für das digitale Konsumentengeschäft in Großbritannien, welche ihren Kurs als innovatives Plattformunternehmen 2021 fortgesetzt hat. Die Umsätze der Online-Marken wurden 2021 erfolgreich gesteigert und das Print-Geschäft erholte sich im Vergleich zum pandemiebedingt schwachen Vorjahr deutlich. Maßgeblich getrieben wurde diese Entwicklung durch die Radio Times, dem mit Abstand bedeutendsten Titel im Portfolio der Immediate Media.

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung auf B2C-Geschäftsmodelle im digitalen Sektor wurde in Polen eine Mehrheit an der Gesellschaft erworben, die den Onlinestore für Beautyprodukte Cocolita betreibt. Ende des ersten Quartals 2022 hat BurdaInternational zudem den Erwerb des Mediengeschäfts der Schweizer Edipresse-Gruppe in Polen abgeschlossen, zu dessen Portfolio insgesamt 13 Titel gehören. In Frankreich konnten erfolgreich neue Titel am Markt platziert werden.

Die in asiatischen Ländern tätige Einheit Burda Luxury ist auch 2021 von der Pandemie stark getroffen worden. Sowohl die Print- und Digital- als auch die Event- und Custom-Publishing-Aktivitäten konnten sich nicht wie geplant entwickeln. Trotz alledem konnte Burda Luxury sowohl Reichweiten als auch Umsätze im Digitalgeschäft steigern.

Die auf der Tradition der Marke Burda Style aufbauenden und in den letzten Jahren auch durch Akquisitionen in Skandinavien ausgebauten Aktivitäten im Bereich Crafting werden in der Einheit Burda Create! gebündelt. Positiv entwickelte sich hierbei insbesondere das Magazin-Lizenzgeschäft. So konnte unter anderem ein neuer Partner in Serbien gewonnen werden und bestehende Partner erweiterten ihr Portfolio um zusätzliche Burda-Create!-Titel.

Ausblick und wichtige Wachstumsfelder

Burda wird auch 2022 in Synergie unter den einzelnen Konzerngesellschaften besonders in den Gebieten Daten, Technologie, Vermarktung, Inhalteerstellung und Monetarisierung seine Entwicklungschancen bestmöglich nutzen.

Erfolg verspricht auch der weitere Ausbau des Geschäftsmodells von Nebenan.de, Deutschlands größtem Nachbarschaftsnetzwerk. Bereits in der ersten Umsetzung waren 2021 hyperlokale Werbemöglichkeiten für Händler, Dienstleister und Unternehmen („Geo-Marketing“). Die HolidayCheck Group AG hat das Jahr 2021 für Restrukturierungs- und Kostensparmaßnahmen genutzt und will vom voraussichtlich wieder stark ansteigenden Reiseaufkommen mit neuen Angeboten u. a. als Reiseveranstalter stark profitieren.

Besonders gute Chancen auf Wachstum sieht Burda auf dem Medienmarkt in Polen. Dort wurde 2021 die E-Commerce-Plattform Cocolita erworben. Hierdurch sollen vor allem in den Feldern „Fashion“ und „Beauty“ neue crossmediale Angebote für Konsumentinnen geschaffen werden.

Hubert Burda Media arbeitet weiter konsequent an der digitalen Transformation und dem Auf- und Ausbau neuer Geschäftsmodelle und rechnet für 2022 – ohne Berücksichtigung der Einflüsse des Russland-Ukraine-Krieges sowie nochmals gestiegener Energie- und Rohstoffpreise – mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Bei günstigen Gelegenheiten wird Burda weiterhin investieren und neue Beteiligungen eingehen.

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Umwelt und Nachhaltigkeit bei Burda

Nachhaltigkeit und Umweltschutz haben bei Hubert Burda Media schon seit den Neunzigerjahren eine große Bedeutung. Viele Unternehmensbereiche verfolgen schon seit Jahren das Ziel, über vorgegebene Standards hinaus möglichst ökologisch und nachhaltig zu arbeiten. Der Schwerpunkt des Handelns liegt dabei auf der Reduktion von Treibhausgasemissionen und der Regeneration von Ressourcen. Elementar ist hierbei auch die Einbeziehung von externen Geschäftspartnern in die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns.

Für die Jahre 2019 und 2020 wurden detaillierte Übersichten erstellt, um die Treibhausgasemissionen von Hubert Burda Media darzustellen. Diese CO2e-Bilanzen enthalten die Emissionen sämtlicher inländischer Gesellschaften, die zu 100 Prozent zum Konzern gehören. Mitte 2022 wird auch die Erhebung der Treibhausgasemissionen des Jahres 2021 abgeschlossen sein. Für 2022 ist angedacht, den Umfang auf alle in- und ausländischen Gesellschaften zu erweitern, die sich mehrheitlich im Konzernbesitz befinden.

Aus Benchmarkings und Best-Practice-Maßnahmen werden konkrete Schritte zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ab- und eingeleitet. Der Schwerpunkt liegt bei diesen Maßnahmen in den Bereichen Energie, Ressourcen, Mobilität und interne Kommunikation.

Hubert Burda Media möchte zukünftig alle Treibhausgasemissionen im Scope 1 & 2 – also solche Emissionen, die entweder direkt im Rahmen der Produktion oder indirekt durch die genutzten Energiemengen entstehen und die trotz aller eingeleiteten Maßnahmen nicht gesenkt werden können – kompensieren. Bereits jetzt wird u.a. in standortnahe Projekte zur Förderung der regenerativen Landwirtschaft investiert. Als Medienunternehmen ist sich Hubert Burda Media der besonderen Verantwortung bewusst, Vorbild für nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften zu sein. Hierbei nutzt der Konzern auch die Reichweite seiner Marken, um über nachhaltige Themen aufzuklären.

Ein zentraler Unternehmensbereich ist BurdaDruck, in dem naturgemäß ein Großteil der CO2e-Emissionen anfällt. Für BurdaDruck ist es daher bereits seit vielen Jahren ein Kernanliegen, möglichst umweltschonend und gleichzeitig qualitativ hochwertig zu produzieren. Durch die Teilnahme am Europäischen Umweltaudit EMAS (Eco Management and Audit Scheme) verpflichtet sich BurdaDruck zur kontinuierlichen Verbesserung seiner Umweltleistung und liefert damit seit Jahrzehnten einen wesentlichen Beitrag in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Die mit Abstand wichtigste Ressource im Druckprozess ist das Papier. Das von BurdaDruck eingekaufte und überwiegend per Bahn angelieferte Papier ist seit 2020 zu 100 Prozent FSC® (Forest Stewardship Council)- oder PEFC™ (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes)-zertifiziert. Druckprodukte werden bei BurdaDruck außerdem gemäß den Kriterien des europäischen Gütesiegels EU Ecolabel hergestellt. Durch die Teilnahme an der Klimainitiative des Bundesverbands Druck und Medien kann BurdaDruck den vom Bundesverband entwickelten und in Fachkreisen anerkannten CO2-Rechner nutzen und den Kunden eine CO2-Bilanz für ihre Druckaufträge erstellen. Als Mitglied bei ClimatePartner kann BurdaDruck Aufträge durch Investitionen in Klimaprojekte CO2-kompensiert ausführen.

Entwicklung der Umsatzerlöse von Hubert Burda Media

  2020 2021 Veränderung
  Mio. € in % Mio. € in % IST (in %)
Digitalmarken 1.541,6 55,6 1.700,6 57,8 10,3
Medienmarken National 736,0 26,5 721,4 24,5 -2,0
Medienmarken International 348,4 12,6 372,3 12,6 6,9
Druck 135,8 4,9 139,8 4,7 2,9
Sonstige 12,7 0,4 10,5 0,4 -16,9
Umsatzerlöse 2.774,5 100,0 2.944,6 100,0 6,1

 

Kontakt:
 presse@burda.com